029: Der Grinch und ÜberWeihnachten

Shownotes

In dieser Episode von Bildschirm Buddies, dem Film- und Serien-Podcast, widmen sich Pascal Wichmann und Alexander Kais passend zum Nikolaustag dem weihnachtlichen Film "Der Grinch" aus dem Jahr 2000 und der Netflix-Dramedy "Über Weihnachten".

Zunächst besprechen wir die ikonische Figur des Grinch, der von Jim Carrey gespielt wird. Pascal teilt seine Leidenschaft für den Grinch-Film, der für ihn fest zur Weihnachtszeit gehört und als Höhepunkt seiner jährlichen Filmtradition gilt. Die Charakterisierung des Grinch als griesgrämiger Miesepeter, der Weihnachten verabscheut, wird lebhaft diskutiert, ebenso die Erzählung, die auf Dr. Seuss’ klassischem Kinderbuch basiert. Neben der Charakterisierung des Grinch wird die Dynamik zwischen ihm und den Bewohnern von Whoville beleuchtet, die eine überwältigende Vorliebe für Weihnachten eint. Wir gewähren den Hörern einen tieferen Einblick in die Entwicklung des Grinch und seine überraschende Wandlung, dank der kleinen Cindy Lou Who. Die humorvolle Leistung von Jim Carrey und die thematische Tiefe des Films, kombiniert mit seinem unvergänglichen Humor, machen diesen Film für die Weihnachtszeit besonders schätzenswert.

Im Anschluss wechseln wir zu "Über Weihnachten", einer Miniserie, die die Geschichte von Basti, einem Musiker, verfolgt, der sich über die Feiertage mit seiner Familie in der Eifel konfrontiert sieht. Alexander bringt ein, dass die Story auf dem Buch "7 Kilo in 3 Tagen" von Christian Huber basiert, und erwähnt dabei, dass er die Region gut kennt. Die Serie beleuchtet die comedylastigen Konflikte, die Familientreffen prägen können, und die schleichenden Veränderungen, die im Leben der Charaktere stattfinden. Wir diskutieren über die Besetzung, insbesondere Luke Mockridge als Basti, sowie den sozialen Druck und die Ambitionen, denen sich der Protagonist gegenübersieht, während er sich erneut mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt.

Beide Filme bieten nicht nur Unterhaltung, sondern laden auch zum Nachdenken über die verschiedenen Facetten von Weihnachten ein – von der festlichen Freude bis zu den familiären Herausforderungen. Am Ende der Episode geben wir einen Ausblick auf die nächste Folge, die vier Tage vor Weihnachten erscheint und einen Rückblick auf das Jahr bietet. Weiterhin laden wir unsere Zuhörer ein, aktiv am Podcast teilzunehmen und uns ihr Feedback zu geben, während wir uns für die bevorstehenden Feiertage bereitmachen.

Shownotes:

Transkript anzeigen

00:00:04: Bildschirm Buddies, der Film- und Serien-Podcast mit Pascal Wichmann und Alexander Kais.

00:00:13: Ja, hi und willkommen zu Folge 29 der Bildschirm Buddies, eurem Lieblings-Podcast rund um Film und Serie.

00:00:20: Und ihr habt es gerade an der Musik schon gehört. Wir befinden uns im Dezember.

00:00:25: Heute ist nämlich der Nikolaustag und unser Nikolaus ist auch mit dabei. Herr Pascal, hi Pascal.

00:00:32: Moin Alex, moin liebe Zuhörer, ich grüße mein Norddeutsch.

00:00:35: Das kann mir überraschen, dass ich jetzt in Nikolaus bin, aber gut,

00:00:38: dann bin ich heute euer Nikolaus. Mir ist gerade nichts Besseres eingefallen tatsächlich.

00:00:42: Aber jetzt hast du mir zumindest auch ein unerwartetes Lachen entlockt und ich

00:00:46: hoffe, das haben unsere Hörer natürlich auch gehört und gespürt.

00:00:50: Ja, danke für das Kompliment, dann habe ich heute den Geschenkesack als Nikolaus

00:00:54: dabei. Knecht Huprecht wartet noch.

00:00:56: Es gab heute nichts Böses oder dieses Jahr nichts Böses. Niemand muss bestraft werden.

00:01:00: Heute ist also euer aller Glückstag.

00:01:03: Ja, dann gucken wir doch mal rein in den Sack. Und ja, wir haben für euch wieder,

00:01:08: wie immer, einen Film und einen...

00:01:11: Film. Diesmal, wir haben heute keine Serie für euch, tatsächlich,

00:01:15: sondern wir haben als ersten Film den Grinch, und zwar den Original-Grinch aus

00:01:20: dem Jahr 2000 und danach als Empfehlung den Film über Weihnachten.

00:01:25: Und ja, dann wollen wir uns das Ganze doch mal angucken. Ich habe gerade schon

00:01:29: gesagt, der Original-Film aus dem Jahr 2000.

00:01:33: Es gibt noch ganz viele andere Verfilmungen vom Grinch. Es gibt einen Zeichentrick davon.

00:01:38: Es gibt jetzt, glaube ich, irgendwann in den letzten Jahren kam nochmal das Ganze raus.

00:01:42: Aber für mich ist der einzige echte und beste Grinch-Film tatsächlich der mit

00:01:47: Jim Carrey, was vor allem natürlich auch an dem Darsteller liegt,

00:01:50: weil Jim Carrey ist halt einfach mega lustig.

00:01:52: Und ich nehme an, den hast du wahrscheinlich auch gesehen, richtig?

00:01:55: Also der steht jedes Jahr in der Weihnachtszeit auf meiner Liste,

00:01:59: denn ich mache seit Jahren so einen Weihnachtsfilm-Adventskalender.

00:02:02: Also ich nehme mir mal vor, im Dezember 24 Weihnachtssilme zu gucken und da

00:02:06: darf der Grinch aus dem Jahr 2000 natürlich nicht fehlen, der auch meiner Meinung

00:02:09: nach übrigens der Beste ist.

