035: The Imitation Game und StartUp

Shownotes

In dieser Episode von Bildschirm Buddies widmen wir uns einem faszinierenden Thema: der Verschlüsselung von Informationen und ihrer historischen Entwicklung, angeführt von der berühmten Enigma. Die Diskussion bietet spannende Einblicke in die Geschichte der Kryptoanalytik, beginnend bei den Bemühungen der alten Ägypter und Griechen, bis hin zu den fortgeschrittenen Technologien von heute. Dabei beleuchten wir die Rolle von Verschlüsselung in unserem täglichen Leben, etwa bei Messaging-Apps wie WhatsApp, und betonen die Bedeutung, vertrauliche Informationen vor unerwünschtem Zugriff zu schützen.

Ein zentrales Augenmerk liegt auf dem Film „The Imitation Game“, der das Leben des Informatikers Alan Turing thematisiert. In unserer Analyse beleuchten wir die persönlichen Herausforderungen, die Turing meisterte, angefangen von seiner Kindheit und der ersten Liebe, über seine entscheidende Rolle in der Codeknackerei während des Zweiten Weltkriegs, bis hin zu den tragischen Ereignissen seines Lebens, die schließlich zu seinem Suizid führten. Der Film verdeutlicht nicht nur die technische Meisterleistung, die hinter der Entschlüsselung der Enigma stand, sondern auch die sozialen Herausforderungen, denen Turing aufgrund seiner Homosexualität gegenüberstand.

Ein weiterer Fokus liegt auf Turings Entwicklung der sogenannten Turing-Bombe, einer kryptoanalytischen Maschine, die eine Vorläuferfunktion für moderne KI-Systeme und automatisierte Entschlüsselungsmethoden darstellt. Wir diskutieren die Relevanz des Turing-Tests, der auch heute noch in der KI-Forschung von Bedeutung ist, und ziehen Parallelen zu aktuellen Technologien, die in der Lage sind, menschenähnliches Denken zu simulieren.

In der zweiten Hälfte der Episode widmen wir uns der Serie „Startup“, die sich mit der Schaffung einer digitalen Währung unter dubiosen Bedingungen auseinandersetzt. Die Handlung folgt einem Bankier und einem Team von Unternehmern, die in Miami mit der Entwicklung einer revolutionären Software konfrontiert werden, die nicht nur für legitime Zwecke verwendet wird, sondern auch in die Hände von Kriminellen fällt. Dabei wird das Zusammenspiel von Technologie und ihren oft dunklen Anwendungen thematisiert.

Die Diskussion hebt die bemerkenswerte Fähigkeit der Serie hervor, komplexe Technologien und deren gesellschaftliche Implikationen realistisch darzustellen. Wir reflektieren über die heutigen Herausforderungen in der Cybersecurity, den Anstieg von Cyberkriminalität und das überwältigende Potenzial moderner Technologien, sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaft zu haben.

Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf den Cast und die Produktionen der beiden Werke, betonen die Anerkennung für die schauspielerischen Leistungen und die authentische Darstellung der historischen Gegebenheiten sowie den technischen Entwicklungen des Handlungsrahmens. Schließlich ermutigen wir unsere Zuhörer, sich mehr mit den Themen Verschlüsselung und Cybersecurity auseinanderzusetzen und sich über geeignete Maßnahmen zu informieren, um die eigene digitale Sicherheit zu gewährleisten.

Shownotes:

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Speaker1: Was haben die Enigma, aktuelle Verschlüsselungstechnologien und Cypher miteinander gemeinsam?

Speaker1: Richtig, es geht darum, Informationen zu schützen, damit sie eben nicht jeder

Speaker1: lesen kann. Und darum geht es heute in der aktuellen Folge von Bildschirm Buddies.

Music:

Speaker1: Bildschirm Buddies, der Film- und Serien-Podcast mit Pascal Wichmann und Alexander

Speaker1: Kais. Musik Musik Musik Musik

Music:

Speaker1: Ja, und damit ein herzliches Willkommen hier bei uns im Bildschirm Buddies Studio.

Speaker1: Der Pascal und ich freuen uns, dass wir euch heute wieder mit einem neuen Film

Speaker1: und einer neuen Serie beglücken dürfen. Und Pascal, ich hoffe, dir geht's gut?

Speaker0: Mir geht's gut. Normalerweise sage ich immer, schlechten Menschen geht's immer

Speaker0: gut. Aber dann werde ich immer korrigiert und muss mir anheben,

Speaker0: du bist doch gar kein schlechter Mensch.

Speaker0: Also ja, mir geht es gut. Ich hoffe dir auch. Ich hoffe unseren Zuhörern auch.

Speaker0: Und ich hoffe, ihr habt auch alle Bock an diesem 28. Februar auf diese Folge.

Speaker1: Ja, das will ich doch sehr, sehr hoffen. Ich habe es gerade ja einleitend schon

Speaker1: gesagt, es geht um Verschlüsselung.

Speaker1: Was könnte da jetzt wohl mit gemeint sein? Ich hatte gerade schon mal die Enigma angesprochen.

Speaker1: Das ist ein sehr berühmtes Gerät, mit dem man Nachrichten verschlüsseln konnte,

Speaker1: damals, zur Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Speaker1: Und Verschlüsselung gibt es ja natürlich auch heute.

Speaker1: Also wenn ihr über WhatsApp zum Beispiel mit euren Freunden schreibt,

Speaker1: dann steht ja auch immer, diese Nachrichten sind Ende zu Ende verschlüsselt

Speaker1: und können von niemandem außerhalb gesehen werden.

Speaker1: Das ist natürlich ein ganz, ganz wichtiges Thema, denn möglicherweise möchte

Speaker1: man ja intime Informationen austauschen oder Sachen, die halt,

Speaker1: keine Ahnung, Bankgeschäfte, Versicherungsthemen sind oder oder.

Speaker1: Und das will man ja nicht, dass das irgendwer Fremdes, ein Hacker oder jemand,

Speaker1: der halt einfach zufällig an diese Informationen kommt, halt lesen kann.

Speaker1: Und deswegen zieht sich Verschlüsselung durch unser ganzes Leben tatsächlich.

Speaker1: Also jeden Tag, wenn ihr eure Smartphones benutzt oder euren Computer,

Speaker1: da ist überall Verschlüsselung mit drin. Und das hat tatsächlich seine Ursprünge

Speaker1: schon lange, lange bevor es die Enigma gegeben hat.

Speaker1: Nämlich schon die Ägypter und die Griechen haben früher Nachrichten verschlüsselt,

Speaker1: damit ein Feind sie sozusagen nicht lesen kann.

Speaker1: Ja, und das haben dann passenderweise natürlich auch die verschiedenen Streitkräfte

Speaker1: in den verschiedensten Kriegen dieser Welt getan. Unter anderem natürlich auch das Dritte Reich,

Speaker1: Die haben nämlich damals miteinander Nachrichten ausgetauscht,

Speaker1: die über Funk übertragen worden sind und niemand konnte das verstehen, was hier gesagt wird.

Speaker1: Das war natürlich für die Alliierten ein großes Problem, denn sobald die verschlüsselten

Speaker1: Nachrichten angefangen haben, hatte man auch keine Möglichkeit mehr herauszufinden,

Speaker1: wo befindet sich jetzt die Person oder das Objekt, was gerade hier funkt und

Speaker1: welche Informationen werden hier übertragen.

Speaker1: Was dann dazu geführt hat, dass man sich angefangen hat, damit zu beschäftigen,

Speaker1: wie könnte man das denn jetzt dechiffrieren?

Speaker1: Pascal, und da kommst du jetzt auf den Plan.

Speaker0: Genau, da komme ich auf den Plan und der Sache mit der Enigma von Alan Turing

Speaker0: nimmt sich der Film The Imitation Game an.

Speaker0: Imitation Game ist 2014 erschienen, also Stand heute wird der Film im August

Speaker0: elf Jahre alt und befasst sich ein wenig mit dem Leben von dem Informatiker Alan Turing.

