034: Der Schacht und Silo

Shownotes

In dieser Episode sprechen wir über dystopische filmische und serielle Werke und haben uns zwei besonders eindrucksvolle Titel ausgesucht. Zuerst tauchen wir in den Film „Der Schacht“ ein, der 2020 auf Netflix erschien und in einer dystopischen Zukunft spielt, in der die Häftlinge in einem vertikalen Gefängnis leben. Hierbei behandelt der Film die brutalen Bedingungen, unter denen die Insassen um ihr Überleben kämpfen müssen. Wir analysieren die Dicke der sozialen Metaphern, die im Narrativ verwoben sind, und wie diese ein Spiegelbild unserer eigenen Gesellschaft darstellen. Durch die prismatische Sicht auf Privilegien und gesellschaftliche Klassen wird der Film zu einer eindringlichen Erzählung darüber, wie Menschen in Extremsituationen handeln.

Anschließend verlagern wir unseren Fokus auf die Serie „Silo“, die 2023 Premierengelassen wurde. Basierend auf einer Romanreihe folgt die Handlung einer Gruppe von Überlebenden, die in einem unterirdischen Bunker leben, nachdem die Welt durch eine Katastrophe verwüstet wurde. Im Silo gibt es strenge Regeln, um die Ressourcen zu kontrollieren, und die Menschen werden schnell mit den Herausforderungen konfrontiert, die ein solches Leben in Isolation mit sich bringt. Die Protagonistin wird in einen Konflikt verwickelt, der die Geheimnisse der Eingegrenztheit und die drängenden Fragen nach der Freiheit und dem Leben außerhalb des Silos aufwirft.

Wir beleuchten auch die schockierenden visuell dargestellten Themen in beiden Werken – angefangen bei den moralischen Dilemmata, die „Der Schacht“ aufzeigt, bis hin zu den gesellschaftlichen Spannungen in „Silo“. Jedes Werk steht nicht nur für sich, sondern auch im Kontext aktueller gesellschaftlicher Fragestellungen und Regulierungen. Indem wir die grundlegenden Charakterentwicklungen analysieren und die Techniken hinter der filmischen Umsetzung diskutieren, bieten wir tiefere Einblicke in deren narrativen Strukturen und die Botschaften, die sie vermitteln.

Am Ende ziehen wir Parallelen zwischen den beiden Werken und thematisieren, wie die verschiedenen Ansätze der Regisseure und Drehbuchautoren dazu beitragen, unsere Sicht auf dystopische Szenarien zu formen und Kritik an sozialen Systemen zu üben. Die Dystopie erweist sich als vielseitiges Genre, das die Herausforderungen unserer Zeit beleuchtet und uns zum Nachdenken anregt.

Shownotes:

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Speaker1: Mit Silo und der Schacht haben wir heute in Folge 34 wieder ein paar düstere

Speaker1: Film- und Serienempfehlungen für euch mit dem Schlepptau und damit ein großes Hallo.

Music:

Speaker0: Bildschirm Badis Der Film- und Serien-Podcast mit Pascal Wichmann und Alexander Kais Musik.

Music:

Speaker0: Ja.

Speaker1: Und damit einen guten Morgen an euch oder einen guten Tag, wann auch immer ihr uns hört.

Speaker1: Und natürlich auch, hallo Alex, schön, dass es bei dir wieder mal geklappt hat

Speaker1: und wir wieder hier sitzen und die 34. Folge aufnehmen.

Speaker0: Ja, hi Pascal. Ja, ich hatte überlegt, ob wir überhaupt noch normale Folgen

Speaker0: machen können, nachdem die vorherige Folge mit den Aliens und dem Joshua zu

Speaker0: Gast doch durchaus gut eingeschlagen hat bei unserem Publikum.

Speaker0: Das legt die Messlatte leider ziemlich hoch und ich bin mal gespannt,

Speaker0: wie das weitergeht mit uns.

Speaker1: Ja, auf jeden Fall. Deswegen sollten wir solche Specials, wenn wir sie machen,

Speaker1: dann wahrscheinlich nur wohldosiert und sehr selten tun, damit sich die Leute

Speaker1: gar nicht erst an ein sehr hohes Level gewöhnen, wie jetzt in der letzten Folge zum Beispiel.

Speaker1: Ja, ich fand die Folge auch toll und ihr ja auch, unsere Hörer.

Speaker1: Das hat ja die Statistik, die Auswertung gezeigt.

Speaker0: Du meinst, wir sollen den Elon Musk machen. Wir versprechen immer Features und

Speaker0: schieben sie Jahr für Jahr vor uns her.

Speaker1: Genau, aber das scheint bei ihm ja zu klappen. Seine Anhänger,

Speaker1: die treuen Anhänger bleiben ja trotzdem bei ihm.

Speaker1: Vielleicht funktioniert die Taktik auch bei uns.

Speaker0: Ja, nachdem wir beide ja auch so ein bisschen Apple-Jünger sind,

Speaker0: kann man es verstehen, dass sich irgendwie ein Kult um etwas bilden kann.

Speaker1: Definitiv.

Speaker0: Wobei der bei Apple wenigstens ja noch einigermaßen gerechtfertigt ist, muss man sagen.

Speaker1: Das stimmt, das höre ich natürlich auch sehr gerne.

Speaker0: Ja.

Speaker0: Ja, Silo und der Schacht, das ist ja quasi ein Jahr, nee, zwei Jahre später

Speaker0: sogar, weil im Februar 23 sprachen wir auch schon mal über dystopische Szenarien in Folge 7.

Speaker0: Ja, scheinbar ist der Februar dafür gut geeignet, weil es ja draußen meistens

Speaker0: auch irgendwie nicht so schön und dann kann man schon mal auch düstere Gedanken

Speaker0: bekommen und sich dann noch mehr in das Loch ziehen lassen, wenn man solche

Speaker0: Sachen guckt, die wir heute hier besprechen.

Speaker1: Wir wollen natürlich nicht mit euch in irgendwelche Löcher abtauchen,

Speaker1: aber du sagst es, eigentlich ist das schon eine gute Andeutung gewesen auf das,

Speaker1: was wir heute besprechen.

Speaker1: Denn nehmen wir mal an, wir leben in einer Endzeit und plötzlich hunderte Meter

Speaker1: unter der Erde und darum geht es tatsächlich in beiden Filmen und Serien,

Speaker1: über die wir heute reden.

Speaker1: Und Alex, möchtest du vielleicht den Anfang machen, wo du gerade schon so schön

Speaker1: die Anleitung zum Apple Jünger gemacht hast? Möchtest du anfangen?

Speaker0: Ja, natürlich, das mache ich

Speaker0: sehr gerne. Der Film, den wir für euch heute dabei haben, ist Der Schacht.

Speaker0: Der Schacht erschien im März 20 auf Netflix und Teil 2 ist seit Oktober 2024

Speaker0: auch auf Netflix erschienen.

Speaker0: Ja, worum geht es da? Also ich habe den tatsächlich schon ein paar Mal von anderen

Speaker0: Podcasts in der Besprechung gehört und ich konnte es mir tatsächlich nie so

Speaker0: richtig vorstellen, was da das Szenario sein soll.

Speaker0: Man muss sich das wirklich mal angucken. Also kurz zusammengefasst,

Speaker0: wir haben eine dystopische Zukunft und ja, man kann,

Speaker0: wenn man was falsch gemacht hat, wenn man eine Straftat begangen hat oder wenn

Speaker0: man einfach einen Schulabschluss haben möchte, was irgendwie auch total freaky ist,

Speaker0: in einen Schacht gehen.

Speaker0: Das ist von der Verwaltung das vertikale Zentrum für Selbstverwaltung und das

Speaker0: ist ein Turm, in dem die Zellen, die jeweils von zwei Insassen bewohnt werden, übereinander liegen.

