048: Podcathon Sonderfolge zu den Themen "Politik" & "Ehrenamt"
Shownotes
In dieser Ausgabe des Bildschirm Buddies Podcasts laden wir euch ein, an einer besonderen Diskussion teilzunehmen, die sich um die internationale Aktion "Podcasthon" dreht. Mit meinem Co-Moderatoren Pascal Wichmann sowie unseren Gästen Tino Schopf, Mitglied des Abgeordnetenhauses in Berlin, und Julian Jostmeier, Büroleiter von Tino, betreiben wir eine eingehende Analyse für mögliche Politikverdrossenheit.
Diese Episode ist nicht nur eine Reflexion über politische Praxis, sondern auch ein eindringlicher Aufruf zum Engagement. Wir ermutigen alle Zuhörer, sich zu informieren, teilzunehmen und aktiv an der Gestaltung ihrer Gemeinschaft und Gesellschaft mitzuwirken. Ob durch eine Parteimitgliedschaft, ehrenamtliche Tätigkeiten oder einfach das Engagieren in den eigenen Umfeld – es gibt viele Wege, wie jeder Einzelne einen Unterschied machen kann.
Im Rahmen von "Podcasthon", wo über 2000 Podcasts aus mehr als 40 Ländern gleichzeitig spezielle Episoden veröffentlichen, haben wir die Gelegenheit, auf die Wichtigkeit der politischen Partizipation hinzuweisen. Tino, der seine politische Laufbahn und die Beweggründe für sein Engagement mit uns teilt, illustriert, wie entscheidend es ist, als Bürger aktiv in den politischen Diskurs einzutreten. Wir sprechen darüber, was es heißt, politisch aktiv zu sein, und welche Herausforderungen und Möglichkeiten sich in der heutigen Zeit für engagierte Bürger ergeben.
Tino erzählt von seinem Werdegang, der von der Bundeswehr bis hin zur Politik reicht, und wie er schließlich zum verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus wurde. Diese Veränderung beschreibt er als Teil seiner Berufung und erklärt die Motivation hinter seiner täglichen Arbeit. Der Kontakt zur Bevölkerung und das Eindringen in lokale Themen stehen im Zentrum seines Engagements. Gemeinsam mit Julian reflektieren wir, wie wichtig es ist, politikverdrossene Bürger zurück ins Gespräch zu bringen und wie politische Akteure der Sichtbarkeit und Verbindlichkeit bedürfen, um vertrauensvoll von den Wählern wahrgenommen zu werden.
Ein zentrales Thema des Gesprächs sind die Herausforderungen im digitalen Zeitalter und die Gefahren von Anfeindungen in der politischen Arbeit. Julian spricht offen über seine Erfahrungen mit Übergriffen auf Amtsträger und die stark angespannte Diskussionskultur, die sich zunehmend entwickelt. Es wird deutlich, dass trotz der Widrigkeiten die Bereitschaft, in den Dialog zu treten und auch mit kritischen Stimmen umzugehen, essenziell ist für eine funktionierende Demokratie.
Wir diskutieren die Rolle der Parteiarbeit und die Notwendigkeit, eine breitere Diskussion zu ermöglichen und Raum für unterschiedliche Meinungen zu schaffen. Ein weiterer wichtiger Punkt, den wir ansprechen, ist die Entfremdung vieler Wähler von den etablierten Parteien und die Frage, wie man verlorenes Vertrauen zurückgewinnen kann. Hierbei werden auch innovative Ansätze wie mobile Sprechstunden und Bürgergespräche thematisiert, die den persönlichen Kontakt zu den Bürgern fördern sollen.
Schließlich schließen wir unsere spannende Diskussion mit dem Aufruf, den Dialog auch außerhalb des Podcasts fortzusetzen und aktiv an der gesellschaftlichen Debatte teilzuhaben. Lasst euch inspirieren von den Erfahrungen und der Leidenschaft unserer Gäste und findet euren eigenen Weg, um politisch aktiv zu werden.