Speaker0: Und dieser wird gespielt von Benedict Cumberbatch. Und die andere Hauptrolle

Speaker0: ist Keira Knightley. Das sind Schauspieler, über die muss ich jetzt nicht viel

Speaker0: sagen. Die kennt man einfach.

Speaker0: Und da muss man sagen, wir haben das hier heute für euch mal wirklich chronologisch

Speaker0: geortet und sind da so ein bisschen von der Struktur des Films abgewichen.

Speaker0: Weil im Film selber ist das alles miteinander sehr zerwoben und verwoben und

Speaker0: eben nicht so chronologisch.

Speaker0: Und wenn man den Film nicht sieht, und wir würden jetzt auch anfangen,

Speaker0: hin und her zu reden, Wie das im Film abgeht, dann habt ihr alle keinen Bock mehr.

Speaker0: Deswegen habe ich das mal so ein bisschen aufgedröselt.

Speaker0: Wir beginnen 1928 und sehen den jungen Alan Turing, der ein introvertierter

Speaker0: Junge ist und der aufgrund seiner Introvertiertheit und Andersartigkeit von

Speaker0: seinen Mitschülern gemobbt wird.

Speaker0: Es gibt im Grunde genommen nur einen, der zu ihm steht und das ist nämlich sein Freund Christopher.

Speaker0: Und sie tauschen im Mathematikunterricht untereinander verschlüsselte Botschaften

Speaker0: aus und Alan beginnt sich daraufhin, den Christopher zu verlieben.

Speaker0: Als er ihm aber nach den Ferien seine Liebe offenbaren möchte,

Speaker0: erfährt er, dass sein Kumpel Christopher in einer Tuberkulose gestorben ist.

Speaker0: Also das ist schon relativ früh so der erste tiefe Schlag in dem Leben von Alan Turing gewesen.

Speaker0: Dann macht man einen Zeitsprung ins Jahr 1939 bis 1941.

Speaker0: Alex hat es gerade gesagt, das Dritte Reich ist gerade am Wirken auf dem europäischen

Speaker0: Kontinent und hier beginnen auch wir.

Speaker0: Denn nach Beginn der Kriegshandlung zwischen Deutschland und Großbritannien

Speaker0: bewirbt sich Turing um eine Stelle bei der Government Code and Cypher School

Speaker0: im Bletchy Park, um eben, wie Alex es auch gesagt hat,

Speaker0: zu lernen, wie kann ich etwas dechiffrieren, damit man eben an geheime,

Speaker0: verschlüsselte Botschaften rankommt.

Speaker0: Im Vorstellungsgespräch mit Commander a la Stair Denniston macht er zwar wegen

Speaker0: Arroganz und sozialer Inkompetenz einen negativen Eindruck, kann aber Denniston

Speaker0: überzeugen, ihn einzustellen.

Speaker0: Zusammen mit Joe Alexander, John Camcross und Peter Hilton, Keith Furman und

Speaker0: Charles Richards soll er durch die Enigma verschlüsselte Nachrichten der deutschen Armee knacken.

Speaker0: Also die Enigma, wenn ich das richtig

Speaker0: im Verständnis habe, war eben diese Verschlüsselungstechnik der Nazis.

Speaker0: Und weil die Nazis ja ständig den technologischen Fortschritt hatten,

Speaker0: wollten die Briten unbedingt diese Enigma knacken, um eben Feldbewegungen und

Speaker0: geplante Angriffe frühzeitig zu erkennen, um eben darauf reagieren zu können.

Speaker0: Und was damals bei den Ägyptern so war, das ist zwar im Zweiten Weltkrieg so

Speaker0: gewesen, ist heute so, es ist immer ein Kampf um Informationen in einem Datenkrieg,

Speaker0: den man hat, der ja letzten Endes dann auch Konflikte für sich entscheidet.

Speaker0: Ziemlich schnell entwickelt Turing die Idee, eine kryptoanalytische Maschine zu bauen,

Speaker0: um den täglich sich ändernden Schlüssel der Enigma schneller herauszufinden

Speaker0: und findet dafür allerdings keine Unterstützung bei seinen Vorgesetzten,

Speaker0: weshalb er sich dann an Winston Churchill wendet,

Speaker0: der ihn daraufhin als Leiter des Teams einsetzt.

Speaker0: Turing kündigt dann ziemlich schnell Firmen und Richards und stellt dafür Joanne

Speaker0: Clark und weitere Mitarbeiter ein und zu Joanne Clark baut er während der Arbeit

Speaker0: eben eine Freundschaft auch zusätzlich auf.

Speaker0: Da Clarks Eltern sie drängen sich zu verloben, macht Turing ihr einen Heiratsantrag,

Speaker0: damit sie weiter an dem Projekt arbeiten kann.

Speaker0: Also es ist jetzt auch kein Heiratsantrag aus Liebe gewesen,

Speaker0: sondern einfach nur aus der Gegebenheit heraus, dass sie weiterarbeiten musste,

Speaker0: aber die Eltern eben wollten, dass sie verlobt wird.

Speaker0: Und so wird dann irgendwann eine elektromechanische Knackmaschine,

Speaker0: so wird sie im Film Christopher genannt, fertig, aber arbeitet viel zu langsam,

Speaker0: um die deutschen Kryptoprogramme brechen zu können.

Speaker0: Das Team hat eine Frist von einem Monat bekommen, in dem es Fortschritte vorweisen soll.

Speaker0: Andernfalls wird das Projekt von Denniston gestoppt.

Speaker0: Als eine Kollegin einer anderen Abteilung bei einem Flirt mit Hugh Alexander

Speaker0: erwähnt, dass sie Deutsches gegenüber seine Funksprüche immer gleich einleitet,

Speaker0: hat Turing hier die entscheidende Idee,

Speaker0: da zu Beginn jedes Tages ein Wetterbericht verschlüsselt gesendet wird,

Speaker0: der stets mit denselben Worten beginnt und endet, kann das Team den Suchraum

Speaker0: für die Maschine erheblich einschränken.

Speaker0: Und dann gelingt es eben auch endlich, mit dieser Maschine die Enigma entsprechend

Speaker0: oder den Code für die Enigma entsprechend zu knacken.

Speaker0: Und das sorgt dann eben dafür, dass einige der nun bekannten deutschen Angriffspläne

Speaker0: nicht weitergeleitet werden und Verluste auf Seiten der Alliierten in Kauf genommen werden.

Speaker0: Da Turing und sein Team befürchten, die Deutschen würden ansonsten erkennen,

Speaker0: dass die Enigma komprimiertiert ist und die Verfahren oder das System gar ändern.

Speaker0: Das ist so während des gesamten Krieges. Und dann springen wir nochmal in den

Speaker0: dritten Abschnitt des Films ins Jahr 1951.

Speaker0: Und hier wird bei Turing im Haus eingebrochen. Und bei der Polizei gibt er an,

Speaker0: dass nichts gestohlen wurde und die Polizisten ihm wegschickt.

Speaker0: Schöpfte ein Beamter von der Polizei

Speaker0: den Verdacht, er könnte ein Agent des russischen Geheimdienstes sein.

Speaker0: Also das muss man sich mal reinziehen. Er war Brite, er war an der Entschlüsselung

Speaker0: der Enigma beschäftigt oder beteiligt und wird jetzt als russischer Geheimdienstagente

Speaker0: angesehen von der Polizei.

Speaker0: Bei den Ermittlungen in diese Richtung kommt nun per Zufall heraus,

Speaker0: dass Turing homosexuell ist, was in den 50er Jahren ja auch noch ein Problem war.

Speaker0: Wird er wegen grober Unzucht und sexueller Perversion verurteilt und vor die

Speaker0: Wahl gestellt. entweder zwei Jahre Haft oder eine Hormontherapie.

Speaker0: Und da er im Gefängnis seiner Arbeit nicht nachgehen kann, entscheidet er sich

Speaker0: für die Hormontherapie, die mit starken Nebenwirkungen einhergeht.