Speaker0: Okay, wir merken uns, es ist ein Turm, das Ding geht zum Stück nach oben,

Speaker0: geht aber auch ganz, ganz tief in die Erde und die Anzahl der Zellen,

Speaker0: die da so drin sind, das ist eigentlich gar nicht so richtig bekannt.

Speaker0: Irgendwann stellt sich raus, es sind 333 Etagen, die von oben nach unten halt

Speaker0: entsprechend durchnummeriert werden und Ebene 0 ist dann entsprechend der oberste

Speaker0: Bereich und ganz unten ist dann ein ganz finsterer Keller.

Speaker0: Die Insassen bekommen bei der Aufnahme einen neuen Namen und dürfen einen Gegenstand

Speaker0: mit hineinnehmen in den Raum, also egal was sie mitnehmen möchten.

Speaker0: Das kann ein Hund oder eine Katze sein, das kann aber auch ein Katana oder eine

Speaker0: Kettensäge sein, das ist völlig egal. und jede Zelle ist identisch aufgebaut

Speaker0: und sehr minimalistisch eingerichtet.

Speaker1: So.

Speaker0: Soviel erstmal zu dem Ding. Und dann gibt es noch eine Lampe oder zwei Lampen

Speaker0: in dem Raum, ein rotes und ein grünes Licht.

Speaker0: Und in der Mitte des Raums ist im Boden ein rechteckiges Loch.

Speaker0: Und da sehen wir dann auch quasi unseren Protagonisten des Films,

Speaker0: Goreng, der dort quasi sich einweisen lässt.

Speaker0: Und ja, dann ist es erstmal ein bisschen komisch.

Speaker0: Er versteht auch gar nicht so richtig, was darin abgeht. Und irgendwann wandert

Speaker0: dann so eine Plattform, so eine Art schwebender Tisch, der genau in dieses Viereck

Speaker0: da reinpasst im Boden, von oben nach unten und da ist dann Essen drauf.

Speaker0: Das Essen ist aber nicht frisch, sondern man sieht schon, dass die oberen Etagen

Speaker0: halt sich da schon dran bedient haben.

Speaker0: Ja, man hat dann quasi ein paar Minuten Zeit, um zu essen oder einen kurzen

Speaker0: Moment einfach Zeit, um zu essen und dann fährt das Ding einfach weiter nach

Speaker0: unten. Man darf von dem Essen, was man auf dem Tisch vor sich hatte, nichts behalten.

Speaker0: Man darf es also auch nicht bunkern im Zimmer, sondern man darf nur jetzt essen,

Speaker0: wenn es halt einfach Essen gibt.

Speaker0: Und ja, das wäre eigentlich schon skurril genug.

Speaker0: Aber man merkt dann auch relativ schnell,

Speaker0: dass die Insassen weiter oben teilweise auch das Ganze, die Lebensmittel halt

Speaker0: auch verunstalten, teilweise auch draufspucken, angegessenes Essen bleibt dann eben auf der Plattform.

Speaker0: Und ja, Goreng spürt dann oder bekommt dann halt schon mit, dass sich halt die

Speaker0: oberen Etagen den Bauch vollschlagen, während die tiefer gelegenen Ebenen nur

Speaker0: das bekommen, was halt übrig bleibt. und den mittleren Ebenen bleiben vielleicht

Speaker0: noch angeknabberte Reste.

Speaker0: Sehr tiefe Ebene bekommen nur noch Knochen oder leere Servierplatten.

Speaker0: Da bekommt man das erste Mal tatsächlich schon so ein bisschen den Twist von

Speaker0: dieser Sendung mit, dass man halt so dieses typische, die da oben und wir da

Speaker0: unten Setup hat und man merkt auch relativ schnell,

Speaker0: wie asozial die Leute sein können, wenn es halt tatsächlich ums Überleben geht

Speaker0: und man einfach eine höhere Position hat.

Speaker1: Das stimmt und das hast du wirklich gut vorgetragen jetzt gerade und hast den

Speaker1: Film im Grunde genommen auch schon an sich zusammengefasst,

Speaker1: denn die gesamte Spielzeit des Films ist es eben genau dieser Konflikt,

Speaker1: der aufgerissen wird, die da oben wie da unten.

Speaker1: Das sind übrigens auch die ersten Worte in dem Film, die überhaupt fallen.

Speaker1: Zitat, es gibt drei Arten von Leuten, die von oben, die von unten und die, die fallen.

Speaker1: Es ist eine Herleitung zur Gesellschaft und was mich an dem Film damals,

Speaker1: ich habe ihn gesehen in der Corona-Pandemie, im Lockdown,

Speaker1: was ich damals absolut abscheulich widerlich in dem Film fand,

Speaker1: war dann tatsächlich doch diese sehr plastische Darstellung von diesen,

Speaker1: ja, von diesen, ja, kann man sagen, das sind Gewaltexzesse an Lebensmitteln.

Speaker1: Lebensmitteln, wenn dann defikiert wird auf die Lebensmittel und so weiter.

Speaker1: Ja, ich glaube schon. Und das waren so Szenen, die mich wirklich so,

Speaker1: ich habe eine sehr, sehr hohe Hemmschwelle, was Ekel und so weiter angeht,

Speaker1: aber das war manchmal für mich ein bisschen zu drüber.

Speaker1: Nichtsdestotrotz fand ich das sehr gut auf den Punkt gebracht,

Speaker1: weil es eben ein gesellschaftliches Problem anspricht, was natürlich auch nie

Speaker1: weggeht. Also der Schuh ist immer ganz alt, der Trick ist auch immer ganz alt,

Speaker1: weil was bietet mehr Filmstoff als dieser Konflikt?

Speaker1: Die Privilegierten gegen die Niederprivilegierten sozusagen.

Speaker1: Was in dem Film als Konzept ganz gut gefallen hat oder mir gut gefallen hat,

Speaker1: war eben, dass regelmäßig dieses Narkosegas eingesetzt wird,

Speaker1: was dann dafür sorgt, wenn du

Speaker1: jetzt oben auf Ebene 2 bist, dann vielleicht doch mal ganz unten landest.

Speaker1: Damit wirklich jeder Insasse dann im Laufe des Films auch unweigerlich mal jede

Speaker1: Stufe, ja man kann ja sagen jede Stufe, einmal erlebt hat. Also das ist schon...

Speaker1: Schon gut gewesen. So rein vom Inhalt her wirkt der Film jetzt nicht so,

Speaker1: als müsste man den unbedingt zeigen oder die Story ist ziemlich schnell auserzählt.

Speaker1: Der Film lebt halt von seinen Bildern, aber jetzt nicht von der Story.

Speaker1: Das ist zumindest so mein Eindruck, was dann natürlich auch dazu geführt hat,

Speaker1: dass ich den zweiten Teil zum Beispiel gar nicht mehr gesehen habe.

Speaker1: Hast du den gesehen, Alex?

Speaker0: Ich habe angefangen, aber ich muss sagen, er hat mich irgendwie nicht mehr so

Speaker0: gefesselt, weil halt schon auch eigentlich klar war, wo es hingeht.

Speaker0: Also der Film, ich will jetzt nicht so viel spoilern, erzählt aber den,

Speaker0: also erstmal möchte quasi Goreng wissen, was ganz unten ist oder wie weit es

Speaker0: nach unten geht und dann weiß er, okay,

Speaker0: wie tief ist dieser Schacht und überlegt sich dann, wie könnte man jetzt denn

Speaker0: nach oben kommen, um quasi auszubrechen aus diesem System.

Speaker0: Und auch die Leute, die eben oben das tolle Essen zubereiten,

Speaker0: dann vielleicht sogar zur Rechenschaft zu ziehen.

Speaker0: Und das zieht sich im zweiten Teil halt weiter. Das hätte noch interessant sein

Speaker0: können, aber Teil zwei kommt nicht an den ersten ran.

Speaker1: Ja, und das habe ich eben auch ganz oft gehört. Was jetzt nicht dazu geführt

Speaker1: hat, dass ich mir den Film nicht angeguckt habe. Ich lasse mich nämlich ungern

Speaker1: nur von Kritiken leiten.