Shownotes:
- Der Podcathon: https://podcasthon.org/de
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- Ihr wollt uns was mitteilen und mit etwas Glück sogar in der nächsten Sendung mit eurer Nachricht zu hören sein? Dann nutzt unser Voicemail-Funktion: https://www.speakpipe.com/BildschirmBuddies
Transkript anzeigen
Speaker0: Bildschirm Badis, der Film- und Serien-Podcast mit Pascal Wichmann und Alexander Kahls.
Speaker1: Und diesmal auch mit Tino Schopf und Julian Jostmeier. Das ist eine Sonderfolge
Speaker1: mal wieder, habt ihr im Titel wahrscheinlich schon gesehen.
Speaker1: Und diese Sonderfolge ist zum Podcast-On dieses Mal.
Speaker1: Was ganz was Neues. Pascal erklärt uns bestimmt und auch euch,
Speaker1: was denn dieser Podcast-On eigentlich ist.
Speaker2: Ja, und damit Hallo auch von meiner Seite und für euch ganz kurz zur Einordnung.
Speaker2: Der Podcast Ton ist eine internationale Podcast-Aktion, bei der Podcasts eine
Speaker2: Sonderfolge über eine Organisation veröffentlichen, um Aufmerksamkeit für eben diese zu generieren.
Speaker2: Die Größe der Aktion umfasst weltweit etwa 2000 Podcasts aus mehr als 40 Ländern,
Speaker2: die alle zu einem gemeinsamen Zeitpunkt erscheinen werden.
Speaker2: Und wir bieten mit unserem Podcast Bildschirm Buddies eine Bühne dafür. Hallo. Moin.
Speaker0: Hallihallo!
Speaker1: Ja, auch moin von mir. Und jetzt habt ihr ja gerade schon zwei Leute gehört,
Speaker1: die ihr noch nicht kennt.
Speaker1: Das ist, wie gesagt, einmal der Tino Schopf, Mitglied des Abgeordnetenhauses
Speaker1: in Berlin und den Julian Justmeier, der ist Büroleiter beim Tino in Berlin.
Speaker1: Und ich würde sagen, ihr zwei, ich fange jetzt mal mit Julian an,
Speaker1: weil der bei mir oben links ist. Erzählt doch mal kurz ein bisschen, was ihr so tut.
Speaker3: Hi Alex, hi Pascal, danke für die Einladung. Was tun wir so?
Speaker3: Also ich fange mal bei mir an.
Speaker3: Ich bin seit mittlerweile drei Jahren Büroleiter bei Tino und bin dafür zuständig.
Speaker3: Ich kann sagen eigentlich, dass alles läuft, dass die parlamentarische Arbeit
Speaker3: vorbereitet wird, dass Tino gut versorgt ist mit allen Informationen ins Parlament,
Speaker3: aber auch nach draußen in den Wahlkreis.
Speaker3: Ich unterstütze ihn bei dem Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Speaker3: Ich bereite Reden vor, ich mache Recherchen und das mache ich seit drei Jahren
Speaker3: bei Tino und seit, ich glaube, insgesamt 15 Jahren im Berliner Abgeordnetenhaus
Speaker3: zuvor für einen anderen Abgeordneten.
Speaker3: Und ja, das ist eine sehr vielseitige, spannende Aufgabe. Man hat mit unfassbar vielen Menschen zu tun.
Speaker0: Das ist immer sehr, sehr spannend.
Speaker1: Okay, danke dir. Zeitliche Einordnung, falls jetzt irgendwie ein Flugzeug in
Speaker1: Berlin abstürzen sollte und wir reden da nicht drüber, heute ist der 27.02.
Speaker1: Also alles, was morgen passiert, wissen wir noch nicht. Genau,
Speaker1: dann Tino, erzähl doch mal über dich was, bitte.