Speaker0: Und bei einem Besuch seiner ehemaligen Verlobten, Joan Clark,

Speaker0: erleidet er dann den emotionalen Zusammenbruch.

Speaker0: Und daraufhin gibt es dann den Suizid, der im Film nicht gezeigt wird,

Speaker0: aber dann im Abspann zumindest kurz erwähnt wird.

Speaker0: Turing hat sich nämlich im Alter von 41 Jahren dann selbst umgebracht.

Speaker1: Ja, Turing ist tatsächlich da ein wegweisender Mensch gewesen,

Speaker1: auch für viele Dinge, die heute einfach in Standardverschlüsselungstechnologien existieren.

Speaker1: Dieses Gerät, was er da gebaut hat, diese Turing-Bombe, die hat tatsächlich

Speaker1: teilweise schon auch einen Ansatz, den wir heute vielleicht auch aus KI-Entwicklung sehen können.

Speaker1: Das System, was er da gebaut hat, dieser Christopher, also der hat die Maschine

Speaker1: ja nach seinem verstorbenen Freund genannt,

Speaker1: hat er als eine Art elektrischen Verstand bezeichnet, was ja eigentlich eine

Speaker1: Art Vorläufer zu KI oder zu automatisierten Dechiffrier-Methoden einfach dargestellt hat.

Speaker1: Turing hat unter anderem den Turing-Test vorgeschlagen 1950 und das ist tatsächlich

Speaker1: auch ein Thema, was heute immer noch Anwendung findet, Denn man versucht mit

Speaker1: dem Turing-Test die Fähigkeiten von einer Maschine zu bewerten,

Speaker1: menschenähnliches Denkvermögen zu zeigen.

Speaker1: Der Turing-Test ist kein Anzeichen für eine echte Intelligenz und aktuelle künstliche

Speaker1: Intelligenzsysteme, sei es jetzt JetGPT oder jetzt neu aus China DeepSeq,

Speaker1: die würden den Turing-Test mittlerweile ohne weiteres bestehen.

Speaker1: Aber im Laufe der letzten Jahrzehnte gab es tatsächlich Fälle,

Speaker1: wo Programme wie Elisa in den 1960ern oder Eugene Gustman 2014 im begrenzten

Speaker1: Rahmen Menschen tatsächlich täuschen konnten.

Speaker1: Und ich muss sagen, mir hat der Film aus der Perspektive der Nerdigkeit von

Speaker1: Turing sehr gut gefallen.

Speaker1: Und einfach auch, weil das halt einen Ursprung darstellt, einfach für viele

Speaker1: Dinge, die wir halt heute tatsächlich einfach noch sehen.

Speaker1: Und man muss sich auch mal überlegen, welche technologische Entwicklung zu der

Speaker1: damaligen Zeit, in welchen Sprüngen wir uns da halt weiter bewegt haben.

Speaker1: Also mein Zuse, der erste Computer, den Konrad Zuse damals entwickelt hat,

Speaker1: waren so die Vorläufer, die dann dazu geführt haben, dass zum Beispiel die Deutsche

Speaker1: TK Limit zur Zeit des Dritten Reiches diese Volkszählung mit Lochkarten machen konnte.

Speaker1: Wissen übrigens viele nicht, die Deutsche TK Limit wurde später Teil von IBM.

Speaker1: Das ist ein sehr düsteres Kapitel in der Firmengeschichte von IBM und jetzt

Speaker1: durch den Aufkauf auch von Lenovo.

Speaker1: Da wird nicht so gerne drüber geredet, denn die haben sich halt unter anderem

Speaker1: durch Nazi-Gelder finanziert.

Speaker1: Und diese Enigma selber, das war halt einfach ein technisches Wunderwerk.

Speaker1: Man muss sich vorstellen, wie sage ich das am besten?

Speaker1: Es ist halt eine elektromechanische Rotor-Schiffriermaschine,

Speaker1: könnte man es nennen, mit einer Tastatur.

Speaker1: Da konnte man die Nachricht eintippen.

Speaker1: Ein Lampenfeld, was dann quasi den Buchstaben in verschlüsselter Form dargestellt hat.

Speaker1: Also stellt euch vor, ihr drückt ein A und anhand des Codes wird da draußen Z dargestellt.

Speaker1: Dadrin verbaut war dann noch halt ein Rotor, der halt mit drei bis fünf rotierenden

Speaker1: Scheiben die Buchstaben nach einem bestimmten Muster durcheinander gewischt hat.

Speaker1: Ja, und jeder Tastendruck verändert quasi die Position der Rotoren,

Speaker1: sodass die Verschlüsselung sich mit jedem einzelnen Tastendruck geändert hat.

Speaker1: Es gab also keine geradlinige Verschlüsselung, so wie wenn wir uns jetzt heute

Speaker1: eine Tabelle malen und sagen, jedes A ist ein Z und jedes B ist ein A,

Speaker1: dass wir quasi das Alphabet von hinten nach vorne aufziehen.

Speaker1: Das wäre ja relativ schnell nachvollziehbar, wenn man das Muster dahinter erkennt.

Speaker1: Aber dadurch, dass sich hier dieser Chiffriermechanismus mit jedem einzelnen

Speaker1: Tastendruck verschiebt und verändert, war es halt einfach eine unglaubliche

Speaker1: Herausforderung für Turing und sein Team, diese Botschaften,

Speaker1: die die Nazis da verschickt haben, zu entschlüsseln.

Speaker1: Also das war schon eine technologische Meisterleistung auf beiden Seiten.

Speaker0: Ja, definitiv. Und ich glaube, das ist auch etwas, was ja auch viele Menschen vergessen.

Speaker0: Also viele tun ja so, du hast gerade erzählt, wir haben jetzt künstliche Intelligenz,

Speaker0: wir haben Chat-GPT, wir haben Google Gemini, wir haben jetzt DeepSeek aus China.

Speaker0: Die Leute tun alle so, als wäre das etwas Neues, etwas Geniales.

Speaker0: Aber im Grunde genommen, du hast es gerade sehr schön erklärt,

Speaker0: also danke auch dafür, gibt es da schon ganz, ganz lange.

Speaker0: Und umso bemerkenswerter finde ich, dass Menschen damals, also damals,

Speaker0: das klingt jetzt auch, als wäre das 100 Jahre her, aber vor einigen Jahrzehnten

Speaker0: mit ihren begrenzten technischen Möglichkeiten schon in der Lage gewesen sind,

Speaker0: solche hochkomplexen Maschinen zu bauen, immer wieder spannend tatsächlich.

Speaker0: Und ich finde, das bringt der Film hier auch wirklich sehr, sehr gut rüber,

Speaker0: aber auch zu zeigen, wie schwer es tatsächlich ist, eine Gegenmaschine zu bauen,

Speaker0: die dann eben auch dechiffriert.

Speaker0: Also das ist ja was anderes als Dan Browns Cryptex in Da Vinci Code,

Speaker0: wo wir auch wieder beim Verschlüsseln wären,

Speaker0: aber das ist hier von der technischen Komponente einfach nochmal ein ganz anderes neues Level,

Speaker0: was den Film auch abseits der Story um den Zweiten Weltkrieg,

Speaker0: es spielt ja nun mal oder es ist ja auch wirklich nun mal im Zweiten Weltkrieg

Speaker0: passiert, aber auch abseits dieser Thematik unglaublich spannend ist und jetzt

Speaker0: nicht nur die Geschichtsliebhaber abholt,

Speaker0: sondern eben auch die Technik-Nerds, wenn man so sagen möchte.

Speaker1: Ja, also schon allein eben aus dem Gesichtspunkt war ich da sehr begeistert von dem Thema an sich.

Speaker1: Man muss auch hier wieder sagen, so wie auch heute, wenn man Cybervorfälle mitbekommt

Speaker1: und dann halt mal nachliest, wie konnte es überhaupt dazu kommen,

Speaker1: dass hier Daten entschlüsselt wurden, wie konnte es passieren,

Speaker1: dass Daten geklaut werden.