Speaker1: Aber ich fand einfach, dass der erste Teil in sich schon geschlossen war.

Speaker1: Und wenn ich das Gefühl habe, da ist ein Film in sich geschlossen handlungstechnisch,

Speaker1: dann verstehe ich nicht, warum man unbedingt noch einen Folgefilm machen muss,

Speaker1: noch einen Folgefilm machen muss.

Speaker1: Von daher habe ich aus den Gründen dann den zweiten Teil tatsächlich nicht gesehen.

Speaker0: Ja, ich möchte halt auch meine Fantasie gerne benutzen noch und nicht alles

Speaker0: komplett geliefert bekommen. Also das war halt das Schöne am Ende vom Teil 1.

Speaker0: Hast du dir halt dann ausmalen können, wie es möglicherweise weitergeht.

Speaker0: Und durch Teil 2 wird es halt dann in eine Form gepresst. Und das hätte man

Speaker0: sich tatsächlich vielleicht besser gespart, auch wenn es natürlich vielleicht

Speaker0: Fanservice sein soll oder so.

Speaker0: Ich weiß es nicht. Aber ja, grundsätzlich ist es ein sehr seltsamer Film.

Speaker0: Also ich habe auch lange überlegt, ob ich ihn mir anschauen möchte überhaupt.

Speaker0: Aber ich weiß nicht, es ist halt eine seltsame Dystopie, was aber vielleicht

Speaker0: auch deshalb für uns Westmenschen dazu führt, dass das seltsam ist,

Speaker0: weil wir das halt auch nicht kennen,

Speaker0: dieses gesellschaftliche System, wie es halt eben in Korea oder allgemein in

Speaker0: Asien oft der Fall ist, dieses in verschiedenen Schichten der Gesellschaft oder

Speaker0: in Kasten sogar vielleicht zu leben.

Speaker0: Auch dass Leute freiwillig sich in dieses Gefängnis begeben,

Speaker0: um danach einen guten Schulabschluss zu haben und dabei aber mit Mördern in

Speaker0: einen Raum geworfen werden.

Speaker0: Das sind halt so Dinge, die halt für mich zumindest in meiner Perspektive eine

Speaker0: Art waren, die ich halt nicht kenne.

Speaker1: Ja, das stimmt. Zumal man solche Filme ja jetzt auch nicht so alltäglich präsentiert bekommt.

Speaker1: Ich meine, wenn man, das war jetzt ein spanischer Film, aber wenn man sich mal

Speaker1: einen Film über Gesellschaftskritik angucken möchte, dann kann man da durchaus

Speaker1: nach Korea gucken und sich mal den Film Parasite anschauen.

Speaker1: Also der beinhaltet dasselbe Thema, setzt es aber ganz anders und meiner Meinung nach viel besser um.

Speaker1: Ich glaube tatsächlich auch, und das klingt jetzt vielleicht auch für den einen

Speaker1: oder anderen Hörer vielleicht provokant, ich glaube, dass der Schacht damals

Speaker1: nur so ein durchschlagender Erfolg war.

Speaker1: Das sagen ja auch die Filmpreise, die er abgeräumt hat und die Nominierungen,

Speaker1: dass er den Nerv der Zeit getroffen hat, aber auch nur,

Speaker1: weil er während des Corona-Lockdowns, in der Corona-Pandemie erschienen ist

Speaker1: und die Menschen dadurch sowieso zu Hause mehr oder weniger gefesselt waren

Speaker1: und dann auch durch die globale Pandemie und durch die dunkle Jahreszeit,

Speaker1: wo der Film ja auch erschienen ist,

Speaker1: dann sowieso in einem etwas anderen psychologischen Zustand gewesen sind.

Speaker1: Also ich glaube, wenn so ein Film heute, fünf Jahre später erscheinen würde,

Speaker1: dann wäre der Erfolg wahrscheinlich auch nicht mehr der, der vor fünf Jahren war.

Speaker1: Das würde dann auch wieder dafür sprechen, dass der zweite Teil,

Speaker1: der eben letztes Jahr erschienen ist, eben so hart abgewatscht wurde von der Kritik.

Speaker0: Ja gut, inzwischen zeitlich kamen natürlich auch andere Formate.

Speaker0: Also dieses gerade rund aus der Korea-Filmindustrie bekannte Thema, dass Leute halt,

Speaker0: die halt wirklich am Rande der Gesellschaft leben und keine Kohle mehr haben

Speaker0: und sich dann wirklich für jeden Blödsinn quasi nicht zu schade sind.

Speaker0: Das hat man bei Squid Game zum Beispiel gesehen, das hat man bei Alice in Borderland

Speaker0: gesehen, wobei die Leute bei Alice in Borderland nicht absichtlich in diese

Speaker0: Situation gegangen sind.

Speaker0: Aber diese Außenseiter der Gesellschaft, die auch kein Geld haben,

Speaker0: die sich aber halt dann auf irgendwelche Spielshows einlassen,

Speaker0: das ist halt jetzt tatsächlich scheinbar ein Ding auch eben, gerade eben in Korea.

Speaker0: Ja, oder ich habe jetzt zuletzt auch The Age Show geguckt. Das ist auch wieder ein ähnliches Setting.

Speaker0: Leute, die pleite sind, gehen irgendwo rein, machen komplett weirde Dinge.

Speaker0: Und das Ding schaukelt sich halt immer mehr hoch, bis halt dann wirklich die

Speaker0: finstersten Seiten der Gesellschaft auf einmal sichtbar werden.

Speaker1: Ja, das stimmt. Das können die Koreaner gut. Also Extracurricular ist zum Beispiel

Speaker1: auch so eine Netflix-Serie.

Speaker1: Die bringt das meiner Meinung nach auch sehr schonungslos, brutal und ehrlich auf den Punkt.

Speaker1: Vielleicht haben sich die Koreaner einfach darauf spezialisiert.

Speaker1: So wie Amerika sich auf Actionfilme spezialisiert hat.

Speaker0: Ja, das stimmt. Korea ist allgemein ja sehr interessant. Die Filmindustrie ist

Speaker0: mittlerweile größer als Hollywood.

Speaker0: Und ich gucke tatsächlich mittlerweile gerne Produktionen aus Korea.

Speaker1: Ja, was mir da ja auch so gefällt, wenn ich mir da mal das Koreanisches angucke,

Speaker1: du hast halt keine Schauspieler, die du schon hundertmal gesehen hast.

Speaker1: Das sind ja alles neue Gesichter für einen.

Speaker1: Dann fällt es ja einem auch leichter, sich gegebenenfalls auf neue Sachen einzulassen.

Speaker0: Ja, das ist wohl wahr. Es ist halt neu für uns.

Speaker0: Vielleicht ist es für die Koreaner mit deutschen Filmen so. Ich weiß nicht,

Speaker0: ob die deutsche Filme gucken.

Speaker1: Vielleicht haben wir einen Koreaner, der hier zuhört, dann kann er es uns ja gerne mal erzählen.

Speaker0: Genau, wir haben ja festgestellt in der Community-Folge, wir sind ja international.

Speaker0: Möglicherweise ist ja jemand dabei.

Speaker1: Genau. Ja, gibt es sonst noch irgendwas über den Film zu erzählen oder wollen

Speaker1: wir einfach mal zu den Auszeichnungen überswitchen, die der Film bekommen hat?

Speaker0: Ja, ich habe mir noch so das eine oder andere tatsächlich notiert,

Speaker0: während ich ihn mir nochmal angeguckt habe. Ja, dann erzähl mir das.

Speaker0: Goreng nimmt als Gegenstand mit in den Schach das Buch Don Quixote und das passt

Speaker0: ja derart perfekt zu der Story, weil er ist halt keiner, der einfach seine Zeit

Speaker0: absitzt, sondern er will halt mehr wissen, er will verstehen,

Speaker0: er kämpft halt über die verschiedenen Etagen hinweg mit den verschiedensten

Speaker0: Herausforderungen und mit verschiedensten Verrückten.