00:02:11: Also den Animationsfilm, den habe ich grundsätzlich abgelehnt,

00:02:14: weil ich einfach finde, dass nicht alles animiert werden muss.

00:02:17: Und Jim Carrey macht hier tatsächlich meiner Meinung nach auch den besten Job

00:02:20: und den besten Grinch, was in der Familie immer mal wieder so auf ein bisschen

00:02:24: Misstöne hinausläuft, weil es gibt einige, die mögen den Film eben nicht.

00:02:28: Aber mein Stiefvater und ich, wir können ihn zum Beispiel sehr gut leiden.

00:02:32: Ähnlich ist das mit den Kevin-Filmen.

00:02:34: Also denken wir, den gucken wir jedes Jahr aufs Neue. Genau.

00:02:38: Ja, die Figur des Grinch an Weihnachten, das ist halt wieder sehr amerikanisch natürlich.

00:02:44: Wer jetzt traditionell Weihnachten feiern möchte und Amerika ablehnt,

00:02:48: dürfte aber dann auch keinen roten Weihnachtsmann haben. Denn das ist auch ein

00:02:51: gutes Produkt, der kommt von Coca-Cola.

00:02:53: So, richtig. Also, liebe Hörer, ne?

00:02:56: Genau, also wenn, dann bitte nur ein Mistelzweig oder irgendwas über die Tür

00:03:00: nageln. Es gibt dann auch keinen Baum drin.

00:03:03: Entweder oder, schwarz oder weiß. Natürlich völliger Quatsch.

00:03:07: Man muss die Figur nicht mögen, aber ich finde, es ist halt einfach um dieses

00:03:10: ganze Setup von Weihnachten drumherum mal was anderes.

00:03:14: Wer jetzt tatsächlich, warum auch immer, den Grinch nicht kennt oder noch nie

00:03:19: was davon gehört hat, dann würde ich sagen, holen wir hier mal ganz kurz ein Stückchen aus.

00:03:23: Die Figur, der Grinch, ist ein grünes, fälltragendes Wesen, was permanent schlechte

00:03:30: Laune hat. Und das ganze Viech, das lebt quasi in einer Höhle und mag halt kein Weihnachten.

00:03:36: Die Story basiert auf einem Kinderbuch aus dem Jahre 1957, geschrieben von Dr. Seuss.

00:03:42: Und der Originaltitel war damals How the Grinch Stole Christmas oder auf Deutsch,

00:03:47: wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat.

00:03:49: Der Grinch lebt neben der Stadt Whoville und die Whoville-Leute mögen total

00:03:55: gerne Weihnachten. Und der Grinch findet das aber total doof,

00:03:59: weil halt gute Laune und Feiern und so weiter, das mag er halt einfach nicht.

00:04:03: Der hat irgendwann mal in seiner Kindheit einfach eine schlechte Erfahrung gemacht.

00:04:06: Deswegen verkleidet er sich als Weihnachtsmann und klaut den Leuten aus Who

00:04:10: Will die gesamten Geschenke, was dann natürlich zu diversen Verstrickungen und

00:04:16: natürlich Jim Carrey-typischen Klamauk führt an vielen Stellen.

00:04:19: Und am Ende ist natürlich dann wieder alles gut. Also es gibt ein Happy End

00:04:24: und dann mag der Grinch auch wieder Weihnachten.

00:04:26: Und ja, damit ist die Story halt im Grunde genommen eigentlich schon erzählt.

00:04:31: Könnte man jetzt sagen, wie kann man damit 101 Minuten füllen?

00:04:34: Ja, guckt es euch an. Also tatsächlich funktioniert es sehr gut in diesem Film,

00:04:39: was wie gesagt einerseits an Jim Carrey liegt und in der deutschen Fassung auch

00:04:43: dem Synchronsprecher von Jim Carrey, Stefan Friedrich, tatsächlich geschuldet ist.

00:04:48: Dadurch macht dieser Film halt einfach eine Menge Spaß. Es ist auch was für

00:04:51: die Kleinsten der Kleinen dabei. Also der ist ab sechs Jahren freigegeben und

00:04:55: bringt halt diese ganze Stimmung einfach wunderbar rüber.

00:04:59: Ja, dem kann ich mich nur anschließen oder dem muss ich mich heute dann auch anschließen.

00:05:03: Der Grinch hasst Weihnachten, du hast es erzählt, aber im Dorf gibt es ja also

00:05:06: die Menschen, die er bestiehlt, die leben alle in so einem richtig kitschigen Weihnachtsdorf.

00:05:10: Whoville heißt das und die übertreiben es also maßlos, also mit der Weihnachtsdekoration.

00:05:15: Also die lassen ja keinen Stein auf dem anderen und der ganze Film brüht nur

00:05:20: so davor, dass die Leute Weihnachten lieben und einige sind traurig,

00:05:23: wenn der Grinch dann loszieht und die Geschenke klaut.

00:05:25: Klar, wer wäre nicht traurig, wenn da jemand ist, der gar nicht Bock auf Weihnachten

00:05:29: hat und alles zerstören möchte.

00:05:31: Aber es gibt die kleine Cindy Pooh und die überzeugt den Grinch,

00:05:35: dass Weihnachten doch eine ganz tolle Sache ist.

00:05:37: Wie du es gerade eben schon gesagt hast, führt das dann auch zum Happy End.

00:05:41: Und was mir in dem Film tatsächlich immer wieder gefällt, ist der Hund vom Grinch.

00:05:47: Der tut mir immer so ein bisschen leid. Er wird getreten, er wird schlecht behandelt,

00:05:50: aber er hält einfach weiter treu doof zu seinem Herrn, zu seinem Besitzer.

00:05:55: Egal, was der mit ihm anrichtet oder nicht. Also neben Jim Carrey ist meiner

00:05:58: Meinung nach auch der Hund ein großer Held des Films, der den Film eben entsprechend auch mitträgt.

00:06:03: Ich weiß nicht, wie siehst du das? Ja gut, Hund und Jim Carrey oder Tier und

00:06:08: Jim Carrey ist ja irgendwie auch ein gut funktionierendes Patentrezept.