Speaker1: Auch hier ist ein großer Teil der Fehler, die begangen wurden,

Speaker1: auf menschliche Fehlbedienung zurückzuführen.

Speaker1: Denn ein ganz wichtiger Indikator war bei der Entschlüsselung,

Speaker1: dass die Nachrichten immer mit den gleichen Phrasen begonnen oder geendet haben.

Speaker1: Zum Beispiel fing jede Nachricht, die ein Wetterbericht war,

Speaker1: halt mit dem Wetterbericht an.

Speaker1: Das heißt, da hatte ich etwas als Entschlüsselungsmechanismus,

Speaker1: an dem ich mich festhalten kann. Oder es wurde am Ende immer Heil Hitler geschrieben.

Speaker1: Es war immer die gleiche Zeichenfolge am Ende jeder Nachricht,

Speaker1: weil immer Heil Hitler geschrieben wurde.

Speaker1: Und das war halt einfach ein großer Fehler in der Bedienung.

Speaker1: Und zusätzlich kommt noch hinzu, dass manche Funker halt teilweise leicht vorhersehbare

Speaker1: Tagesschlüssel benutzt haben oder anderweitige Fehler gemacht haben.

Speaker1: Und wer weiß, ob ohne diese menschlichen Bedienfehler von dieser Technologie

Speaker1: Turing mit seinem Team überhaupt in der Lage gewesen wäre, das Ganze zu entschlüsseln.

Speaker0: Das ist eine spannende Frage, aber ja, das ist halt wieder der Risikofaktor

Speaker0: Mensch und den werden wir nie abschalten können, deswegen wird es da wahrscheinlich

Speaker0: immer seine Anfälligkeiten geben, egal wie sicher du auch heute durch VPN-Verschlüsselung etc.

Speaker0: Oder zweiter Faktor Authentifizierung bei Online-Zahlungen zum Beispiel,

Speaker0: egal wie sicher du diese Systeme machst, der Mensch ist immer halt noch ein

Speaker0: Risiko, dass du nicht einfach abschalten kannst.

Speaker1: Ja, absolut, ja. Und was vielleicht halt auch natürlich, muss man auch dazu

Speaker1: sagen, das hatten wir in der Folge mit Joshua,

Speaker1: ich glaube, dass die Leute sich früher viel tiefer in Dinge halt einfach reingefuchst

Speaker1: haben, um es herauszufinden, weil wir reden hier immer noch von den 40ern. Also, das stimmt.

Speaker0: Die hatten halt, das meinte ich ja gerade, sie hatten damals noch nicht diese

Speaker0: Möglichkeiten, die wir heute haben.

Speaker0: Natürlich waren die dann auch versessener darauf, schnell irgendwelche Ergebnisse

Speaker0: zu finden oder irgendwas Neues zu entdecken.

Speaker0: Das sieht man ja auch in nahezu allen möglichen Forschungsgebieten.

Speaker0: Damals vor der Technisierung der Wissenschaft haben die Wissenschaftler wirklich

Speaker0: exzessiv richtige Wissenschaft betrieben. Soll nicht heißen,

Speaker0: dass sie das heute nicht mehr tun, aber heute sind ihre Möglichkeiten einfach anders.

Speaker0: Heute können sie viel mehr mit

Speaker0: weniger Aufwand betreiben als die Wissenschaftler noch vor 40, 50 Jahren.

Speaker1: Ja, ganz klar. Und wie gesagt, klar, eine Kriegswirtschaft führt natürlich auch

Speaker1: immer zu technologischen Sprüngen, die halt ohne diese Situation gar nicht möglich gewesen wären.

Speaker1: Ähnlich wie bei Masters of the Air, dieses Zielgerät, was die Amerikaner in

Speaker1: ihren Bombern verbaut hatten, mit dem die quasi gearbeitet haben.

Speaker1: Das war ja auch was, was unbedingt schützenswert war, wenn so ein Bomber abgeschossen

Speaker1: wird, dass die Deutschen auf gar keinen Fall in Besitz von diesem Zielgerät

Speaker1: kommen und natürlich, um dann noch die dritte Folge zu zitieren,

Speaker1: Oppenheimer und die Entwicklung rund um die Atombombe wäre auch ohne diesen

Speaker1: Krieg sehr wahrscheinlich nicht zu dieser Zeit passiert.

Speaker0: Richtig. Und über beide Filme und Serien haben wir auch gesprochen.

Speaker0: Hört euch die Folgen einfach gerne an. Müsst ihr ein bisschen scrollen,

Speaker0: weil die sind auch schon über ein Jahr her. Die Master of the Air-Folge dürfte jetzt ein Jahr her sein.

Speaker1: Oppenheimer war die erste, glaube ich sogar.

Speaker0: Genau, Oppenheimer war meine ich auch die erste. Und ohne Atombombe,

Speaker0: also ohne Zweiten Weltkrieg, hätte es die Atombombe nicht so früh gegeben.

Speaker0: Und natürlich löste das dann eben auch diesen nächsten technologischen Fortschritt

Speaker0: aus mit der Wasserstoffbombe, die es auch ohne Atombombe nie gegeben hätte.

Speaker0: Also das sind Herleitungen und Weiterentwicklungen, das ist halt die Evolution

Speaker0: des Krieges, wenn man so möchte.

Speaker1: Ja, absolut, ja. Ja gut, was man bei dem Film relativ schnell sich fragen könnte,

Speaker1: zumindest habe ich mich das gefragt und habe es dann auch recherchiert,

Speaker1: ob Turing vielleicht unter Asperger gelitten hat, also Asperger-Syndrom hat.

Speaker1: Und es gibt aber tatsächlich da keinen wirklichen Hinweis da drauf.

Speaker1: Er war halt einfach ein Nerd mit einer unglaublichen Inselbegabung.

Speaker0: Ja, aber das ist ja auch etwas, wenn ich inselbegabt bin oder als Nerd da stehe,

Speaker0: dann glaubt ja sowieso jeder, dass man Asperger hat.

Speaker0: Weil man ja anders ist als der Großteil der Menschen.

Speaker0: Das ist halt auch eine Stereotypisierung, die dann auch echt nicht cool ist.

Speaker1: Nee, absolut nicht. Also er ist halt so ein bisschen wie Sheldon Cooper,

Speaker1: kann man sich das vorstellen.

Speaker1: Also wenn man jetzt aus aktuellen Comedy-Serien einen Vergleich braucht,

Speaker1: ist er wie Sheldon Cooper oder wie der neue Chefarzt bei Chicago Mad ab der

Speaker1: zweiten Staffel, der ja tatsächlich Asperger hat und halt zwar ein begnadeter

Speaker1: Chirurg ist, aber halt menschlich überhaupt nicht kann.

Speaker1: Okay, ja, es ist auf jeden Fall genau so.

Speaker0: Gut, da muss ich dir einfach mal glauben.

Speaker1: Ja, nee, aber es ist ein guter Film, wenn man auf das Thema Technologie steht.

Speaker1: Ansonsten müsste es den Film jetzt nicht unbedingt geben.

Speaker0: Nee, das stimmt. Das sagt übrigens auch eine Historikerin.

Speaker0: Also es gibt eine Historikerin aus England, die, ja, genau, die Historikerin

Speaker0: Alex von Tunzelmann beschuldigt nämlich den Film eine üble Nachrede in Bezug

Speaker0: auf Turing und weist hier eine Reihe von historischen Falschdarstellungen nach.

Speaker0: Also wer jetzt denkt, er guckt sich den Film an und sieht wirklich eine historische,

Speaker0: akkurate 1 zu 1 Abbildung des Lebens,

Speaker0: der wird hier massivst enttäuscht, weil es hier tatsächlich historisch gesehen

Speaker0: viele nicht korrekte Platzierungen gibt und viele Falschdarstellungen.

Speaker0: Vieles wird von ihr persönlich für aberwitzig gehalten.