Speaker0: Also muss man vielleicht auch dazu sagen, nach einem Monat landet man in einer

Speaker0: anderen Zelle mit einem anderen Zellengenossen.

Speaker0: Man wird quasi mit einem Gas betäubt und wacht dann halt in einer anderen Zelle

Speaker0: wieder auf und muss dort halt wieder den nächsten Mitinsassen oder teilweise

Speaker0: auch den nächsten Verrückten halt kennenlernen.

Speaker0: Und das fand ich ganz cool. Und dieser Kampf gegen das System und dieser verzweifelte

Speaker0: Ausbruchsversuch von Goreng, das passt halt wirklich super zu Don Quixote.

Speaker1: Ja, durchaus. Das hast du übrigens sehr schön gesagt, dass er dann in der Zelle

Speaker1: immer mit irgendeinem anderen Verrückten wach wird.

Speaker1: Ja, aber stimmt, diese Anlehnung zu Don Quixote, die sind tatsächlich da,

Speaker1: aber die ziehen sich ja auch wie so ein roter Faden dann auch handlungstechnisch

Speaker1: auch durch den gesamten Film.

Speaker1: Also wer Don Quixote kennt, der wird gewisse Parallelen für sich erkennen können.

Speaker1: Und das ist dann vielleicht auch wieder so ein Fanservice, den der Film dann damit aufgreift.

Speaker0: Ja, und zeigt halt die spanische Produktion natürlich auch.

Speaker1: Richtig, natürlich. Logischerweise.

Speaker0: Also, dass da nicht irgendwie trotzdem mal der Verdacht aufkommen könnte,

Speaker0: dass das kein spanischer Film ist.

Speaker0: Auch wenn kein einziger Spanier dabei ist. Ja, was ich mir sonst noch so aufgeschrieben

Speaker0: habe, war die Art und Weise des...

Speaker0: Dosierten Horrors oder die Art und Weise der dosierten Brutalität.

Speaker0: Weil, wenn wir mal ganz ehrlich sind, man sieht Mord, man sieht wie Menschen

Speaker0: gegessen werden, man sieht wie Leute zerlegt werden, häppchenweise,

Speaker0: damit man nicht verhungert, aber wie sie den Hund von der einen Frau umbringen,

Speaker0: das sieht man nicht. Dann hört man nur, und dann ist er tot. Richtig.

Speaker0: Wieso habt ihr den Hunde tot nicht gezeigt? Das kann ja wohl nicht sein.

Speaker1: Vielleicht, weil sie dachten, dass wenn man jetzt den Mord, in Anführungszeichen

Speaker1: einem Hund zeigt, dass das vielleicht die Leute ein bisschen aufregt, weil ich meine...

Speaker0: Achso, ja klar, das ist auch viel schlimmer als sein Heft mit Insassen zu essen.

Speaker1: Nein, nein, nein, so war das nicht gemeint, aber durch diverse Filme sind wir

Speaker1: ja schon mehr oder weniger darauf vorbereitet zu sehen, wie Menschen zerhackt

Speaker1: werden, zerlegt werden, filetiert werden, wie sie zubereitet werden.

Speaker1: Das ist ja jetzt für uns, ich sag mal, jetzt nichts Neues.

Speaker1: Während hingegen der Mord an Tieren, gerade am Hund, ja wirklich sehr,

Speaker1: sehr selten gezeigt wird.

Speaker0: Ja, das stimmt wohl, ja.

Speaker1: Vielleicht war das der Grund. Also es ist nicht unbedingt besser,

Speaker1: als einen Menschen zu töten.

Speaker1: Also um Gottes Willen, ich lehne auch Mord in all seinen Formen ab, generell Gewalt.

Speaker1: Aber ich kann mir das nur so erklären, weil sonst es gibt halt von der Logik

Speaker1: her keinen Grund, den Mord an dem Hund nicht zu zeigen, wenn eben in der Szene

Speaker1: vorher Menschen zerhackt werden.

Speaker1: Also da bin ich bei dir. Es gibt aber sonst, es gibt keinen Grund.

Speaker0: Ja, und allgemein fand ich die Auswahl der Mitinsassen teilweise amüsant.

Speaker0: Und ich wirklich jetzt mal ganz ehrlich, der Film ist nichts,

Speaker0: absolut gar nichts für Kinder und auch gar eigentlich nicht für Jugendliche.

Speaker0: Das sollte man sich nicht angucken, wenn man noch ein heranwachsender Mensch

Speaker0: ist, weil der Film ist wirklich krass und der zeigt auch sehr,

Speaker0: sehr bildlich diverseste Sachen.

Speaker0: Aber die Auswahl der Mitinsassen fand ich an manchen Stellen auch klasse und

Speaker0: ich musste wirklich lachen, weil es ist halt einer dabei, der hat als seinen

Speaker0: Gegenstand ein Surfbrett mitgenommen.

Speaker0: Also ich weiß nicht, wieso, was genau hat er sich gedacht, könnte man in dem

Speaker0: Schacht mit einem Surfbrett wohl anfangen?

Speaker1: Ja, das sind interessante Fragen. Was würdest du mitnehmen, wenn du in den Schacht müsstest?

Speaker0: Ja, das habe ich mich auch wirklich gefragt, aber ich glaube,

Speaker0: ich wäre dann so wie das Werbeopfer mit dem Messer, das alles zerschneiden kann

Speaker0: und dann gibt es auf einmal noch ein besseres Messer und ich glaube,

Speaker0: ich würde auch dieses Messer mit reinnehmen, wobei vielleicht ja gar nicht,

Speaker0: ich weiß nicht, ob den Leuten wirklich bewusst ist, was in dem Schacht passiert.

Speaker1: Ich glaube nicht, weil sonst würden sie sich auch nicht freiwillig darauf einlassen,

Speaker1: in den Schacht zu gehen, um dann irgendwie einen Bildungsabschluss zu erlangen.

Speaker0: Ja gut, stimmt. Insofern, ja.

Speaker0: Auf jeden Fall ist ein Messer besser geeignet, wenn man es wüsste,

Speaker0: als ein Surfbrett oder das Buch. Oder der Hund.

Speaker1: Oder der Hund, genau. Was ich sehr spannend fand, war, dass Gorenk in dem Film

Speaker1: als Kommunist bezeichnet wird, weil er jetzt kommt an die Bedeutung von Rationen glaubt.

Speaker1: Er ist ja, wenn du es ja auch noch wissen, im Film ja der Einzige,

Speaker1: der ja ständig auch mit den Plattformen über und unter ihm spricht,

Speaker1: um immer wieder darauf aufmerksam zu machen, damit es für alle reicht,

Speaker1: sollte jeder wirklich nur das nehmen, was er selber braucht und nicht mehr oder weniger.

Speaker1: Damit zeigt Goreng ja im Film durchaus eine gewisse Moral, die einen ja auch mitleiden lässt.

Speaker1: Aber dass man ihn deswegen gleich zum Kommunisten erklärt, das ist in dem Film eben auch Wahnsinn.

Speaker1: Allerdings sorgt das eben auch dafür, dass Goreng selber irgendwann im Laufe

Speaker1: des Films ja auch Dinge tut, von denen er anfangs selber nicht dachte, dass er sie tun würde.

Speaker0: Ja gut, das System bricht einen halt relativ schnell. Das sieht man da auch

Speaker0: und das meinte ich ja vorhin.

Speaker0: Also Moral wird halt relativ schnell verworfen, wenn man tatsächlich kurz davor

Speaker0: ist, quasi zu sterben oder so sein Leben bedroht hat.

Speaker0: Dass man da halt einfach zu Maßnahmen greift irgendwann, ist glaube ich nachvollziehbar,

Speaker0: auch wenn man es sich für sich selbst nicht vorstellen kann.