Speaker0: Ja, ich habe es schon überlegt, weil deine Eingangsfrage war ja,
Speaker0: was tut ihr so? Und das ist ja so eine offene Frage.
Speaker0: Also ich weiß nicht, wie viel Sendezeit wir haben. Also es gibt ganz viel zu erzählen.
Speaker0: Aber jetzt hast du ja den nochmal nachgefragt und hast gesagt,
Speaker0: ich soll mal was über mich erzählen.
Speaker0: Na ja gut, ich bin jetzt 51 Jahre alt, komme aus dem Brandenburgischen,
Speaker0: also aus dem Land Brandenburg, aus Wittenberge.
Speaker0: Da bin ich groß geworden, habe da irgendwann mal die Schule besucht,
Speaker0: habe dann eine Ausbildung bei der Deutschen Bahn gemacht als Verkehrskaufmann.
Speaker0: Danach, nach der Ausbildung, bin ich nach Hamburg, habe da zwei Jahre lang im
Speaker0: Reisezentrum Hamburg-Kaubbahnhof Fahrkarten verkauft.
Speaker0: Dann kam die Bundeswehrzeit. Ich habe mich nicht ganz doof angestellt.
Speaker0: Jedenfalls bin ich bei der Bundeswehr geblieben und war dann Ausbilder in einem
Speaker0: Luftwaffenausbildungsregiment.
Speaker0: Und irgendwann bin ich dann zur Bahn wieder zurück, habe mich da beworben als
Speaker0: Ausbilder und bin Ausbilder geworden in der Berufsausbildung der Bahn.
Speaker0: Naja, dann war ich in Erfurt, dann war ich in Schwerin und dann bin ich irgendwann
Speaker0: beruflich nach Berlin gewechselt. Das war 2002.
Speaker0: Habe hier dann auch meine Partnerin kennengelernt, natürlich bei der Arbeit, bei der Bahn.
Speaker0: Und 2005 habe ich dann eben in Wittenberge die Segel gestrichen und bin dann
Speaker0: halt nach Berlin gezogen.
Speaker0: Habe mich ja schon seit 1999 politisch engagiert, logischerweise dann auch hier
Speaker0: in Berlin, die Arbeit politisch dann fortgesetzt.
Speaker0: Und dann kam 2015 die Möglichkeit, gab es die Chance eben für das Berliner Abgeordnetenhaus zu kandidieren.
Speaker0: Erstmal gab es dann innerhalb der SPD hier in Pankow, hier wohne ich nämlich
Speaker0: in Berlin Pankow im Bezirk, gab es dann erstmal ein Auswahlverfahren,
Speaker0: dass man sich dann erstmal gegen Mitbewerber, Mitbewerberinnen in der SPD behaupten musste.
Speaker0: Die Wahl fiel dann auf mich hin und dann bin ich 2016 angetreten und habe dann
Speaker0: hier meinen Wahlkreis direkt geholt und dann bin ich ins Abgeordnetenhaus gekommen.
Speaker0: Ja, keine Ahnung, von nichts in Anführungsstrichen.
Speaker0: Und dann kamen die Kollegen auf mich zu und sagten, naja, wenn du von der Bahn
Speaker0: kommst, dann hast du ja Ahnung von Verkehr, dann machst du ja mal einen verkehrspolitischen Sprecher.
Speaker0: Und so kam es, dass ich seit 2016 der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion
Speaker0: hier im Berliner Abgeordnetenhaus bin.
Speaker1: Ja, spannender, spannender Werdegang.
Speaker1: Aber ist es nicht ein Rückschritt, wenn du von der Luftwaffe zurück zur Bahn gegangen bist?
Speaker1: Weil die einen fliegen ja überhaupt, die fliegen mal und es ist nicht so wie
Speaker1: die Bahn, die ja selten fährt.
Speaker0: Na ja, nee, Alexander, also ich war jetzt nicht irgendwie Pilotenausbilder.
Speaker0: Denken dann immer alle, wenn ich dann sage, ich war bei der Luftwaffe.