Speaker0: Das heißt, das ist eine ordentliche Watsche.

Speaker0: Da denke ich mir dann aber auch immer, gut, es ist schön, dass Historiker die

Speaker0: historischen Vergleiche ziehen, aber wenn ich einen Film gucke,

Speaker0: der in erster Linie um ein Leben geht und eine Erfindung aus diesem Leben,

Speaker0: dann hat der Film auch den Auftrag, eine gewisse künstlerische Freiheit umzusetzen.

Speaker0: Und wenn ich jetzt ein Leben eins zu eins verfilme, dann locke ich damit auch

Speaker0: keine Menschen in die Kinos, weil dann kann ich mir auch ein PowerPoint-Referat

Speaker0: in der Schule anhören über diesen Menschen.

Speaker0: Das heißt, ein Film hat einen Unterhaltungsauftrag und den erfüllt der Film

Speaker0: hier tatsächlich. Was mir auch gut gefallen hat und wer uns regelmäßig hört,

Speaker0: der weiß, dass ich da ein Fan bin.

Speaker0: Ich bin ja ein Fan von authentischen Sets und das hat man hier in dem Film eben

Speaker0: auch im Zuge der Produktion gut umgesetzt.

Speaker0: Der Film wurde in dreieinhalb Monaten gedreht und zu den Drehorten gehörten

Speaker0: tatsächlich Tourings alte Schule Sherbourne und Bletchley Park,

Speaker0: wo er eben mit seinen Kollegen im Krieg gearbeitet hat.

Speaker0: Gedreht wurde in den englischen Orten Nettlebed, Oxfordshire,

Speaker0: Chessham und Buckingshamshire, sowie in Bigchester Airfield und im Law Society

Speaker0: Building der Londoner Chainsaw.

Speaker1: Ich höre jetzt schon alle Leute, die Britisches Britisch mögen,

Speaker1: das heißt nicht Shire, das ist Shire.

Speaker0: Entschuldigung.

Speaker0: An all die britischen Englischlieferhaber hier, fühlt euch nicht allzu sehr getriggert.

Speaker1: Ich gebe euch noch einen Trigger mit Worcestersauce und nicht Worcestersauce.

Speaker0: Also Alex, wenn wir jetzt in der Statistik sehen, dass die Leute jetzt abbrechen,

Speaker0: dann hast du dem Fass im Boden ausgeschlagen.

Speaker1: Okay, Minute 21, wenn die Durchhörrate ab jetzt kaputt ist, dann wissen wir warum.

Speaker0: Es gibt dieses wunderbare Meme im Internet, da steigt so ein Mann aus dem Holzfass.

Speaker0: Darüber steht, wenn die Frau seit drei Tagen gute Laune hat,

Speaker0: dann springt der Mann aus dem Fass und sagt, heute machen wir mal so richtig einen Fass auf.

Speaker0: Und dieses Meme passt jetzt ganz gut auch auf dich hier.

Speaker0: Ja, sonst gibt es von meiner Seite nicht mehr viel zu erzählen.

Speaker0: Wo könnt ihr den Film gucken?

Speaker0: Zu sehen gibt es den als Video-on-Demand-Stand heute, Ende Januar,

Speaker0: auf Join und auf Amazon. Sonst müsst ihr den kaufen.

Speaker0: Filmstarts gibt dem 4,1 von 5 Stern, Moviepilot 7,5 von 10 und IMDb 8 von 10.

Speaker0: Also die Publikumskritiken und die Fachkritiken sind ausgeglichen.

Speaker0: Ihr macht definitiv nichts verkehrt, wenn ihr diesen Film schaut.

Speaker1: Nee, überhaupt nicht. Und ich glaube auch, die Leute, die sich jetzt über historische

Speaker1: Genauigkeit aufregen, wenn man danach sucht, würde man bestimmt auch für Zurück

Speaker1: in die Zukunft Teil 2 irgendwen finden, der sagt, dass genau dieses Holzrad,

Speaker1: was Emmett Brown da ans Auto ranschraubt, das gab es aber zu der Zeit noch gar

Speaker1: nicht so. Ja, es ist egal, es ist ein Film, okay.

Speaker1: Bleibt mal cool, also was soll das?

Speaker1: Ja, ich habe mir ansonsten noch ein paar kleinere Stichpunkte aufgeschrieben.

Speaker1: Ich fand das CGI nicht gut, gerade bei den Bombardierungen. Das war relativ billig.

Speaker1: Das sah so ein bisschen aus wie Computertechnologie Anfang der 2010er Jahre.

Speaker1: Also das war nicht gut animiert. Da hätte man durchaus...

Speaker0: Aber der Film wird elf Jahre alt.

Speaker1: Ja, trotzdem. Also guck mal, wie viele alte Filme wir schon besprochen haben.

Speaker0: Ja, stimmt.

Speaker1: Also das CGI war nichts. Also das hätte man besser machen können.

Speaker0: Du hast recht.

Speaker1: Und ansonsten fand ich es noch relativ witzig. Bei Bombardierungen wurde ja immer verdunkelt.

Speaker1: Also die ganze Stadt wurde ja das Licht ausgemacht, damit man quasi dem Feind

Speaker1: nicht so viele Anhaltspunkte gibt, an denen man sich orientieren kann.

Speaker1: Und Turing fährt mit dem Fahrrad durch die Stadt während einer Bombardierung.

Speaker1: Also entweder hat er Ray-Ban Vision und hat im Dunklen alles sehen können oder

Speaker1: aber er hat einfach unglaubliches Glück gehabt.

Speaker1: Also er fährt da durch, als ob es helligster Tag wäre. Und ich habe mir gedacht,

Speaker1: nein, das wäre so nicht passiert.

Speaker0: Das stimmt. Jetzt werde ich, wenn ich den Film nochmal schaue,

Speaker0: wieder an diese Szene und an deine Aussagen mit der Ray-Ban Vision.

Speaker0: Das wäre eigentlich die perfekte Werbung, wenn es denn so gewesen wäre.

Speaker0: Jetzt fühlen sich bestimmt alle Historiker getriggert. Die Ray-Ban-Vision, die kam viel später.

Speaker0: Nein, aber es ist gut. Schön, dass du mich jetzt auf einen neuen Betrachtungswinkel

Speaker0: aufmerksam gemacht hast. Ich bin ja wirklich so ein bisschen autistisch verankert.

Speaker0: Wenn ich dann sowas weiß, dann achte ich jetzt beim nächsten Mal wirklich darauf.

Speaker0: Also wenn du mich ärgern möchtest, Alex, oder auch ihr Zuhörer,

Speaker0: wenn ihr mich ärgern möchtet, weist mich einfach auf irgendetwas hin,

Speaker0: was euch in dem Film gestört hat.

Speaker0: Und dann gucke ich mir das an. Also dann achte ich da wirklich penibel drauf.

Speaker1: Du meinst sowas wie die Armbanduhr bei Gladiator?

Speaker0: Gab es da nicht auch mal bei Game of Thrones in der letzten Staffel nicht die

Speaker0: eine Szene am Set, wo der Starbucks-Becher stand auf dem Tisch?

Speaker0: Ja, also solche Geschichten sind das.

Speaker1: Ja, Filmfehler sind cool.

Speaker0: Ja, definitiv.

Speaker1: Da beschäftigt sich ja auch Kathi sehr ausführlich damit.

Speaker1: Also der 5-Minuten-Harry-Podcast gerne mal reinhören oder jetzt eben in die neue Serie von Kathi.

Speaker1: Ja, gut, damit wären wir, glaube ich, mit dem Film durch.

Speaker1: Kommen wir doch mal zur Serie, die wir heute besprechen möchten,

Speaker1: weil wir bleiben tatsächlich bei der Kryptografie.

Speaker1: Pascal, magst du uns was zur Serie erzählen? Hast du die gesehen?

Speaker0: Ja, sie vor langer Zeit gesehen, als sie erschienen ist. Also mein Gedächtnis

Speaker0: hat ein paar Lücken, aber es hat noch gereicht, um das hier heute aufzuarbeiten.