Speaker0: Und es ist halt auch der typische, die kleine Heldenreise durch den Schacht

Speaker0: hindurch, dass er sich halt quasi aus seiner bisher sozialistisch-kommunistischen

Speaker0: Denkweise, wie die ihn quasi bezeichnen,

Speaker0: ausbricht und dann selber irgendwann halt zum Attentäter wird.

Speaker1: Ja, und das sind genau diese Charakterentwicklungen, die man ja eigentlich im

Speaker1: Film sehen will, generell in jedem Film.

Speaker1: Man will ja sehen, dass der Protagonist im Laufe der Spielzeit des Films ja

Speaker1: wirklich eine 180-Grad-Wende hindicht und man will sie auch nachvollziehen können

Speaker1: und das finde ich, das ist hier bei dem Charakter Goreng sehr gut gelungen.

Speaker0: Ja, ganz genau.

Speaker0: Hast du dir sonst noch irgendwas notiert, bevor wir zu den Auszeichnungen kommen?

Speaker1: Ja, klar habe ich das. Du siehst das Skript ja auch.

Speaker1: Gerade das Beispiel mit dem Kommunisten. Jetzt gibt es eine andere Kritik. Danny D. P.

Speaker1: Cido von Forbes hat geschrieben, dass der Film eine wunderbare Metapher für

Speaker1: den gewaltigen Terror des Kapitalismus sei, in dem sich jeder Einzelne selbst

Speaker1: verwöhnt und die Zeit genießt, wo er oben ist.

Speaker1: Auch dem kann man sich tatsächlich nur anschließen, wenn man diesen Film gesehen hat.

Speaker1: Weil die, die oben sind, ich habe es eingangs erwähnt, nach deiner Ausführung,

Speaker1: die gewöhnen sich dran, die finden es geil, die finden es cool.

Speaker1: Und die da unten, die haben halt echt nichts zu lachen. Und das ist im Grunde

Speaker1: genommen auch dann diese kapitalistische Pyramid in dem System, in dem wir leben.

Speaker1: Also jetzt auch nicht unbedingt immer vorteilhaft, aber der Film,

Speaker1: der zeigt halt beide Seiten.

Speaker1: Einmal die kommunistische Seite, weil jemand an Ration glaubt,

Speaker1: aber hält halt auch schonungslos den Spiegel vor den Kapitalismus.

Speaker0: Ja, das tut er definitiv, ja. Ja, ich musste so ein bisschen an Trickle-Down-Economics

Speaker0: denken, was ja ein System aus der Wirtschaftstheorie ist.

Speaker0: Das wäre ja eigentlich auch so, dass quasi die Reichsten einer Gesellschaft

Speaker0: nach und nach durch Konsum und Investitionen in die unteren Schichten quasi

Speaker0: was weitergeben und dass das dann zu Wirtschaftswachstum führen würde.

Speaker0: Aber das ist meiner Meinung nach auch wirklich nur eine Theorie.

Speaker0: Das ist ja nicht so.

Speaker0: Nur weil die obersten zehn sich irgendwie einen Porsche kaufen,

Speaker0: hat der Bandarbeiter bei Porsche nur so viel davon, dass er halt Gehalt bekommt,

Speaker0: weil jemand einen Porsche kauft, aber er wird sich halt nicht selbst einen Porsche

Speaker0: kaufen können. Also das ist halt Bullshit.

Speaker1: Also es ist halt nur eine Theorie, wie du gesagt hast. Und manchmal liegen halt

Speaker1: Welten zwischen der Theorie und dann auch der Realität. Das ist einfach so.

Speaker1: Bemerkenswert fand ich, wenn wir jetzt zu den Kritiken dann rüberkommen,

Speaker1: der Schacht war übrigens einer von drei Filmen, die von Spanien als Beitrag

Speaker1: für die Oscar-Förderung 2021

Speaker1: in der Kategorie bester internationaler Film eingereicht werden sollte.

Speaker1: Hat dann allerdings in der Vorauswahl gegen die endlosen Graben das Nachsehen gehabt.

Speaker1: Nichtsdestotrotz, für den Oscar hat es nicht gereicht, aber es gab den Europäischen Filmpreis 2020.

Speaker1: Und zwar den Jurypreis für die besten visuellen Effekte. Und ja,

Speaker1: wer den Film gesehen hat, der wird verstehen, warum es diesen gab.

Speaker1: Er hat auch den spanischen Filmpreis bekommen, nämlich den Goya im Jahr 2020.

Speaker1: Eben auch für die besten Spezialeffekte.

Speaker1: Und eben zwei Nominierungen für den besten Nachwuchsregisseur und für das beste Drehbuch.

Speaker1: Dann hat er noch ein Prämis Gaudi bekommen. Ich weiß jetzt gar nicht,

Speaker1: welcher Filmpreis das ist.

Speaker1: Aber da gab es eben auch einen Filmpreis für die besten visuellen Effekte.

Speaker1: Und so zieht sich das eigentlich durch. Also der Film hat jetzt nicht für seine

Speaker1: Handlung, für sein durchschlagendes Drehbuch oder Schauspiel irgendwelche Preise

Speaker1: abgesagt, sondern wirklich nur für die visuellen Effekte und die Publikumspreise.

Speaker1: Aber mehr auch nicht. Und das spricht dann eigentlich auch wieder für die Effekte

Speaker1: des Films, auch wenn sie zum Teil echt abstoßend sind.

Speaker0: Ja, das meinte ich ja vorhin. Also auf keinen Fall mit Kindern oder Jugendlichen

Speaker0: gucken und sich selber den vielleicht auch nur anschauen, wenn man einen ausgeglichenen Geist hat.

Speaker0: Weil der kann schon teilweise schockierend sein, der Film.

Speaker1: Das hast du wirklich schön gesagt, deinen ausgeglichenen Geist.

Speaker1: Mir fällt übrigens auf, das ist, glaube ich, wirklich der allererste Film hier

Speaker1: im Podcast, den wir hier besprechen, der überhaupt nicht für Familien ist.

Speaker1: Du hast ja vorhin erzählt, bloß nicht mit der Familie gucken und da ging das

Speaker1: Gedankenkarussell bei mir an. Das ist wirklich der allererste Film. Wahnsinn.

Speaker0: Das ist so, ja. Das stimmt. Passt aber halt thematisch in die Dystopie,

Speaker0: die wir heute so grundsätzlicher als Thema haben, halt wunderbar rein.

Speaker1: Genau, definitiv.

Speaker0: Ja, so wie auch die Serie natürlich. Richtig.

Speaker1: Gute Überleitung, dann wollen wir jetzt zur Serie kommen.

Speaker0: Zweiter Ansatz. Passt gut in die Dystopie. Ja, richtig. So wie die Serie, Pascal. Bitte.

Speaker1: Ja, genau, richtig. Ja, als Serie, ihr habt es ja im folgenden Titel schon gelesen

Speaker1: und ihr habt es ja gerade auch bei der Einleitung gehört, es geht um Silo.

Speaker1: Und da sind wir beiden Apple-Fanboys natürlich wieder sehr gehypt gewesen.

Speaker1: Sido ist im Grunde genommen eine Buchreihe, eine Romanreihe,

Speaker1: die verfilmt wurde von Apple.

Speaker1: Apple hat die Filmrechte daran irgendwann übernommen und hat das Ganze dann

Speaker1: mal angefasst und dann mal schon angefangen zu verfilmen.

Speaker1: Und am 05.05.2023 erschienen die ersten Folgen aus der ersten Staffel.

Speaker1: Das zog sich dann so bis in den Spätsommer bei dem Veröffentlichungsintervall.

Speaker1: Und seit November 2024 gibt es auch Staffel 2 auf Apple TV Plus exklusiv zu

Speaker1: sehen. Und die Staffel ist jetzt, meine ich, mittlerweile zum Zeitpunkt der

Speaker1: Aufnahme auch schon durch.