00:06:11: Das war ja bei der Maske nicht anders.

00:06:13: Mit Milo, mit dem Jack-Russell-Terrier, der da eine ganz große Rolle spielt.

00:06:17: Und auch in den Ace Ventura-Filmen spielen natürlich auch immer wieder Tiere

00:06:21: und vor allem auch Hunde eine große Rolle.

00:06:23: Also das scheint so ein Patentrezept einfach zu sein.

00:06:26: Wahrscheinlich, ja. Warum gefällt mir der Film denn sonst so?

00:06:29: Also im Grunde genommen eben wegen diesem, ich bin kein, das sage ich immer,

00:06:33: ich bin kein Freund von diesen immer wiederkehrenden Happy Ends in den Filmen,

00:06:36: aber in der Weihnachtszeit will man eigentlich ein Happy End haben.

00:06:39: Es ist eine besinnliche Zeit, die Leute finden wieder zu sich,

00:06:42: mal mit Streit, mal mit weniger Streit.

00:06:44: Aber deswegen finde ich einfach, gehört ein Happy End zu einem Weihnachtssilm

00:06:48: dazu und das kriegen wir hier ja präsentiert.

00:06:50: Deswegen ist das halt einer meiner, ich würde jetzt nicht sagen Lieblingsfilme,

00:06:54: aber schon einer der Filme, die ich zu Weihnachten gerne gucke.

00:06:57: Bist du so der Happy End Mensch grundsätzlich? Ja, an Weihnachten kann das ruhig

00:07:01: sein. Also es muss nicht unbedingt immer ein Happy End sein,

00:07:03: aber an Weihnachten darf das schon sein.

00:07:05: Und man muss aber auch sagen, also wir sind da mit der Meinung auch tatsächlich

00:07:09: nicht so ganz alleine, weil die Zuschauer und Kritiker sind da halt ein bisschen

00:07:13: gespalten, was vielleicht einfach auch an der langen Historie der Story einfach liegt.

00:07:18: Denn das erste Mal wurde das Kinderbuch 1966 als Zeichentrickfilm produziert, damals von Chuck Jones.

00:07:25: Der hatte eine Laufzeit von 26 Minuten und hat halt tatsächlich drei Jahrzehnte

00:07:31: lang die Weihnachtszeit einfach dominiert.

00:07:34: Also das ist halt einfach ein großer Klassiker gewesen und als dann Ron Howard

00:07:38: 2000 sich quasi angemaßt hat, diesen Film jetzt nochmal in einer Realverfilmung darzustellen,

00:07:46: hat das eben nicht nur auf Gegenliebe tatsächlich getroffen,

00:07:50: denn manche Kritiker sagen halt, das Ergebnis wäre zu kommerziell und nicht kreativ oder so.

00:07:56: Also es ist irgendwie, ja, ein bisschen gemischt quadratisch.

00:08:00: Und obwohl der Film tatsächlich 2001 auch einen Oscar bekommen hat für das beste

00:08:04: Make-up, es gab dann auch noch Nominierungen für bestes Szenenbild und Kostümdesign,

00:08:10: hat der Film gleichzeitig aber auch drei Nominierungen für die Goldene Himbeere

00:08:14: bekommen, nämlich für die schlechteste Neuverfilmung oder Fortsetzung und schlechtestes Drehbuch.

00:08:18: Also da merkt man so ein bisschen auch den Zwiespalt bei den Kritikern.

00:08:24: Das stimmt. Wo sich aber alle Kritiker einig sind, ist, dass Jim Carrey und

00:08:29: Taylor Momsen eben in ihren Rollen als der Grinch und Cindy Lou Who einen fantastischen

00:08:34: Job gemacht haben bei all der anderen Kritik.

00:08:36: Das Lexikon des internationalen Films hat dem Ganzen noch eine Krone aufgesetzt

00:08:40: in Bezug auf kommerziell statt kreativ und künstlerisch.

00:08:43: Die haben nämlich gesagt, es ist ein Film, der mit einem immensen Budget auf

00:08:48: der Suche nach Bedeutung von Weihnachten eine Wüstemischung aus Kitsch und Galle anrichtet.

00:08:52: Also Kitsch, ja, definitiv, man möge nur nochmal das eben erwähnte Dorf sich

00:08:59: in Erinnerung rufen, aber Galle hat er jetzt bei mir nicht angerichtet.

00:09:02: Wie war es bei dir? Nein, überhaupt nicht.

00:09:05: Es ist aber auch vielleicht, weil ich ein Kind der Zeit bin.

00:09:08: Also 2000 war ich tatsächlich 21 und das hat für mich genau in meinen Humor reingepasst.

00:09:15: Ja, ich merke dann tatsächlich immer, also entweder wie alt du bist oder wie jung ich bin.

00:09:22: Denn 2000 war ich gerade mal zwei. Also jetzt ist der Film 24 Jahre alt, ich bin 26.

00:09:28: Also es ist interessant, wie viele alte Klassiker sich bis heute tatsächlich

00:09:32: auch über Generationen hinweg dann gezogen haben.

00:09:35: Und tatsächlich auch immer noch. Ja, also man muss ja mal sagen,

00:09:41: es fällt denen da in Hollywood, fällt ja auch nichts mehr ein.

00:09:43: Also wir haben jetzt das dröfte Remake der Ghostbusters und Rocky kommt wieder und dies und das.

00:09:50: Furchtbar. Es ist so wirklich, wir befinden uns in einer filmischen Zeitschleife

00:09:55: und auch musikalischen Zeitschleife irgendwie, die immer wieder so an die Mitte der 90er zurückhüpft.

00:10:00: Und deswegen verstehe ich auch nicht, warum man 2018 den Film jetzt nochmal

00:10:05: neu drehen musste. Na klar, es gibt jetzt ganz viel tolles CGI.

00:10:09: Es ist vielleicht ein familienfreundlicherer Film, weil er halt eben nicht so

00:10:13: finster und so exzentrisch ist wie die Version von 2000.