Speaker0: Ja, die Serie ist Startup. Wer sie nicht kennt, ist erschienen zwischen 2016

Speaker0: und 2018 in insgesamt 30 Folgen in drei Staffeln. Ich wollte gerade erst 30 Staffeln sagen.

Speaker0: Läuft auf AXN Black. Das ist ein Amazon-Channel, da könnt ihr die Serie dann streamen.

Speaker0: Positiv in Erinnerung bleiben mir die tollen Bilder und der großartige Seriencast,

Speaker0: den man selten in dieser Form erlebt. Worum geht es in Startup?

Speaker0: Bankier Andy Tellman hat Geld von dubiosen Quellen gestohlen und will dies nun,

Speaker0: da das FBI in Person den korrupten Agenten Phil Resk auf ihn aufmerksam geworden

Speaker0: ist, verstecken und involviert dafür sein Sohn Nick.

Speaker0: Nick investiert dieses schmutzige Geld in das Startup der kubano-amerikanischen

Speaker0: Programmiererin Izzy Morales, die eine revolutionäre Software für eine unabhängige

Speaker0: digitale Währung entwickelt hat. Das klingt wirklich unglaublich toll, oder?

Speaker0: Zusammen mit Ronald Dacey, einem Gangster aus Little Hall, dem ein Teil des

Speaker0: gestohlenen Geldes gehört, gründen die beiden dann das Startup,

Speaker0: um diese Idee umzusetzen.

Speaker0: Handlungsort der gesamten Serie ist vor allem Miami.

Speaker0: Das ist ja auch geografisch am naheliegsten, wenn es eine banoamerikanische Firma ist.

Speaker0: Ja, und so zeigt uns Startup, was geschieht, wenn man eine ebenso brillante

Speaker0: wie umstrittene Technologie von den falschen Leuten angewendet wird.

Speaker0: Auf den Straßen von Miami treffen zufällig drei Privatunternehmer aufeinander,

Speaker0: die gewillt sind, für ihren Erfolg alles zu tun.

Speaker0: Zur Ergründung ihrer Technikfirma sind sie auf das schmutzige Geld einer haitianischen Gang angewiesen.

Speaker0: Schon bald wird aus der zwiedichtigen finanziellen Investition ein Kampf um

Speaker0: Überleben, in dem sich am Ende auch das FBI einschaltet. Das ist im Grunde genommen

Speaker0: die Story-Handlung der drei Staffeln.

Speaker1: Ja, und auch da fühlte ich mich wieder abgeholt, weil vor allem die Hackerin

Speaker1: Isi Morales in der Serie einen glaubwürdigen Job tatsächlich abliefert.

Speaker1: Und das, was die da an Software entwickeln, wird in erster Linie erstmal nicht

Speaker1: für was Gutes benutzt, sondern diese App wird relativ schnell auf sämtlichen

Speaker1: Handys von Drogendealern verteilt.

Speaker1: Und so konnte man dann relativ einfach und vor allem ohne, dass die Ermittlungsbehörden

Speaker1: da Einblick bekommen in das, was da passiert, halt Drogendeals ausmachen,

Speaker1: seine Drogen drüber bezahlen.

Speaker1: Und wenn man mal mit dem Blick von heute die Serie sich anguckt,

Speaker1: dann haben die im Grunde genommen Telegram beschrieben.

Speaker0: Stimmt, Telegram ist wirklich so ein verruchter Ort.

Speaker1: Absolut, ja. Also es gibt mittlerweile, vielleicht weiß das nicht jeder,

Speaker1: jede Menge Bots auf Telegram, wo man sich, wenn man in die Gruppe reinkommt,

Speaker1: wenn man weiß, wo man hin muss. tatsächlich ohne weiteres halt zum Beispiel

Speaker1: Drogen drüber bestellen kann.

Speaker1: Also es ist gar nicht mehr so kompliziert, wie es vielleicht vor der Technologie

Speaker1: war, dass man jemanden kennen musste, der jemanden kennt und dann gibt es irgendwo

Speaker1: düstere Orte, wo man hingeht und dann hey, pst und hey und Geld austauschen und so,

Speaker1: sondern es ist tatsächlich leider mittlerweile wirklich so, dass das sehr digital

Speaker1: geworden ist, dieses ganze Business.

Speaker1: Jetzt nicht nur, wenn es um Drogen geht. Wenn man mal so in Richtung Darknet

Speaker1: guckt, im Darknet kann man so ziemlich alles kaufen gegen Bitcoins,

Speaker1: was man sich nur vorstellen kann. Und genau diesen Ansatz fährt die Serie hier auch.

Speaker1: Und ich muss sagen, dafür, dass die bis 2018 lief, 2016, der Krankenwagen ist wieder mal bei Pascal.

Speaker0: Der Krankenwagen schon wieder, jedes Mal.

Speaker1: 2016, das ist jetzt neun Jahre her, hatten die tatsächlich, glaube ich,

Speaker1: sehr gute Berater, die ihnen da diverse Konzepte einfach gepitcht haben beim

Speaker1: Entwurf und bei der Erstellung des Drehbuches.

Speaker1: Weil das sind jetzt Sachen, die halt heute tatsächlich so Realität sind mittlerweile.

Speaker0: Definitiv. Ja, das wirkt alles so, als

Speaker0: hätte man damals einfach schon eine Riesenaussicht auf die Zukunft gehabt.

Speaker0: Manchmal erschrickt mich das, wenn man dann tatsächlich sieht,

Speaker0: Serienfilme, teilweise zehn Jahre oder älter, haben dann schon einen guten Blick

Speaker0: auf das gehabt, was dann in der Zukunft entsteht.

Speaker0: Aber auch das Thema hatten Alex, genau, mit Joshua.

Speaker1: Mit Joshua, mit Pascal, mit Tim, mit wem auch immer. Genau, er heißt Joshua.

Speaker0: Er heißt Joshua, genau das hatten wir auch in Folge 33, nur dass wir da nicht

Speaker0: über Serienschöpfer gesprochen haben, sondern über Autoren, die ja tatsächlich

Speaker0: auch über diesen gewissen Blick verfügen.

Speaker0: Also wer auch da mal die Antwort und die Aktierung haben möchte,

Speaker0: einfach mal in Folge 33 reinhören, wer es noch nicht getan hat.

Speaker0: Was ich hier am Cast richtig cool fand oder was mich im ersten Augenblick so

Speaker0: ein bisschen verwirrt hat, war, ich bin davon ausgegangen, dass Christoph Waltz mitspielt.

Speaker0: Das liegt jetzt nicht daran, dass Christoph Waltz mitspielt,

Speaker0: sondern dass wir hier einen Darsteller in der Serie haben, der Christoph Waltz

Speaker0: zum Verwechseln ähnlich aussieht.

Speaker0: Das ist nämlich Tony Planer, der in der Serie den Adolfo Morales spielt,

Speaker0: der auf den ersten Blick tatsächlich unweigerlich wie ein wenig,

Speaker0: wie eine auf Wisch bestellte Kopie von Christoph Waltz aussieht.

Speaker1: Echt jetzt? Also ich gucke mir das Bild gerade an von Tony Planer.

Speaker1: Also ich sehe da kein Christoph Walz.

Speaker0: Also wenn ich jetzt an seine Rolle zurückdenke von Dr.

Speaker0: Walz aus Django, dann hat er da schon eine gewisse Ähnlichkeit.

Speaker1: Ja, mit ganz viel guten Willen und Augen zukneifen könnte man,

Speaker1: ja. Es ist halt ein angegrauter älterer Herr. Also ja.

Speaker0: Richtig. Wenn wir aber bei diesem wirklich meiner Meinung nach phänomenalen

Speaker0: Cast bleiben, sieht man aber auch Martin Freeman auf der Liste,

Speaker0: der Phil Resk spielt und Martin Freeman kennt man jetzt auch.