Speaker0: Oh, bist du in der Maschine geflogen? Nein.
Speaker0: Aber du bist doch Ausbilder. Nein. Also ich war ganz normal Ausbilder in einem
Speaker0: Luftwaffenausbildungsregiment.
Speaker0: Also ich habe dann Rekruten ausgebildet. Das habe ich aber auch nur anderthalb
Speaker0: Jahre gemacht. Ich hätte länger machen können, aber...
Speaker0: Ich habe damals halt gedacht, naja, Menschenskinder, irgendwie du kommst von
Speaker0: der Bahn und vielleicht probierst du es mal bei der Bahn.
Speaker0: Und habe mich dann einfach spontan bei der Bahn als Ausbilder geworden.
Speaker0: Und dann haben die gesagt, jawohl, schauen Sie mal vorbei, wir machen hier so ein Auswahlverfahren.
Speaker0: Dann bin ich damals nach Fulda gefahren und tatsächlich bin ich dann mit 22
Speaker0: Jahren jüngster Ausbilder bei der Börschen Bahn geworden in der Berufsausbildung.
Speaker0: Das war total interessant, das war echt interessant. Und ich hatte auch Respekt
Speaker0: vor der Aufgabe, weil meine Azubis, die waren dann gerade vier, fünf Jahre jünger.
Speaker0: Und ich war 22, aber das war eine tolle Zeit.
Speaker0: Ich war unten in Erfurt, hatte ein zweites Ausbildungsjahr, kaufmännische Azubis.
Speaker0: Also genau das, was ich ja gelernt habe, habe ich dann in Erfurt dann auch ausgebildet.
Speaker0: Es waren 26 Mädels, vier Jungs und war eine sehr, sehr schöne Zeit,
Speaker0: rückblickend. Mit die schönste Zeit.
Speaker1: Das glaube ich, ja, klingt auch
Speaker1: spannend. Als Ausbilder kann ich mich dich tatsächlich gut vorstellen.
Speaker1: Ich sehe dich ja jetzt, wir sehen uns heute das erste Mal und hören uns auch heute das erste Mal.
Speaker1: Du machst einen sehr interessanten und sehr offenen und sympathischen Eindruck.
Speaker1: Wenn ich an Ausbilder beim Militär denke, habe ich sofort, das ist ja ein Film-
Speaker1: und Serien-Podcast, den Gunnery Sergeant Hartmann aus Full Metal Jacket im Kopf.
Speaker1: Das bist du nicht, das kann ich schon mal sagen.
Speaker0: Okay, das stimmt, das bin ich nicht. Aber nun muss man aber auch dazu sagen,
Speaker0: da liegen ja einige Jahre zwischen.
Speaker0: Guck mal, wann bin ich zur Bundeswehr? Das war 96. 96 und guck mal, jetzt haben wir 2026.
Speaker0: Ja, also das sind ja Jahre.
Speaker0: Und ich kann mich aber noch daran erinnern, als ich denn 1998 dann dort unten
Speaker0: in Erfurt vor meinem Azubi stand im zweiten Lehrjahr.
Speaker0: Wie gesagt, ich war ja mit der jüngsten Ausbilder. Und,
Speaker0: Meine Kolleginnen und Kollegen, also ich hatte dann eine Chefin und die kamen
Speaker0: dann öfters mal bei mir rein und hat dann hospitiert.
Speaker0: Und dann hat die echt gesagt, also sie war total erstaunt, dass es so gut läuft,
Speaker0: dass ich die Jungs und Mädels im Griff habe.
Speaker0: Aber sie sagte zu mir, naja, das wäre gut, wenn du nicht immer die Hacken zusammenknallst,
Speaker0: weil man fühlt sich wirklich wie auf einem Kasernenhof.