00:10:17: Benedict Cumberbatch ist auch

00:10:19: tatsächlich mit beteiligt an der neuen Verfilmung, aber weiß ich nicht.

00:10:24: Also ob es das jetzt braucht, also es ist halt wieder Animation.

00:10:28: Also es ist jetzt keine Realverfilmung, was 2018 rauskam.

00:10:32: Und da ist es halt auch so, wo ich sage, bei Animation, das haben wir ja auch

00:10:36: im Kontext zu ganz vielen anderen Filmen schon gesagt, es ist schön,

00:10:41: dass man mit CGI und Animation alles tun kann, was einem halt einfach einfällt.

00:10:46: Und ich verstehe, dass dieser Animationsstil wie bei Illumination,

00:10:52: also Minions zum Beispiel, und ich einfach unverbesserlich natürlich ein großes Publikum anzieht.

00:10:56: Aber eine Realverfilmung ist halt trotzdem einfach eine Realverfilmung,

00:11:00: die halt mit Maske arbeiten muss.

00:11:02: Und da sind halt mehr praktische Effekte in der Version von 2000 drin.

00:11:06: Das stimmt. Deswegen bin ich übrigens auch kein Fan von diesem Animationsfilm.

00:11:09: Es gibt gute Animationsfilme, aber ich finde, das Verhältnis ist nicht mehr ausgewogen.

00:11:14: Also ich gucke lieber einen Film, der echt gedreht wurde, mit echten Menschen,

00:11:19: wo man sich mit der Maske sehr viel Mühe geben musste, weil sonst brauchen wir

00:11:22: diese Oscar-Kategorie nämlich auch nicht für das beste Make-up etc.

00:11:26: Weil wenn wir alles animieren, dann fällt diese gesamte Sparte weg.

00:11:29: Weil was willst du bewerten, wenn du nur noch Animationsfilme drehst?

00:11:33: Also das klingt jetzt ziemlich runtergebrochen und sehr polemisch von mir,

00:11:36: aber meine Meinung dazu.

00:11:38: Ja, am Ende ist es halt, wer hat die besten Prozessoren und Grafikkarten und

00:11:42: die besten Designer, die es halt schaffen, das Ganze irgendwie dann so animieren

00:11:47: zu können, damit es dann halt so ausschaut.

00:11:48: Und das soll jetzt gar nicht heißen, dass ich jetzt irgendwas gegen Animationsfilme

00:11:52: per se hätte. Also diese Sachen rund um Minions und ich einfach unverbesserlich

00:11:56: und so weiter, Monster AG und so, das ist alles cool und ich gucke es auch gerne.

00:12:01: Also wir haben jetzt letztens abends tatsächlich mal mehrere Minions-Filme weggebingt wieder.

00:12:05: Es ist cool, aber es ist halt einfach nicht das gleiche wie eine Realverfilmung. Das stimmt.

00:12:10: Bei all der Kritik an Animationsfilm gibt es aber auch einen großen wirtschaftlichen

00:12:14: Erfolg von dem Film, kann man so sagen.

00:12:16: Denn gedreht wurde er überwiegend in den Universal Studios in Utah und die Produktionskosten

00:12:21: betrugen geschätzt 123 Millionen Dollar seinerzeit.

00:12:25: Das war seinerzeit bestimmt auch schon ein Batzen Geld, so wie es heute auch

00:12:28: ist, aber nicht mehr vergleichbar mit dem Budget für heutige Filme.

00:12:30: Und alleine in den USA hat der Film 260 Millionen Dollar schätzungsweise an

00:12:35: den Kassen eingeholt und in England waren das 15,2 Millionen Pfund Sterling.

00:12:41: Was auch immer Pfund Sterling ist, am Ende umgerechnet, ich habe keine Ahnung.

00:12:44: Vielleicht hat ja irgendjemand von euch eine Ahnung und kann uns das ja einfach mal erzählen.

00:12:49: Also wirtschaftlich war der Film tatsächlich auch ein Erfolg.

00:12:53: Er hat die Produktionskosten mehr als verdoppelt.

00:12:57: Ja, das hat er definitiv und ich finde es tatsächlich super.

00:13:02: Auch was die Musik angeht, ist der Film wirklich gelungen.

00:13:06: Also auch da muss man sagen, merkt man vielleicht auch das Geld,

00:13:10: was da reingespielt hat, dann am Ende.

00:13:13: Das trägt natürlich dann auch die Musik viel einfach dazu bei.

00:13:17: Und ja, ich lese gerade, dass tatsächlich Faith Hill in dem Musikvideo tatsächlich

00:13:21: auch vorkommt. Da gibt es auch einen Cameo-Auftritt scheinbar.

00:13:24: Und ja, natürlich kann man dann ganz gut machen und macht halt auch entsprechend

00:13:28: einfach Spaß, sich das mal anzuschauen. Definitiv.

00:13:31: Eine Sache möchte ich noch erwähnen, bevor wir zu dem anderen Film kommen.

00:13:34: Wer den Film in der englischen Originalfassung sieht, der wird sich vielleicht beim Sprecher wundern.

00:13:39: Denn die Geschichte wird ja von einem Allwissenden aus dem Hintergrund erzählt.

00:13:44: Und in der englischen Originalfassung war es Anthony Hopkins,

00:13:47: der den Sprecher gemimt hat, der uns also die Geschichte erzählt, die wir zu sehen haben.

00:13:53: Wusste ich auch nicht, habe ich im Vorfeld der Recherche tatsächlich dann auch,

00:13:57: erlesen und so erfahren.

00:13:59: Sind wir mal ehrlich, wie viele Filme gucken wir denn tatsächlich auch auf Englisch?

00:14:04: Ja, immer mehr tatsächlich. Immer mehr, genau, immer mehr, aber einige dann eben auch nicht.

00:14:09: Und das sind dann eben so schöne Sachen, die gehen dann in der deutschen Synchro tatsächlich unter.