Speaker1: Das heißt, ihr könntet jetzt auch beide Staffeln in einem Rutsch durchgucken.

Speaker1: Und wer jetzt so gar keine Ahnung hat, was Silo überhaupt ist,

Speaker1: Für den haben wir natürlich auch wieder wie gewohnt eine Erklärung.

Speaker1: Und zwar spielt Silo nach einer globalen Katastrophe.

Speaker1: Und die Menschen leben seitdem in unterirdischen Bunkern in einem gigantischen

Speaker1: Silo mit 144 Stockwerken, was unter die Erdoberfläche reicht.

Speaker1: Und in diesem Silo auf 144 Stockwerken leben 10.000 Überlebende und haben halt

Speaker1: ein Dasein in einer Gesellschaft voller Vorschriften und Gesetzen.

Speaker1: Und die Menschen glauben eben, dass diese Richtlinien zu ihrem Schutz bestehen.

Speaker1: Und in dem Bunker gibt es eben einen Sheriff und der sorgt eben dafür,

Speaker1: dass in diesem gigantischen Bau alle Gesetze und Regeln eingehalten werden.

Speaker1: Und was birgt das für Probleme, wenn ich mit 10.000 Menschen unter der Erde lebe?

Speaker1: Die Ressourcen sind begrenzt. So können zum Beispiel Ehepaare nur mit Sondergenehmigungen

Speaker1: der Silo-Regierung ein Kind bekommen.

Speaker1: Um die Leute nicht schwanger werden zu lassen, haben die so kleine, was sind das?

Speaker1: Dass die haben irgendwas in ihrem Körper drin, so Kapseln. Und wenn sie halt

Speaker1: die Genehmigung kriegen, dass sie sich fortpflanzen dürfen, dann müssen die

Speaker1: halt zum Arzt und dann werden diese Kapseln da eben rausgenommen.

Speaker1: Und dann ist das erlaubt. Dann haben die ein paar Versuche Zeit.

Speaker1: Und wenn sie diese Versuche nicht nutzen, dann war es das.

Speaker1: Dann kriegen sie auch keine neue Chance für ein Kind. Also eine sehr,

Speaker1: sehr harte Kinderpolitik, die da stattfindet.

Speaker1: Es gibt eben in diesem Silo mittlerweile so Verdachte, dass die Machthaber in

Speaker1: dem Silo, die Bürgermeister in dem Silo und die Polizei irgendetwas verheimlichen möchten,

Speaker1: was sich im Laufe der Jahrhunderte des Bestehens des Silos ja angestaut hat.

Speaker1: Es regt sich so langsam Widerstand. Die Leute fangen an nachzudenken.

Speaker1: Sie finden Technologien und wollen gerne mehr wissen.

Speaker1: Und immer wenn die Leute zu viel wissen wollen, müssen sie zur sogenannten Säuberung.

Speaker1: Also man kann auch einfach sagen, man versucht die unliebsamen Leute loszuwerden.

Speaker1: Die Säuberung sieht dann so aus, du bekommst einen Anzug angezogen,

Speaker1: da musst du rausgehen, also die verbannen dich aus dem Silo und alle Menschen,

Speaker1: die im Silo sind, die sehen halt über eine riesengroße Projektionsfläche in

Speaker1: der Mensa, was draußen abgeht und die Säuberung heißt Säuberung,

Speaker1: weil die im Grunde genommen nur auf ein Kamerabild starren und die Kamera,

Speaker1: die verschmutzt halt durch Stauben in der Zeit, die voranschreitet und während

Speaker1: der Säuberung soll diese Kamera sauber gemacht werden.

Speaker1: Denn was die meisten Leute sehen oder alle Leute sehen, ist,

Speaker1: dass die, die rausgehen, die Kamera sauber machen, aber dann gehen möchten und dann verenden.

Speaker1: Also die sterben in so einem riesen Krater, auf den man guckt.

Speaker1: Und das ist im Grunde genommen das, was die Menschen seit Jahrhunderten unten

Speaker1: im Silo sehen, von Generation zu Generation zu Generation.

Speaker1: Und damit hat man eigentlich schon das Kernproblem oder die Kernhandlung an

Speaker1: sich erzielt, bis dann der Widerstand immer mehr regt und es eine Technik.

Speaker0: Ja, du musst vielleicht an der Stelle noch einwerfen, der Widerstand und der

Speaker0: Verdacht, dass draußen vielleicht doch nicht alles so schlecht ist,

Speaker0: der entsteht durch einen Glitsch, der auf dem Fernseher in der Mensa mal kurz

Speaker0: zu sehen ist, weil da ist nämlich nicht die kaputte Welt und alles zerstört,

Speaker0: sondern da sind grüne Bäume und da fliegen Vögel lang.

Speaker0: Und es findet sich irgendwann auch eine Festplatte bei so Ausgrabungen,

Speaker0: die suchen quasi nach Relikten aus der Vorzeit vor dem großen Knall und vor

Speaker0: der Katastrophe und auf dieser Festplatte sieht man auch ein Video von dieser

Speaker0: Umgebung draußen und dadurch wird dann eben das unterfüttert,

Speaker0: dass es draußen ja eigentlich gar nicht so schlecht sein kann und daraus entsteht

Speaker0: dann eben die restliche Story,

Speaker0: weil sonst hätte man ja sagen können, ja gut, die wollen raus,

Speaker0: die dürfen nicht raus, wenn du rausgehst, bist du tot, Punkt.

Speaker0: Aber dieser Verdacht, dass draußen doch nicht alles schlecht ist,

Speaker0: der verhärtet sich einfach im Laufe der Story so sehr, dass dann halt tatsächlich

Speaker0: eine Revolte daraus entsteht.

Speaker1: Richtig, genau. Das hat mir gefehlt. Unsere Rebecca Ferguson,

Speaker1: die spielt eben die Hauptrolle.

Speaker1: Sie ist eben diese Redelsführerin, wenn man so möchte, die im Silo so die Leute

Speaker1: zum Nachdenken bringt. Die Siloführung sagt, sie stachelt die Menschen an,

Speaker1: dann denkt man sich, wenn man sie zum Sheriff macht, dass sich das Ganze ein bisschen entspannt.

Speaker1: Aber sie entscheidet sich am Ende dann doch zu gehen oder sie wird dazu gebracht,

Speaker1: sich zu entscheiden, dass sie geht, weil sie eben nicht an das Bild glaubt,

Speaker1: was man einem in der Mensa präsentiert,

Speaker1: weil sie eben diese Festplatte im Besitz auch gesehen hatte und eben auch diesen

Speaker1: Glitsch, den Alex gerade erwähnt hat.

Speaker1: Und damit schließt tatsächlich Staffel 1 in sich auch, nämlich dass Rebecca

Speaker1: Ferguson dann eben auch zur großen Säuberung raus muss, während im Sido selbst

Speaker1: die Revolte mittlerweile auf dem Weg zu ihrem Höhepunkt ist.

Speaker1: Und damit endet Staffel 1 natürlich auch mit einem wahnsinns Cliffhanger und

Speaker1: wirklich einer guten Spannung, die sich bis zum Ende tatsächlich gehalten hat.

Speaker0: Das ist richtig, aber ich hatte dir direkt geschrieben, als ich da angefangen

Speaker0: habe mit, das ist ja Fallout Shelter.

Speaker1: Richtig, genau, das hast du erwähnt. Jetzt müssten wir nur einmal klären,

Speaker1: was war zuerst da, Fallout oder die Romanvorlage zu Silo?

Speaker0: Tatsächlich Fallout. Wir haben es recherchiert und Fallout, die Story,

Speaker0: ist älter als Silo, das heißt, da hat jemand abgeguckt.

Speaker1: Ah, sich inspirieren lassen, mit dem Augenzwinkern.

Speaker1: Ja, das stimmt, aber das war wirklich so das Erste, was von dir kam.

Speaker1: Das erinnert mich voll an Fallout Shelter Und ich so, ja, das stimmt.