Speaker0: Naja, und vielleicht solltest du an deiner Formulierung noch ein bisschen feilen,
Speaker0: weil ich habe dann immer gesagt, okay, was die Azubis jetzt so machen sollen
Speaker0: und habe dann immer gesagt, Ausführung.
Speaker0: Ja, und Ausführung, das ist natürlich so ein Stichwort Bundeswehr,
Speaker0: Ausführung. Du erteilst einen Befehl und sagst Ausführung.
Speaker0: Naja, so war das denn. Also wie gesagt, das war eine wunderschöne Zeit.
Speaker0: Und wie gesagt, aber die möchte ich auch nicht missen.
Speaker0: Aber ich sage mal, ich habe jetzt tatsächlich meine Berufung gefunden.
Speaker0: Also für die einen oder anderen mag das vielleicht Politiker sein,
Speaker0: ein Beruf sein, aber für mich ist es tatsächlich eine Berufung.
Speaker1: Ja, so soll es auch tatsächlich sein. Und damit hast du mir jetzt eine Rampe
Speaker1: gebaut, gerade zu unserem Arbeitstitel für die Folge.
Speaker1: Warum tut man sich Politik eigentlich überhaupt an?
Speaker1: Wenn ich mal sage, viele Menschen engagieren sich politisch,
Speaker1: oft auch ehrenamtlich, obwohl eigentlich alle immer dauernd über die Politiker schimpfen.
Speaker1: Und du beschäftigst dich mit Dingen wie Gemeinwohl, Diskurskrisen,
Speaker1: digitale Gewalt und so weiter und so fort. Und ich sehe digitale Gewalt täglich
Speaker1: in meinem Job und ich sehe auch, was das mit den Menschen macht.
Speaker1: Und ich erlebe dann auch Bürgerinnen und Bürger, die darunter halt wirklich
Speaker1: auch zu leiden haben. Und das ist schon ein Riesenproblem natürlich.
Speaker1: Und ja, warum tut man sich das an?
Speaker1: Ich mache das auch ehrenamtlich fürs Bundesamt für Sicherheit,
Speaker1: aber ich habe halt da so ein Helfer-Syndrom an der Stelle.
Speaker0: Du, das kann sein, dass ich vielleicht auch so ein Helfer-Syndrom habe.
Speaker0: Ich weiß es nicht. Das müsste vielleicht Julian nochmal irgendwie sagen,
Speaker0: ob Tino ein Helfer-Syndrom hat.
Speaker0: Aber warum tut man sich das an? Naja, politisch interessiert habe ich mich eigentlich
Speaker0: schon immer, wenn ich mich so zurückerinnere.
Speaker0: Und ich bin ja 1999 in die SPD eingetreten.
Speaker0: Und warum bin ich da eingetreten? Nicht, weil ich irgendwie ein Parteitagsprogramm
Speaker0: gelesen habe, ein Grundsatzprogramm, sondern weil mich Menschen,
Speaker0: also Persönlichkeiten überzeugt haben.
Speaker0: Also ich weiß nicht, ob ihr die kennt, Alexander und Pascal, Manfred Stolpe.
Speaker0: Der Manfred Stolpe war hier in Brandenburg der erste Ministerpräsident.
Speaker0: Er ist dann später Bundesverkehrsminister geworden.
Speaker0: Und eine politische große, ich sag mal, mein Vorbild ist so die Regine Hildebrandt,
Speaker0: die damalige Sozialministerin, die hat ja ohne Punkt und Komma konnte die erzählen
Speaker0: und das war ihr egal, ob der Kohl da neben ihr sitzt oder sonst wer,
Speaker0: und diese kleine zierliche Frau, so quirlig und immer um das Wohl der Brandenburgerinnen
Speaker0: und Brandenburger bemüht und Und immer frei raus, was sie gedacht hat.
Speaker0: Das hat sie dann auch gesagt.
Speaker0: Und das hat mich halt einfach überzeugt.
Speaker0: Und so kam ich dann halt in die SPD. Ja, und dann gab es aber auch noch meinen
Speaker0: ehemaligen Sportlehrer in der Schule.