00:14:13: Da ist es dann ein Anführungszeichen und das ist bitte nicht böse gemeint gegen

00:14:17: alle Synchronsprecher, es ist nur eine deutsche Synchronstimme,

00:14:21: die dann eben über den Film gelegt wird. Das stimmt, ja.

00:14:25: Gut, also Grinch, wie gesagt, guckt euch den gerne an, wenn ihr Kinder habt,

00:14:30: ist definitiv ein sehr lustiger Film.

00:14:33: Und dann würde ich mal vorschlagen, wir kommen zum zweiten Film,

00:14:37: der ja irgendwie dann doch wieder eine Serie ist. Also da kann man jetzt so

00:14:40: ein bisschen drüber streiten.

00:14:41: Ich weiß nicht, ab wann man Serie sagt oder ab wann es ein Film ist.

00:14:46: Die Story von über Weihnachten wird als kurze Dreiteiler-Serie auf Netflix gezeigt.

00:14:53: Und erzählt die Geschichte von jemandem, der über Weihnachten quasi nach Hause kommt.

00:15:01: Es geht um Basti und Basti ist ein Musiker mit, würde ich sagen,

00:15:05: mäßigem Erfolg, der in der Großstadt versucht, es einfach zu schaffen.

00:15:10: Und über Weihnachten fährt er halt zu seiner Familie in die Eifel,

00:15:13: um dann dort mit denen Weihnachten zu feiern und alte Freunde wiederzusehen.

00:15:18: Da erwartet ihn aber dann nicht nur ein gemütliches Weihnachtsfest,

00:15:21: sondern seine Eltern haben schlechte Neuigkeiten für ihn, während sein Bruder,

00:15:26: der mittlerweile mit Bastis Ex-Freundin fine liiert ist, ziemlich einen Ärger

00:15:30: verursacht, was dann auch zu vielem Streit führt.

00:15:33: Und auch seine Kumpels, die er anders im Hinterkopf gehabt hat,

00:15:37: während er in der Großstadt war, die haben sich auch verändert.

00:15:39: Die haben halt Erfolg, die sind halt nicht auf der Stelle geblieben mit ihrem

00:15:44: Versuch, irgendwas zu reißen, sondern die haben halt es vielleicht geschafft

00:15:49: oder vielleicht ist es manchmal auch einfach bloß Kulisse, die nach vorne rausgespielt wird.

00:15:53: Und ja, der Film pendelt so ein bisschen zwischen dem typischen verschlafenen

00:15:58: Kleindorf in der Eifel, einer Kneipe und dem Wohnzimmer seiner Eltern.

00:16:02: Und es klingt jetzt vielleicht gar nicht so spannend, aber es ist definitiv

00:16:07: sehr sehenswert, was wahrscheinlich vor allem daran spielt, dass Basti von Luke

00:16:12: Mockridge gespielt wird.

00:16:13: Und das Schöne ist, die Story basiert komplett auf einem Buch,

00:16:18: nämlich dem Buch 7 Kilo in 3 Tagen von Christian Huber.

00:16:22: Und das, da sind wir wieder bei Dinge, die rund um Alex Heimatort passieren,

00:16:27: keine 20 Minuten von hier tatsächlich spielt im Buch.

00:16:30: Denn der Christian Huber, der ist aus Schwandorf, da bin ich tatsächlich in

00:16:34: 20 Minuten hingefahren.

00:16:35: Und die Story, die er damals geschrieben hat, spielt halt auch in Bayern und

00:16:39: nicht in der Eifel. Also Netflix hat sich halt erlaubt, das Ganze in einen anderen

00:16:42: Teil von Deutschland zu verlegen.

00:16:45: Und schon allein deswegen musste ich es mir tatsächlich in dieser Dramedy-Miniserie

00:16:49: einfach angucken, weil ich zum einen das Buch gelesen habe, zum anderen ich

00:16:54: aber auch Christian Huber aus dem Podcast Gefühlte Fakten, den er zusammen mit

00:16:57: Tarkan Bakhtschi jede Woche höre.

00:16:59: Und ich finde es halt cool, weil er halt als der Bayer in dem Duo,

00:17:03: so ähnlich wie bei uns tatsächlich, Also wobei ich ja kein echter Bayer bin,

00:17:06: aber halt da auch immer wieder mal so ein bisschen diesen typischen Oberpfalz-Vibe

00:17:10: in die Serie reinbringt.

00:17:11: Also du bist natürlich ein Bayer, weil du hast damals in der Vorstellungsfolge

00:17:15: gesagt, dass du deine Wahlheimat in Bayern gefunden hast. Also identifizierst du dich als Bayer.

00:17:20: Man darf sich ja heute als alles Mögliche identifizieren. So?

00:17:24: Du bist denn jetzt Trans-Bayer? Hör auf, du ey.

00:17:32: Also ich bin ehrlich, ich habe diese Miniserie oder diesen Film,

00:17:36: also von der Länge her kann es auch ein Blockbuster sein, habe ich damals nach

00:17:40: Erscheinen geguckt, ich habe es aber dann auch seit vier Jahren nicht mehr geguckt,

00:17:43: also 2020 kam es ja glaube ich raus.

00:17:46: Wenn ich richtig informiert bin. Und ich bin noch ehrlich, ich war nie ein großer

00:17:50: Fan von Luke Mockridge, aber diese Serie, die hat mir tatsächlich gefallen,

00:17:55: auch wenn sie sich natürlich wieder vieler Klischees bedient.

00:17:58: Schade ist natürlich, wenn man dann aus Bayern den Spielort in die Eifel verlegt,

00:18:03: aber ich denke, das wird der ein oder andere tatsächlich verkraften können.

00:18:07: Was ich sehr spannend fand, war die Tatsache, dass man für den Film 250 Komparsen

00:18:14: oder für die Serie 250 Komparsen verpflichtet hat,

00:18:18: die dann unter anderem in der Altstadt vom Drehort in der Eifel eben dann auch

00:18:23: mitspielen und mitwirken, um dann eben dieses Set noch größer,

00:18:26: noch dynamischer wirken zu lassen.