Speaker1: Und dann haben wir geguckt, was war zuerst da.

Speaker1: Natürlich auch, um für euch hier gute und richtige Informationen zu geben.

Speaker0: Alte Technik ist überall dabei, wie bei Fallout. Coole alte Technik,

Speaker0: muss ich sagen. Das haben sie gut umgesetzt, wie sie das gemacht haben.

Speaker0: Gut, es gibt kein Pip-Boy, aber gut, ansonsten ist es doch sehr,

Speaker0: sehr stark abgegriffen und abgekrupfert.

Speaker0: Auch die Story, wie es dazu gekommen ist und wenn ihr jetzt sagt,

Speaker0: ja, was ist jetzt die Empfehlung, würdet ihr eher Fallout gucken oder eher Silo,

Speaker0: äh, doch Silo, ja, würde ich sagen, ich würde lieber Fallout gucken,

Speaker0: weil das einfach mehr Hochglanz ist.

Speaker1: Ja, findest du?

Speaker0: Ja, find ich schon, weil das Ganze, die Kostüme, die Sets, die Charaktere,

Speaker0: gerade eben mit dem Ghoul und auch die Vorgeschichte, wie kam es zu der Katastrophe überhaupt?

Speaker0: Das wird halt bei Fallout für mich irgendwie, ja, Hollywood mehr aufbereitet.

Speaker0: Das gefällt mir tatsächlich besser.

Speaker0: Silo ist halt tiefergehender. Also es hat doch eine sehr deep Story.

Speaker1: Das stimmt. Und man muss auch sagen, während Fallout ja auch sehr schöne,

Speaker1: lebendige, große Sets hat, beschränkt sich Silo zumindest in der ersten Staffel

Speaker1: massiv nur auf diesem Bunker, auf dieses Silo in 144 Stockwerken unter der Erde.

Speaker1: Was jetzt nicht schlechter aussieht, was das Produktionsdesign angeht,

Speaker1: aber wie du schon gesagt hast, die Story ist viel tiefer.

Speaker1: Du brauchst schon ein, zwei Folgen, bis du wirklich die Charaktere kennengelernt

Speaker1: hast, bis du drin bist, bis du deinen Lieblingscharakter gefunden hast.

Speaker1: Aber dann geht die Story halt von Folge zu Folge spannender weiter.

Speaker1: Und das finde ich ist schön.

Speaker1: Es gibt so viele Serien, die guckst du und die lassen so schnell nach,

Speaker1: aber hier bleibt der Spannungsbogen wirklich komplett da. Spannung bis zum Ende.

Speaker1: Und die Bilder, auch wenn sie im Silo entstanden sind und der Großteil der Serie

Speaker1: tatsächlich sehr dunkel ist, damit du eben auch dieses beklemmende Gefühl hast,

Speaker1: sind es trotzdem tolle Bilder, die untermalt sind von einem guten Soundtrack von Silo.

Speaker1: Also wer es lieber lokal hat mit einem kleineren Set, der kann Silo gucken.

Speaker1: Wer große, bändige, actiongeladene Bilder und Sets sehen möchte,

Speaker1: der kann Fallout gucken.

Speaker1: Aber man macht mit beidem sicherlich nichts falsch.

Speaker0: Wobei Action da auch durchaus sehr vorkommt, gerade wenn sie dann diesen Energiegenerator

Speaker0: unten im Keller reparieren. Das war schon eine coole Folge.

Speaker0: Also die war sehr gut dargestellt und wie es dann auch immer heißer wird.

Speaker0: Und dann sich die Zahnräder da drehen und so.

Speaker0: Und die versuchen das dann kurz vor der Explosion noch zu reparieren. Das war cool gemacht.

Speaker0: Aber ansonsten kommt halt einfach die Beklemmung wesentlich mehr rüber als bei

Speaker0: Fallout, weil man eben ja auch bei Fallout eben auf einer Ebene bleibt.

Speaker0: Und hier geht es halt tatsächlich 144 Ebenen nach unten.

Speaker0: Und dieses Gefühl, man darf nicht raus, das hat mich schon tatsächlich gepackt.

Speaker0: Also das ist so ähnlich dann eben wie bei der Schacht, diese Beklemmung,

Speaker0: dass man halt jetzt da einfach festsitzt in dieser Situation.

Speaker0: Und auch das Bedürfnis, da rauszukommen, weil es ja mutmaßlich draußen besser

Speaker0: wäre, das springt natürlich bei Silo schon sehr gut über.

Speaker1: Ja, definitiv. Als ich Silo dann gegen Ende gesehen hatte, eine Folge,

Speaker1: da dachte ich mir so, jo, hier wäre Alex sein Job im Silo.

Speaker1: Du hast es dir auf deine Notizkarte geschrieben.

Speaker0: Tim Robbins.

Speaker1: Ich werfe den Ball einfach mal zu.

Speaker0: Ja, ich musste, so ab der Hälfte ungefähr, war ich dann sehr begeistert,

Speaker0: weil erst stirbt die Bürgermeisterin und ist dann nicht mehr zur Verfügung.

Speaker0: Dann ist der alte Sheriff weg und dann übernimmt der Chef der IT den ganzen

Speaker0: Laden, gespielt von Tim Robbins.

Speaker0: Und ja, es stellt sich dann im Laufe der Zeit immer mehr raus,

Speaker0: dass eigentlich die IT zusammen mit dieser SS-artigen Polizeitruppe,

Speaker0: die da im Einsatz ist, eigentlich die ganze Zeit schon die Fäden gezogen hat,

Speaker0: weil die natürlich wissen,

Speaker0: was draußen los ist und es gibt halt auch geheime Überwachungsräume.

Speaker0: Und das hat mich tatsächlich amüsiert, weil ich mir gedacht habe,

Speaker0: naja, ist eigentlich auch gar nicht so weit weg von der Realität,

Speaker0: weil auch im echten Leben ohne IT, ohne Nerds geht halt nichts mehr.

Speaker1: Das stimmt, ja.

Speaker1: Also spannend fand ich, als ich recherchieren wollte, was das Ganze gekostet hat, dieser Spaß.

Speaker1: Und es gibt keine richtigen aussagekräftigen Zahlen.

Speaker1: Man geht aber davon aus, dass die Staffel irgendwo zwischen 50 und 300 Millionen

Speaker1: Dollar gekostet hat. Also es gibt leider nichts anderes, weil Apple ist da,

Speaker1: das muss man wirklich sagen, sehr intransparent, was das angeht.

Speaker1: Während du über jeden Streaming-Anbieter findest, was er bezahlt hat für diese

Speaker1: Produktion, ist das bei Apple immer so ein, ja es gibt Serien und Filme,

Speaker1: da wird es gut kommuniziert und dann gibt es wieder Silo, da bewegen wir uns

Speaker1: zwischen 50 und 300 Millionen.

Speaker1: Ich glaube, dass es wirklich etwas teurer war, weil die ersten Verfilmungsrechte

Speaker1: eben bei 20th Century Studios lag.

Speaker1: Und die haben das einfach nicht umgesetzt. Und deswegen hat dann die Walt Disney

Speaker1: Company das dann irgendwann auch nicht übernommen, als sie dann 21st Century Fox gekauft haben.

Speaker1: Und haben dann deswegen die Serienverfilmung dann erst mal an AMC abgedrückt,

Speaker1: die dann wiederum die Verfilmungsrechte 2021 an Apple TV Plus verkauft haben.

Speaker1: Also ich glaube, das wird wahrscheinlich den Großteil des Budgets ausgemacht haben, diese Rechte.

Speaker1: Und dann natürlich die Gagen für die dann doch vorhandenen Top-Darsteller,

Speaker1: die ja dabei sind. Rebecca Ferguson, Tim Robbins, Will Patton und Ian Glenn.