Speaker0: Der war Bürgermeister in Wittenberge, Klaus Petry. Und der hat mich dann irgendwann
Speaker0: mal, habe ich den getroffen auf der Straße.
Speaker0: Und dann sagt er, Mensch, Tino, du warst doch immer so politisch interessiert.
Speaker0: Hast nicht mal Lust irgendwie zu einer Veranstaltung zu kommen.
Speaker0: Zur SPD-Veranstaltung hier in Wittenberge. Und das war dann 1999 im August, September.
Speaker0: Da gab es dann eben auch in Brandenburg die Landtagswahlen.
Speaker0: Und dann stand da der Manfred Stolpe und der sagte dann so, naja,
Speaker0: also hier nur zugucken ist nicht.
Speaker0: Wie wäre es denn mal, wenn in die Partei eintritt? Und dann hat der mir halt
Speaker0: eben diese Beitrittserklärung überreicht.
Speaker0: Die habe ich dann ausgefüllt und dann bin ich ja im September Mitglied der SPD geworden.
Speaker0: Aber ich war aber vorher schon aktiv. Vielleicht jetzt nicht unbedingt politisch,
Speaker0: aber da ging es zum Beispiel darum, dass wir uns damals stark gemacht haben
Speaker0: für den Erhalt des Jugendclubs.
Speaker0: Und ich sage mal, in so einer Stadt wie Wittenberge, naja, dann sprichst du
Speaker0: halt mit den Stadtverordneten, dann gehst du da auf die einzelnen Parteien zu
Speaker0: und so gab es dann eben auch diesen Kontakt zum damaligen Bürgermeister, den Klaus Petry.
Speaker0: Und das war dann so für ihn so der Grund zu sagen, naja Tino,
Speaker0: also wenn du dich hier so engagierst, dann komm doch mal zu uns. Schau es dir mal an.
Speaker0: Und ja, wie gesagt, seit September 99 bin ich Mitglied in der SPD.
Speaker0: Aber du hast es ja auch schon gesagt, Alexander. Eigentlich engagieren wir uns
Speaker0: ja alle oder viele engagieren sich, sei es jetzt in den Sportvereinen oder in
Speaker0: irgendwelchen Vereinen, Verbänden, wie auch immer, ehrenamtlich.
Speaker0: Und ich sage immer, da ist ja auch Politik, weil dort wird ja auch diskutiert.
Speaker0: Und da wird ja auch das Für und Wider abgewogen. Und letztendlich wird dann
Speaker0: in den Vereinen, wird dann auch demokratisch werden, denn da irgendwelche Entscheidungen
Speaker0: getroffen. Und so ist es ja in der Politik auch.
Speaker1: Ja, ganz klar. Aber ist gut, dass das dann damals für dich so gelaufen ist,
Speaker1: dass jemand dann auch sofort dir den Zettel unter die Nase gehalten hat.
Speaker1: So kann es manchmal gehen. So ähnlich ging es mir damals.
Speaker1: Ich war auch eine Zeit lang Mitglied bei den Piraten.
Speaker1: Die hatten ihren Parteitag in Neumarkt, in der Oberpfalz. Da habe ich früher
Speaker1: gewohnt. Und da gibt es eine riesengroße Halle.
Speaker1: Und die haben gesagt, wir brauchen hier möglichst performantes Internet.
Speaker1: Und das wurde dann irgendwie mir auch angetragen.
Speaker1: Wir hatten da so einen IT-Stammtisch. Nun habe ich gesagt, ich kenne da jemanden.
Speaker1: Und dann haben wir denen halt zwei dicke Glasfaserleitungen in die Halle legen lassen.
Speaker1: Und so sind wir dann damals auch in Kontakt gekommen, weil die hat gesagt haben,
Speaker1: Mensch, ist ja richtig super hier.