Speaker0: Also zum Beispiel aus Der Hobbit.

Speaker0: Da spielt er nämlich den Hobbit. Und wer auch gleich mit aufgefallen ist,

Speaker0: ist mir Edi, ich hoffe, ich spreche jetzt richtig aus, Gategi,

Speaker0: der den Ronald Dacey spielt, ist auch ein relativ oft gesehener Schauspieler und Ron Perlman.

Speaker0: Also das waren so die ersten, die mir tatsächlich ins Auge gefallen sind,

Speaker0: wo ich mir dachte, die kennst du alle.

Speaker0: Nichtsdestotrotz der gesamte Cast ist hervorragend und sie spielen auch super.

Speaker1: Also Ron Perlman muss ich sagen, wenn man bei Wikipedia einen Eintrag hätte,

Speaker1: wie sieht der typische Amerikaner aus, würde das Bild von Ron Perlman kommen.

Speaker1: Direkt nach dem von Hulk Hogan. Also es ist irre.

Speaker0: Vielleicht wird ja irgendwann mal von Hulk Hogan eine Autobiografie verfilmt

Speaker0: und dann setzt man Ron Perlman einfach. Das wäre doch eine ideale Besetzung.

Speaker1: Ja, das stimmt. Also Ron Perlman, der den Wes Chandler spielt,

Speaker1: ist halt ein wirklich cooler Schauspieler. Ich finde den klasse.

Speaker1: Ich finde auch gut, dass der fast immer die gleiche Synchronstimme hat.

Speaker1: Ich habe ihn vor allem bei Sons of Anarchy total gefeiert.

Speaker0: Ja, und ich persönlich habe ihn richtig gut in Erinnerung in dem Film,

Speaker0: wie hieß er jetzt, Don't Look Up, wo er in dem Shuttle sitzt mit den Atombomben

Speaker0: und diesen Kometen abballern will.

Speaker0: Und diese Szene ist einfach nur unglaublich phänomenal und das ist einfach nur

Speaker0: eine von vielen Szenen, die dieser Mann in seiner Karriere gespielt hat,

Speaker0: die tatsächlich in Erinnerung bleiben.

Speaker1: Ja, ansonsten Cast super, auch teuer wahrscheinlich.

Speaker1: Also das war nicht günstig, was sie da an Besetzung aufgefahren haben.

Speaker1: Und die Szenerie ist halt auch toll.

Speaker1: Also ich mag Miami grundsätzlich in Film und Fernsehen. Ich war leider noch nie in echt dort.

Speaker1: Also das steht noch auf meiner eigenen Bucketlist. Aber Miami hat eine Menge

Speaker1: toller Szenen, die man einfach darstellen kann. Hat mir zum Beispiel auch in

Speaker1: der Serie Dexter immer sehr gut gefallen, wenn man ein bisschen was von der Stadt gesehen hat.

Speaker0: Das stimmt. Und da gibt es auch einen guten Film, Pain and Gain mit Mark Warburg,

Speaker0: der spielt auch in Miami.

Speaker0: Ist auch sehr interessant und sehr hübsch anzusehen, generell die Stadt und

Speaker0: auch die Auswahl der Szenerien.

Speaker0: Und du hast es ja gerade gesagt, dürfte nicht ganz billig gewesen sein.

Speaker0: Das ist tatsächlich auch so rübergekommen.

Speaker0: Die Kritiker haben nämlich wirklich gesagt, die Besetzung dürfte nicht billig gewesen sein.

Speaker0: Der Serienschöpfer ist weitestgehend unbekannt, das Thema auf den ersten Blick

Speaker0: nicht massentauglich, hat aber mit seinem interessanten Genre- und Themenmix

Speaker0: aber auch durchaus Anhänger von HBO und AMC-Dramen an sich binden können.

Speaker0: Vorausgesetzt, man ist halt als Zuschauer bereit, sich ein bisschen Geduld mit

Speaker0: einzupacken in den Rucksack, wenn man sich auf diese Serienreise begibt,

Speaker0: weil auch die ist im Einstieg tatsächlich für den einen oder anderen ein bisschen zu lahm.

Speaker0: Also sie braucht auch hier wieder, um eben einzuführen. Aber wenn sie dann an

Speaker0: Fahrt gewonnen hat, hält sie wirklich über die 30 Folgen das, was sie verspricht.

Speaker0: Und von daher von mir eine klare Empfehlung zu schauen.

Speaker1: Ja, von meiner Seite ebenfalls. Also es gibt ja aus diesem Genre,

Speaker1: und das zeigt auch so ein bisschen wieder,

Speaker1: wie die Entwicklung so der letzten Jahrzehnte gewesen ist, dass immer mehr Filmemacher

Speaker1: oder Serienproduzenten sich auf das Thema IT und Cybersecurity halt einfach

Speaker1: einschießen, weil es halt immer wichtiger halt wird. Wenn man mal guckt, was gibt es denn ...

Speaker1: Noch Vergleichbares in der gleichen Kategorie oder im gleichen Themenfeld.

Speaker1: Mr. Robot, natürlich ganz bekannte Serie, Person of Interest,

Speaker1: Halt and Catch Fire, Black Mirror, Silicon Valley.

Speaker1: Das ist halt alles das Thema rund um die Technologie, die halt heute tatsächlich

Speaker1: den Planeten am Leben hält, mehr oder weniger, und die halt auch die Wirtschaft am Leben hält.

Speaker1: Ich selber, ich bin jetzt seit, glaube ich, fast 26 Jahren im IT-Business unterwegs

Speaker1: und früher war das halt nicht so. Also du warst halt einfach der EDV-Mensch, der war halt auch da.

Speaker1: Der hat halt immer komisch geredet und hat blöde Fragen gestellt und wollte

Speaker1: meistens Geld für irgendwelche coolen Features und Gadgets.

Speaker1: Aber mittlerweile hat sich halt einfach da auch durch den Nachwuchs eine derart

Speaker1: große Industrie daraus entwickelt. Und mal ganz ehrlich, die teuersten Unternehmen

Speaker1: auf diesem Planeten sind Tech-Firmen.

Speaker1: Man schaue sich nur einfach mal an, Apple zum Beispiel, Amazon,

Speaker1: Tesla, SpaceX, diese ganzen Firmen, es ist alles Tech-Konzern.

Speaker1: Microsoft, der teuerste Technologiekonzern dieses Planetens.

Speaker0: Das stimmt. Ja, und wahrscheinlich greifen Serienschöpfer diese Themen auch

Speaker0: immer häufiger auf, weil man da vielleicht auch noch ziemlich viel,

Speaker0: ja, ich will nicht sagen Nachholen, aber mehr oder weniger Nachhilfebedarf hat,

Speaker0: weil viele Leute steigen sich ja geistig komplett raus,

Speaker0: wenn es eben um solche Themen geht, weil sie sagen, verstehe ich eh alles nicht.

Speaker0: Es kann ja auch durchaus, und du wirst das am besten wissen von uns beiden,

Speaker0: es kann ja auch mitunter wirklich ein sehr anspruchsvolles Thema sein,

Speaker0: wenn man sich damit jetzt nicht großartig auseinandersetzt, dass man dann tatsächlich

Speaker0: vielleicht über diese Filmebene tatsächlich den einen oder anderen erreichen

Speaker0: möchte, um ihm zu sagen, ey, guck mal, die Möglichkeiten haben wir mit der Technik,

Speaker0: aber die Gefahren sind damit auch verbunden.

Speaker0: Von daher finde ich da diese Entwicklung, die da der filmschaffende Bereich

Speaker0: geht, an sich auch überhaupt nicht verkehrt.

Speaker1: Ja, man kann tatsächlich schon so ein bisschen von einer Art Bildungsauftrag

Speaker1: bei dem ganzen Thema sprechen,

Speaker1: weil natürlich durch diese ganzen Adaptionen relativ gut dargestellt wird,

Speaker1: auch für unbedarfte Menschen, die halt jetzt gar nichts mit der Technologie

Speaker1: am Hut haben, welche Risiken denn auch tatsächlich bestehen können.