00:18:27: Auch das kommt ja leider immer seltener vor, dass man große Anzahlen von Komparsen benötigt.

00:18:33: Ich habe damals mal gelesen für den Film Monuments Man, da wurden im Harz hunderte

00:18:37: Komparsen gesucht, aber das ist auch schon sehr lange her. Der Regisseur ist

00:18:42: übrigens auch kein Unbekannter im Weihnachtsgenre, sag ich mal.

00:18:46: Tobi Baumann hat das nämlich gemacht und der hat 2008 bereits die zweiteilige

00:18:51: Weihnachtsfernsehkomödie Zwei Weihnachtsmänner für Sat.1 inszeniert.

00:18:56: Und Dennis Icke und Tanja Bubbel, die schrieben die Drehbücher zur Serie,

00:19:00: was dann hier den Kreis auch wieder zu dieser Serie über Weihnachten schließt.

00:19:04: Hier war dasselbe Team wieder am Werk wie 2008 schon für Sat.1.

00:19:09: Ja, wenn was gut funktioniert, warum

00:19:11: nicht? Genau, Never Change a Running System, du kennst das aus der IT.

00:19:15: Und hier hat es dann tatsächlich offensichtlich auch geklappt,

00:19:19: weil die Serie an sich, die kam ja gut an bei den Leuten.

00:19:22: Also da war jetzt ja nicht wirklich viel bei, was dann auch an negativer Kritik

00:19:26: kam. Das kam dann erst später, als man dann Luke Mockridge gecancelt hat.

00:19:30: Ja, gut, das kann immer wieder mal passieren.

00:19:33: Also es tut aber jetzt der Miniserie oder dem Film halt auch keinen Abbruch.

00:19:37: Also tatsächlich, von dem her habe ich da auch keinen Schmerz damit,

00:19:41: das trotzdem zu empfehlen.

00:19:42: Nee, ich auch nicht. Also was mir tatsächlich gefallen hat, dass der Spiegel

00:19:46: sogar positive Worte für diese Serie gefunden hat.

00:19:49: Denn der Spiegel-Redakteur Carsten Heidböhmer, der befand, dass die Serie auch

00:19:53: perfekt für Weihnachtsmuffel geeignet sei und fast alles zeige,

00:19:56: was das Weihnachtsfest in vielen Familien ausmacht.

00:19:58: Also der klassische Baumkopf auf den letzten Drücker, der hektische Kirchgang.

00:20:03: Weil man ja Angst hat, dass man vielleicht zu spät zum Krippenspiel kommt.

00:20:07: Und was kommt bei euch, liebe Hörer, Weihnachten auf den Tisch und was kommt

00:20:11: bei dir Weihnachten auf den Tisch, Alex? Würstchen und Kartoffelsalat, oder? Ja, natürlich.

00:20:15: Das muss sein. Ja, natürlich. Und auch diese Tradition wird in dieser Serie,

00:20:19: in diesem Film gut rübergebracht und das vermittelt dann laut dem Spiegel-Redakteur

00:20:24: eben auch den Ausländern ein typisches Bild davon,

00:20:27: wie Weihnachten in Deutschland funktioniert. Denn bestimmt.

00:20:31: Gibt es den einen oder anderen, der unseren Brauch ein bisschen komisch findet.

00:20:34: Also ich meine, in Amerika essen die ihren Truthahn an Weihnachten und packen am 25.

00:20:39: Die Geschenke aus. Und wir machen das alles am 24., am Abend des 24.

00:20:43: Und essen so richtig dick und fallen es so richtig dick am 1. und 2.

00:20:46: Weihnachten. Ja, aber Muttern hat doch das ganze Jahr schon geärgert für uns.

00:20:49: Dann gibt es halt Würstchen und Kartoffelsalat an Weihnachten.

00:20:51: Dann darf Mutter einen Tag im Jahr auch mal nicht arbeiten.

00:20:55: Richtig, und das ist doch absolut schön. Also seitdem ich ein kleiner Bub bin,

00:20:59: gab es immer Kartoffelsalat Kartoffelsalat und Würstchen an Weihnachten und das ist toll.

00:21:03: Meine Mutter stellt sich dann immer ein Abendfeuer hin und dann macht sie einen

00:21:06: hausgemachten Kartoffelsalat nach Hausrezept, nach Familienrezept und der schmeckt einfach super.

00:21:11: Also da kannst du dich reinlegen, da machst du nichts falsch mit.

00:21:14: Und ja, da freut man sich dann irgendwo auch immer im Laufe des Jahres immer massiv drauf.

00:21:19: Man kann sich es definitiv ganz gut angucken, passt auch einfach ins Thema rein

00:21:23: und auch schön einfach aufgegriffen, wie einfach diese fast schon klassentreffenartigen

00:21:29: dann Schwanzvergleiche dann auch in der Kneipe stattfinden,

00:21:33: wer es halt jetzt alles angeblich geschafft hat und wie erfolgreich man halt ist und so weiter.

00:21:37: Und ich kenne das selber von Klassentreffen oder auch wenn man an Silvester

00:21:41: auf einmal Leute wieder trifft irgendwo, die man jetzt schon 20 Jahre nicht gesehen hat.

00:21:46: Jeder versucht sich halt einfach als der Beste und der Erfolgreichste einfach dann zu verkaufen.

00:21:51: Wenn man dann aber ein bisschen genauer mal hinterfragt, kommt halt ganz oft

00:21:54: einfach raus, dass das halt einfach nicht stimmt.

00:21:57: Nur heiße Luft ist. Ja, genau. Und von dem her passt das ganz gut.

00:22:01: Es ist halt wirklich, wie du vorhin richtig sagtest, ein Film,

00:22:04: der die deutsche Seele halt anspricht, weil man sich halt an vielen Stellen

00:22:07: einfach selber wiederfindet aus seinem eigenen Umfeld und aus den eigenen Erfahrungen.

00:22:12: Und ich nehme an, im Ausland wird der Film wahrscheinlich gar nicht so ein Hit sein.