Speaker1: Bandbreite ist klasse. Die meiste Bandbreite hat natürlich das Fernsehen gebraucht für ihren Stream.
Speaker1: Ja, das hat gut funktioniert und dann habe ich mir das so angeguckt, was die da treiben.
Speaker1: Ich war halt als Support vor Ort und habe dann festgestellt,
Speaker1: das ist ziemlich cool, also steige ich doch da mal mit ein.
Speaker1: Und genau, so kann es manchmal laufen.
Speaker0: Okay, du bist also eingestiegen und?
Speaker1: Ja, und dann irgendwann wieder ausgetreten, weil mir das zu chaotisch lief alles.
Speaker0: Ja, okay, kann man machen.
Speaker0: Aber du bist ja eingetreten, weil du dich, davon gehe ich einfach mal aus,
Speaker0: weil du dich engagieren wolltest, du wolltest irgendwie mitgestalten.
Speaker0: Du bist wieder ausgetreten und hast gesagt, ah, das ist mir zu chaotisch.
Speaker0: Aber was ist mit deinem Engagement passiert? Jetzt sagst du jetzt einfach,
Speaker0: die anderen Parteien kommen gar nicht für mich in Frage oder bist du einfach
Speaker0: nur abgenervt von dem, was du bei den Piraten gesehen hast?
Speaker1: Genau das. Also abgenervt, ja. Es war halt einfach zu viel Chaos intern bei
Speaker1: den verschiedenen Stammtischen und Veranstaltungen damals.
Speaker1: Ich engagiere mich nach wie vor für Dinge. Also gerade das Thema,
Speaker1: was ja jetzt Gott sei Dank abgewunken wurde, wie jetzt hier im Bereich Massenüberwachung,
Speaker1: Palantir und so eine Geschichte. Da bin ich nach wie vor voll aktiv, auch mit Kampakt und Co.
Speaker1: Und weil man muss nicht in der Partei sein, um sich für Rechte einzusetzen.
Speaker1: Man kann das auch ohne Parteimitgliedschaft tun.
Speaker1: Wichtig ist halt, dass man irgendwas
Speaker1: tut und auf die Straße geht und demonstriert gegen solche Sachen.
Speaker1: Dass hier Massenüberwachung durchgezogen wird oder seinerzeit auch damals dieses
Speaker1: Thema mit ACTA, mit dieser europäischen Neuregelung, wenn es dann darum geht,
Speaker1: mit Massendatenspeicherung von IP-Adressen.
Speaker1: Das ist ja so ein einmal im Jahr wiederkehrendes Thema.
Speaker1: Ich weiß, dass auf jeder Demo, wo ich war, war es saukalt und ich musste mich richtig dick anziehen.
Speaker0: Ja, aber guck mal, du hast es ja gesagt, also man muss ja nicht zwingend in eine Partei eintreten.
Speaker0: Das sage ich ja dann auch immer, wenn ich so mit Bürgern im Gespräch bin,
Speaker0: dass ich dann sage, naja, man kann ja auch einfach mal so reinschnuppern.
Speaker0: Ich weiß zum Beispiel Julian, also der SPD-Ortsverein, da wo Julian aktiv ist,
Speaker0: aber auch bei mir in meinem Ortsverein hier in Berlin, da bieten wir dann auch
Speaker0: einfach so sogenannte Schnuppermitgliedschaften an.
Speaker0: Dass man sagt, okay, kommen Sie einfach mal vorbei, nehmen Sie mal an einem
Speaker0: Stammtisch teil oder an einer Mitgliederversammlung der SPD,
Speaker0: dass Sie einfach mal so ein Gefühl kriegen, okay, über was reden die da eigentlich,
Speaker0: was sind so die Aktivitäten?
Speaker0: Und dann kann man ja entscheiden, sich dafür entscheiden, ob man jetzt in die
Speaker0: Partei eintritt oder nicht.