Speaker0: Richtig.

Speaker1: Ja, doch durchaus, so habe ich es noch gar nicht gesehen, aber ja,

Speaker1: das wäre schön, wenn dann die Leute da auch ihre Lehren draus ziehen.

Speaker0: Das wäre schön. Siehst du, und das kann ich eben auch. Ich hätte dich auf neue

Speaker0: Blickwinkel einstellen hier und vielleicht auch die Hörer.

Speaker0: Wie seht ihr das denn? Also teilt uns auch das gerne mal mit, wenn ihr möchtet.

Speaker0: Kann ja auch sein, dass ich jetzt alleine hier bin mit meiner These und jetzt

Speaker0: nur den Alex so ein bisschen ins Nachdenken gebracht habe.

Speaker1: Hat aber auch unter anderem vielleicht den Effekt von Hidden in Plain Sight.

Speaker1: Das hatte ich ja auch schon mal gesagt hier im Podcast, wenn man ein Problem

Speaker1: zu sehr in die Medien bringt, dass die Leute dann das quasi als Film- und Fernsehblödsinn

Speaker1: abtun, also Da Vinci Code,

Speaker1: Alien und so weiter, da haben wir ja auch eben mit Joshua drüber geredet,

Speaker1: das kann halt dazu führen, dass die Leute halt glauben, dass das halt alles

Speaker1: nur im Fernsehen passiert und nicht in der Realität, aber das,

Speaker1: was halt gerade eben bei Startup thematisiert wird, wie gesagt,

Speaker1: Telegram, Darknet und Co., es gibt diese Technologie,

Speaker1: es gibt auch diese Marktplätze, wo man halt gegen Bitcoin oder andere Kryptowährungen

Speaker1: nahezu alles kaufen kann und

Speaker1: Es ist nicht mal teuer. Also ich habe zum Teil in meinen Schulungen,

Speaker1: die ich halte, auch eben mal einen halben Tag Dark Web dabei,

Speaker1: wo ich dann einfach auch den Leuten mal zeige, was gibt es denn da so alles und was geht da so ab.

Speaker1: Und da sind viele Menschen dann immer schockiert, wenn sie es dann mal wirklich

Speaker1: vor sich auf dem Bildschirm oder bei mir halt vorne auf dem Fernseher gezeigt bekommen.

Speaker1: Du kannst neben Drogen halt Waffen kaufen, du kannst Auftragskiller bestellen,

Speaker1: du kannst Menschen kaufen im Darknet und da steht überall ein Preis dahinter

Speaker1: und das ist halt auch tatsächlich eine Welt,

Speaker1: die halt leider parallel zu unserer Welt, die wir so kennen,

Speaker1: halt wirklich existiert.

Speaker0: Ja und deswegen gibt es für mich auch keine Frage, es gibt Parallelgesellschaften

Speaker0: und die bedienen sich dann eben an diesem Dark-Web und holen sich dann all die

Speaker0: Dinge, die man eigentlich nicht im Internet kaufen sollte, generell nicht kaufen sollte.

Speaker1: Ja, und wer sich jetzt fragt, warum ist das so?

Speaker1: Naja, das liebe Geld natürlich. Also das ist natürlich der Motivator und der

Speaker1: Motor schlechthin für alle Arten von Fehlentwicklungen.

Speaker1: Und man geht heute davon aus, dass Cybercrime mittlerweile den weltweiten Umsatz

Speaker1: oder das weltweite Einspielergebnis von Drogenhandel mittlerweile überschritten hat.

Speaker1: Das heißt, man kann mit Hacking und Datendiebstahl mehr Geld verdienen auf dem

Speaker1: Planeten als mit dem Drogenhandel auf der gesamten Welt.

Speaker1: Und Prognosen gehen davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren das sogar so

Speaker1: lukrativ wird für die Kriminellen, dass es sogar noch den Menschen- und Waffenhandel

Speaker1: auch noch inkludieren wird.

Speaker0: Das ist eigentlich eine Entwicklung, die erschreckend ist und die uns alle aufhorchen

Speaker0: lassen sollte und uns alle warnen sollte.

Speaker0: Gerade auch, wenn es um den Datendiebstahl geht.

Speaker0: Ich meine, nichts ist sensibler als unsere persönlichen Daten.

Speaker0: Und wenn man mal sieht, wie leichtfertig der ein oder andere mit seinen persönlichen

Speaker0: Daten auch im Internet umgeht, das ist gefährlich und da kann ich auch nur mit dem Kopf schütteln.

Speaker0: Also passt da wirklich auf, was ihr mit wem.

Speaker1: Wann, wo und wie teilt. Ja, und vor allem über welche App. Ich hatte ja eingangs

Speaker1: exemplarisch WhatsApp genannt, also benutzt eigentlich am besten auch nicht WhatsApp.

Speaker1: Also benutzt vernünftige, verschlüsselte Messenger wie Signal zum Beispiel und

Speaker1: sonst eigentlich gar nichts, zumindest für den Austausch von sensiblen Informationen.

Speaker0: Richtig.

Speaker1: Gut, ja, mit dieser wunderbaren Empfehlung für die persönliche Sicherheit,

Speaker1: glaube ich, haben wir es dann tatsächlich schon wieder für die heutige Folge.

Speaker0: So ist es, Alex.

Speaker1: Genau, wenn ihr mehr dazu wissen möchtet, wie man sich so schützen kann,

Speaker1: nutzt bitte die kostenlosen Angebote vom BSI, von allen möglichen anderen staatlichen Stellen.

Speaker1: Ihr könnt auch gerne mal, wenn ihr mich googelt, werdet ihr mich dort auch auf

Speaker1: unserem YouTube-Kanal von meinem Arbeitgeber finden.

Speaker1: Da habe ich jede Menge Videos zur Aufklärung drin. Guckt da mal rein.

Speaker1: Und ansonsten, falls ihr jetzt sagt, Mensch, da haben Pascal und Alex aber irgendeinen

Speaker1: Quatsch erzählt, lasst uns gerne mal eine Nachricht da.

Speaker1: Ihr habt wie immer die Möglichkeit, uns Nachrichten zukommen zu lassen,

Speaker1: sei es jetzt auf Insta oder aber eine Sprachnachricht natürlich mit Speakpipe.

Speaker1: Und da freuen wir uns dann natürlich sehr, von euch zu hören,

Speaker1: auch eine Meinung von euch mal zu bekommen.

Speaker1: Und darüber hinaus dürft ihr uns natürlich sehr gerne auch euren Freunden,

Speaker1: Verwandten und Bekannten empfehlen.

Speaker0: Genau, das könnt ihr ganz einfach machen, indem ihr einfach den Link von unserem

Speaker0: Instagram-Account einfach teilt. Ihr habt über Instagram so eine Möglichkeit.

Speaker0: Ihr habt auch die Möglichkeit, unseren Podcast zu teilen, auch direkt mit einer

Speaker0: Share-Funktion aus dem Podcatcher eurer Wahl.

Speaker0: Und das soll es dann auch gewesen sein von mir. Alex hat alles gesagt.

Speaker0: Und dann hören wir uns an dieser Stelle dann am 14.03. schon wieder, also in 14 Tagen.

Speaker0: Und bis dahin wünsche ich euch, wo auch immer ihr seid, wo auch immer ihr uns

Speaker0: zuhört, einen schönen Tag oder ein schönes Wochenende.

Speaker0: Und habt einfach eine tolle Zeit die nächsten 14 Tage. Bis dann.

Speaker1: Genau, das wünsche ich euch auch. Und nachdem wir am 14.03. rauskommen,

Speaker1: sollten eure Winterklamotten ja noch nicht so tief im Schrank verschwunden sein.

Speaker1: Diese könnt ihr gut gebrauchen in Folge 36, weil es wird richtig eiskalt.

Speaker0: Das stimmt.

Speaker1: In diesem Sinne, macht's gut, bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao.

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