00:22:16: Ich weiß nicht mal, ob der überhaupt in einer anderen Sprache synchronisiert

00:22:19: worden ist, ehrlich gesagt.

00:22:21: Das weiß ich auch nicht. Das habe ich auch nicht herausfinden können.

00:22:25: Aber ich kann ja mal schnell gucken. Ach so.

00:22:28: Ich könnte jetzt tatsächlich mal schnell gucken bei Netflix,

00:22:31: ob dieser Film in einer anderen Sprache zur Verfügung steht.

00:22:35: Das interessiert mich jetzt, weil vielleicht muss ich den ja doch mal auf Englisch

00:22:37: gucken. Das wäre ja mal was.

00:22:39: Super, dann überbrücke ich einfach, wenn du das herausfindest,

00:22:42: mit der nächsten Kritik vom GQ-Magazin.

00:22:44: Felix Rehk hat nämlich gesagt, er fühlt sich beim Schauen der Serie über Weihnachten

00:22:48: an die Join-Comedy-Serie Check-Check erinnert. in der Serie ginge es vor allem

00:22:51: darum, dieses sehr differenzierte Gefühl von Heimat einzufangen.

00:22:55: Menschen zwischen 25 und 40 Jahren würden sich darin schnell wiedererkennen.

00:22:59: Zusammenfassend schrieb er, dass über Weihnachten witzig, clever,

00:23:02: ein wenig kitschig und ganz schön sentimental sei.

00:23:05: Die deutsche Presseagentur hat sich da irgendwie so ein bisschen mit angeschlossen

00:23:08: und sprach sogar vom Festtagskitsch in der Eifel.

00:23:12: Alle sind sich aber einig, die ganze Palette an Freundschaft,

00:23:15: Familie, Humor, Kitsch und Drama wurde hier gut aufgefangen,

00:23:19: gut aufgenommen und gut transportiert.

00:23:21: Hast du was daraus hin? Ja, Netflix streikt gerade so ein bisschen,

00:23:25: aber nein, es scheint es nicht in anderen Sprachen zu geben.

00:23:27: Dann ist es zur Ausnahme mal eine wirklich reine deutsche Serie,

00:23:31: eine reine deutsche Produktion.

00:23:32: Hervorragend, ist doch schön, dann haben wir was für uns. Genau.

00:23:37: Ja, und wie gesagt, auch wer gerne liest und wer das Setting lieber in Bayern

00:23:41: haben möchte, der möge sich halt einfach den Roman 7 Kilo in 3 Tagen von Christian Huber kaufen.

00:23:46: Ist im Rowold Verlag erschienen Und ja, ich fand das Buch super und ich mag

00:23:52: halt, wie gesagt, Christian Huber auch sehr gerne.

00:23:54: Ich habe den auch schon mal live gesehen, als gefühlte Fakten auf Tour war.

00:23:57: Ich mag halt diesen typisch bayerischen Grantler-Humor einfach,

00:24:01: den er halt auch immer wieder mitbringt, der sich dann eben auch in der Verfilmung

00:24:05: des Buches einfach widerspiegelt.

00:24:08: Ja, und da haben die ja praktisch tatsächlich Glück gehabt, weil die sind gerade

00:24:12: noch fertig geworden mit dem Dreh.

00:24:13: Denn kurz bevor der erste Lockdown gewesen ist, haben sie es tatsächlich dann alles durchgehabt.

00:24:19: Weil sonst wäre das wahrscheinlich wesentlich später alles erst erschienen.

00:24:23: Das stimmt. Und da wären wir dann auch wieder bei dem Thema,

00:24:26: was uns hier in dem letzten Jahr oft passiert ist.

00:24:29: Gerade so Serien, die 2019, 2020 gedreht worden sind, haben dann alle irgendwo

00:24:33: ihre Arbeit niederlegen müssen wegen der Covid-19-Pandemie.

00:24:37: Ja, und deswegen kam halt auch relativ wenig Nachschub in den letzten Jahren

00:24:40: ins Kino, weil halt nicht gedreht werden konnte.

00:24:43: Und auch an der Stelle vielleicht noch ein interessanter Fakt am Rande.

00:24:46: Der komplette Schnitt von diesem Film oder von dieser Miniserie ist im Homeoffice

00:24:52: vom Editor Stefan Rocker erfolgt.

00:24:54: Das heißt, der durfte halt nicht in sein Studio gehen, um das da zu schneiden,

00:24:58: sondern der hat diesen kompletten Film zu Hause geschnitten,

00:25:00: was schon auch beachtlich ist.

00:25:03: Natürlich, das ist eine beachtenswerte Leistung, zumal man das sonst nur von

00:25:07: YouTubern hört, dass sie zu Hause schneiden. Ja, ich zum Beispiel, ja.

00:25:11: Du zum Beispiel, genau. Also in diesem Sinne, wir ziehen mal den Hut vor dem Cutter.

00:25:16: Das ist nämlich auch keine leichte Aufgabe. Du brauchst Ruhe,

00:25:19: du brauchst die Zeit. Und ja, ich glaube nicht, dass man die Ruhe im Homeoffice immer findet.

00:25:23: Ja, ich weiß jetzt nicht, ob der alleine wohnt, aber tatsächlich kann ich es

00:25:27: mir jetzt auch vorstellen, dass das einfach ganz andere Bedingungen sind als

00:25:31: so ein richtiges Studio.

00:25:32: Ich meine, man kann das Equipment mitnehmen, aber ich gehe davon aus,

00:25:36: dass der jetzt das Ganze nicht mit einem MacBook und DaVinci nur geschnitten

00:25:39: hat, ohne irgendwelches zusätzliches Equipment, weil es gibt ja doch diverse Sachen,

00:25:44: die man da mitbenutzen kann, um den Schnitt halt schöner zu gestalten,

00:25:47: so wie ich auch für meine ganzen Sachen halt ein Stream Deck und solche Dinge

00:25:50: benutze und auch ein Teleprompter.