Speaker0: Ja, und wenn du schon Ian Glenn erwähnst, der hat mich sehr begeistert als der

Speaker0: Vater unserer Hauptprotagonistin,

Speaker0: als Arzt und ich habe die ganze Zeit überlegt, woher kenne ich den Menschen,

Speaker0: woher kenne ich den und irgendwann kam ich dann auf die Idee,

Speaker0: ja, das ist der Jorah Mormont aus Game of Thrones,

Speaker0: der Khaleesi in der ersten Staffel vor allem stark begleitet und,

Speaker0: Ich hatte den wirklich so nicht auf dem Schirm, dass der in irgendwas anderem

Speaker0: mitgespielt hat und der hat wohl auch doch eine relativ lange Fernsehpause hinter sich oder Kinopause.

Speaker0: Er war mal bei Lara Croft Tomb Raider 2001 zu sehen, dann natürlich die ganze

Speaker0: Zeit bei Game of Thrones immer wieder mal und möglicherweise hat er sich dann

Speaker0: einfach mal eine Pause gegönnt nach diesen acht Jahren GOT-Produktion.

Speaker0: Jetzt sieht man ihn aber tatsächlich wieder häufiger.

Speaker0: Vielleicht ist das so ein bisschen sein Coming-Back gewesen,

Speaker0: jetzt mit Silo in der Serie aktuell in The Rig, Angriff aus der Tiefe zu sehen.

Speaker0: Bei Gletschergrab hat er mitgespielt und bei The Last Front auch.

Speaker0: Und ich mag diesen Schauspieler total gern, weil das ist einfach ein Charaktergesicht,

Speaker0: der passt einfach super.

Speaker0: Und ich freue mich tatsächlich, wenn man den in Zukunft vielleicht wieder ein bisschen öfter sieht.

Speaker1: Ja, so ging es mir auch. Also ich habe mich auch sehr gefreut und ich habe auch

Speaker1: Gletschergrab mit ihm gesehen und Game of Thrones kennt man ja auch.

Speaker1: Also war schön, dass man da halt auch noch jemanden Bekannten dann in diesem

Speaker1: Top-Cast dann hatte, den man da ja tatsächlich aufgefahren hat.

Speaker1: Sonst gibt's von meiner Seite zu Sido eigentlich nicht mehr viel zu erzählen.

Speaker1: Vielleicht noch eine kleine Randnotiz.

Speaker1: Staffel 2 hab ich abgebrochen nach Folge 4, weil es für mich überhaupt nicht

Speaker1: mehr schön war, es anzusehen.

Speaker1: Es passte für mich irgendwie so ziemlich gar nichts mehr.

Speaker1: Ja, also vielleicht nehme ich es nochmal in Angriff, aber ich habe nach der

Speaker1: vierten Folge erst mal aufgehört.

Speaker0: Ja, ging mir ähnlich. Also ich habe nach der zweiten schon abgebrochen,

Speaker0: weil ich mir gedacht habe, auch da, die Story ist jetzt erzählt eigentlich.

Speaker0: Das muss nicht sein. Also mir hat neulich jemand erzählt, wie Staffel zwei zu Ende geht.

Speaker0: Und da wäre es vielleicht trotzdem nochmal ein Grund, wirklich bis ans Ende

Speaker0: weiterzugucken, weil da kommt nochmal ein gewaltiger Plottwist wohl. Aber mal sehen.

Speaker1: Es sind ja auch im Grunde genommen mehrere Bücher. Und wenn man jetzt die mehreren

Speaker1: Bücher verfilmen möchte, dann muss man ja schon, ich glaube,

Speaker1: drei oder vier Staffeln ja einplanen.

Speaker1: Da mussten natürlich Staffel zwei mit einem riesen Plottwist enden.

Speaker1: Aber ich habe erst mal pausiert.

Speaker0: Ja, schade eigentlich, wenn man sich überlegt, was der ganze Spaß möglicherweise

Speaker0: gekostet hat. bei mir tritt der Dune-Effekt ein.

Speaker1: Du bist kein Fan, ne?

Speaker0: Nee, nee. Du hast mir letztens wieder irgendwas zu Dune geschickt.

Speaker1: Dune Prophecy, die Serie. Die hat mir richtig gut gefallen. Okay.

Speaker1: Dir nicht, das höre ich da raus.

Speaker0: Nein, mich kannst du mit Dune nicht locken. Nee, nee, das ist meins.

Speaker1: Das Thema hatten wir damals in unserer Spezialfolge. Genau.

Speaker1: Ja, sonst, ich weiß nicht, ich habe sonst nichts mehr auf dem Zettel. Du vielleicht noch?

Speaker0: Nee, wirklich nicht. Also Silo, ja, kann man sich gut angucken.

Speaker0: Wie gesagt, für Fans von Fallout vielleicht enttäuschend, weil man zu viele

Speaker0: Ähnlichkeiten sieht. Aber ansonsten zumindest Staffel 1.

Speaker0: Ganz gut konsumierbar und mit einem tollen Spannungsbogen auf jeden Fall.

Speaker1: Ja, dann würde ich sagen, haben wir es doch.

Speaker0: Halt, doch, ich habe noch was. Das ist auch eine Premiere heute.

Speaker0: Ich habe in die Notizen mir nämlich damals beim Gucken nach Folge 1 direkt reingeschrieben,

Speaker0: die Schriftart bei den Credits ist sehr sexy.

Speaker0: Es gibt Leute wie mich, die halt Fonts mögen und verschiedene Schriftarten und

Speaker0: da hat sich das Studio wirklich eine ganz, ganz tolle Schriftart ausgesucht

Speaker0: und die hat mir gefallen.

Speaker0: Also das habe ich mir damals dazu geschrieben.

Speaker1: Ja, steht hier tatsächlich dran. Gut, dann...

Speaker1: Danke an das Credit-Team für die Schriftart. Ihr habt zumindest den Alexander

Speaker1: hier sehr, sehr glücklich gemacht.

Speaker1: Wenn wir schon dabei sind, ich stehe total auf wunderschöne Serienintros.

Speaker1: Und da muss man sagen, hat Silo meiner Meinung nach auch wieder ein sehr,

Speaker1: sehr gutes visuelles Intro geschaffen, das Kreativ-Team.

Speaker1: Also dieser Serien-Vorspann, den man ja in jeder Folge bekommt.

Speaker1: Die skippe ich dann tatsächlich auch nicht, weil ich mich jedes Mal daran erfreue.

Speaker1: Ist wie damals mit Game of Thrones, das Intro.

Speaker1: Das schaust du einfach, weil es toll ist.

Speaker0: Und schon habe ich die Musik wieder im Ohr.

Speaker1: Gerne. Und ihr offentlich auch. Und jetzt können wir dann aber zum Abschluss kommen, oder Alex?

Speaker0: Ja, ich glaube schon.

Speaker1: Du glaubst schon. Super. Glaube ich mit dir. Ja, das soll sie gewesen sein. Folge 34.

Speaker1: Und dann wünschen wir euch, wo auch immer ihr seid, noch einen schönen Tag oder

Speaker1: auch ein schönes Wochenende.

Speaker1: Vielleicht haben wir euch ein paar Empfehlungen fürs Wochenende mitgegeben.

Speaker1: Wenn ja, lasst es uns gerne wissen. Ihr könnt uns auch gerne über Speakpipe, ihr kennt das,

Speaker1: eine Sprachnachricht schicken, die kommt dann hier mit in diesen Podcast rein

Speaker1: und dann könnt ihr auch eurer Stimme ein Gehör verschaffen und uns natürlich

Speaker1: auch auf Instagram, Facebook oder LinkedIn folgen.

Speaker1: Es ist alles in den Shownotes drin und dann war es das von meiner Seite.

Speaker1: Ich sage Dankeschön und wünsche euch einen ganz tollen Tag.

Speaker0: Ja, das Gleiche wünsche ich euch ebenfalls und dann freue ich mich,

Speaker0: wenn ihr auch zur Folge 35 wieder einschaltet. Macht's gut, bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao.

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