00:25:51: Und ich nehme an, dass das trotz allem dann nicht das Gleiche gewesen ist,

00:25:56: wenn man das dann im Homeoffice macht. Das stimmt wohl, da schließe ich mich an.

00:26:01: Gut, was haben wir denn an Kritik noch? Ich gucke gerade mal da,

00:26:06: was hier so, also richtig gefeiert ist er ja dann nicht gewesen.

00:26:12: Nee, aber Annika Spohn vom Musikexpress, die hat mal nicht so gute Worte gefunden.

00:26:17: Also die schließt sich nicht dem Spielredakteur an und auch nicht dem GQ-Magazin.

00:26:21: Ja, die sagt, dass das Ganze, die Dialoge wirken irgendwie in besonders emotionalen

00:26:26: Momenten holprig und erzwungen.

00:26:28: Und ja, sie findet aber die Besetzung dann an der Stelle ganz gut.

00:26:33: Andere, wie eine Filmkritikerin Katrin Häger, bezeichnet über Weihnachten als

00:26:38: eher beschwingliche bis leichtfüßige Comedy-Adaption, die beschauliche,

00:26:42: heitere Töne anschlägt, ohne auf die dramatischen Ereignisse zu sehr einzugehen.

00:26:47: Also ja, kann man so sehen. Ausgewogen. Wie gesagt, ich finde es gut.

00:26:50: Mir hat es damals auch gefallen. Das kann man sich angucken.

00:26:54: Das ist auch eine Empfehlung, die ich mittragen würde hier für euch.

00:26:57: Also wenn ihr jetzt am Wochenende nichts vorhabt, dann schaut euch das zumindest

00:27:00: an, es schnell geschaut oder auch an einem Abend unter der Woche. Genau.

00:27:02: Was man vielleicht noch erwähnen sollte, dass die Musik zu dieser Produktion

00:27:08: sehr viele Titel beinhaltet, die Luke Mockridge selber gespielt und gesungen hat.

00:27:14: Also der macht ja auch Musik, der ist ja nicht nur Stand-Upper und ja gut,

00:27:18: das ist natürlich praktisch, wenn man dann sein eigenes Material dann da direkt

00:27:21: mit vermarkten kann, dann hat man da zumindest auch schon mal kein Problem.

00:27:25: Vielleicht war es aber auch Vertragsbedingungen, dass er gesagt hat,

00:27:27: wenn ich hier für euch den Basti spielen soll, dann müsste er auch meine Musik benutzen.

00:27:31: Zumal er ja sowieso die Rolle eines Musikers in der Serie einnimmt.

00:27:35: Insofern ist das irgendwie naheliegend. Da hat man dann Zweifeligen mit einer

00:27:39: Klappe geschlagen und Netflix konnte ein bisschen mehr Geld dann für den Dreh

00:27:42: aufwenden und musste jetzt nicht noch einen Musiker, einen Komponisten beschaffen,

00:27:46: der dann die Arbeit erledigt. Ja, ganz genau.

00:27:50: Ja gut, ich glaube, dann hätten wir unsere Nikolaus-Folge tatsächlich schon

00:27:55: wieder zu Ende gebracht.

00:27:58: Genau. Ich hoffe oder wir hoffen, ihr konntet was mitnehmen.

00:28:01: An Empfehlungen und packt ja vielleicht das eine oder andere auch auf eurer

00:28:05: eigene Playlist jetzt in der Weihnachtszeit.

00:28:08: Und dann hören wir uns tatsächlich dieses Jahr nur noch ein einziges Mal,

00:28:11: nämlich dann zu Folge 30, die am 20.12.

00:28:17: Kommt, vier Tage vor Weihnachten. 20.12.

00:28:20: Ist das letzte Mal, wo ihr uns dieses Jahr dann hören könnt.

00:28:23: Und da werden wir mal ein bisschen reflektierter werden und mal ein wenig drüber

00:28:28: sprechen, wie wir uns denn so,

00:28:30: entwickelt haben, was den Hörerinnen und Hörer auch uns somit auf den Weg gegeben

00:28:34: haben im Laufe der mittlerweile zwei Jahre, wo wir den ganzen Spaß machen.

00:28:38: Oder? Zwei? Nein, eins? Hä?

00:28:40: Wann haben wir angefangen? Wir haben das Einjährige jetzt gehabt.

00:28:43: Jetzt im November hatten wir das Einjährige. Ja, stimmt, stimmt,

00:28:45: stimmt. Okay, ja, dann das eine Jahr.

00:28:49: Genau. Und ja, werden wir mal ein bisschen reflektieren und dann würde ich mich

00:28:55: sehr freuen, wenn ihr auch dann da wieder bei uns einschaltet.

00:28:58: Definitiv. Vorher nicht vergessen hier, Alex, bevor der Nikolaus sich jetzt

00:29:02: wieder für ein Jahr schlafen legt.

00:29:03: Unbedingt auf LinkedIn, Facebook, Instagram einfach mal folgen.

00:29:07: Uns folgen. Gerne eine Bewertung dalassen bei Spotify oder Apple Podcast. Das geht ganz einfach.

00:29:12: Ihr klickt einfach auf Bewertung abgeben. Vier oder fünf Sterne oder wie viel

00:29:16: ihr uns halt auch geben wollt. Teilt unseren Podcast.

00:29:19: Und wenn ihr auch mal eure Stimme hier hören wollt, nutzt gerne mal den Speakpipe-Link

00:29:24: und hinterlasst uns einfach mal eine Sprachnachricht. Das Prozedere kennt ihr

00:29:28: aus den anderen Folgen. Wir haben es lang und breit erklärt.

00:29:30: Trotzdem machen wir das jede Woche erneut oder in jeder Folge erneut,

00:29:33: weil wir einfach dranbleiben wollen.

00:29:35: Wir wollen euch aus der Reserve locken, damit ihr eure Stimmen auch mal präsentiert.

00:29:40: Von Nikolaus soll es das gewesen sein. Und dann übernimmt Pascal an dieser Stelle wieder in 14 Tagen.

00:29:47: Alles klar. Bis dann. Tschüss.

00:29:50: Music.

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