Speaker0: Aber ich sage mal so, dieses bürgerschaftliche Engagement, so wie du das ja
Speaker0: eben gerade beschrieben hast, das ist auf alle Fälle wichtig. Ja.
Speaker0: Manchmal ist es dann halt einfach nur ein Thema, was dich interessiert und wo
Speaker0: du sagst, Mensch, da möchte ich mich ganz gerne dafür stark machen,
Speaker0: deswegen muss man nicht gleich in die Partei eintreten.
Speaker0: Wobei, wie gesagt, ich freue mich oder wir freuen uns über jeden,
Speaker0: der bei uns mitmachen möchte, klar.
Speaker2: Ja, wenn ich dann noch...
Speaker0: Weißt du, und weißt du, ach so, Entschuldigung, Pascal. Und was natürlich dann auch immer gut ist,
Speaker0: wie gesagt, man muss nicht in die Partei eintreten, aber ich weiß,
Speaker0: Partei freut sich oder wir als Partei freuen uns natürlich auch,
Speaker0: wenn wir dann, sag ich mal, auch so Profis haben, die sich jetzt mit einem,
Speaker0: die jetzt vielleicht ein spezielles Wissen haben und sich dann eben auch einbringen.
Speaker0: Was gibt es denn, so wie bei euch in Regensburg oder in Wilhelmshaven,
Speaker0: gibt es ja dann auch so die Stadtverordnetenversammlung oder Stadtparlament.
Speaker0: Jetzt weiß ich nicht, wie das bei euch dort vor Ort heißt. Hier in Berlin haben
Speaker0: wir auf der bezüglichen Ebene eben diese Bezugsparlamente.
Speaker0: Da haben wir dann natürlich die Bezugsverordneten.
Speaker0: Aber dann gibt es die einzelnen Ausschüsse. Aber zu den Ausschüssen gibt es
Speaker0: dann halt immer noch so Bürgerdebutierte oder sachkundige Einwohner.
Speaker0: Und das, da könnte ich mir vorstellen, Alexander, wenn da vielleicht irgendwie
Speaker0: so ein Ausschuss ist. oder auch Pascal, ihr habt ja vielleicht irgendwie so
Speaker0: Hobbys, Schwerpunktthemen, dass man sich da eben einbringen kann in den Ausschüssen.
Speaker0: Und dann eben die Partei, der man jetzt vielleicht nicht unbedingt angehört,
Speaker0: aber dass man sagt, na okay, SPD findet vielleicht jetzt nicht alles so toll,
Speaker0: was sie machen, aber ich unterstütze sie gerne mit meinem Fachwissen.
Speaker2: Weil wir gerade so schön darüber gesprochen haben, wollte ich nochmal kurz auch
Speaker2: meine persönliche Geschichte mal kurz dazu erzählen.
Speaker2: Ich bin damals aufgewachsen in Quakenbrück, Landkreis Osnabrück,
Speaker2: beschauliche kleines Städtchen mit zweieinhalb, dreitausend Einwohnern damals
Speaker2: und ich war sehr engagiert schon als Jugendlicher politisch und so weiter und
Speaker2: da überschneiden sich unsere Biografien so ein bisschen, Tino.
Speaker2: Ich bin dann als Schulsprecher in den Stadtschulsprecherrat gewählt worden und
Speaker2: dieses Amt hatte bei uns in dem Ort und in der Samtgemeinde jeweils einen Sitz
Speaker2: im Familie, Jugend, Kultur und Bildungsausschuss.
Speaker2: Und da hat man mir tatsächlich diese Tür hingeöffnet und in meiner alten Heimat
Speaker2: hat die SPD auch eine hervorragende Jugendarbeit geleistet. Und bei mir lief
Speaker2: es dann tatsächlich fast so ab wie bei dir.
Speaker2: Ein benachbarter Bürgermeister einer Nachbargemeinde, der eben auf Samtgemeindeebene
Speaker2: auch mitgemacht hat bei uns im Adland, der hat gesagt, Pascal, komm einfach mal mit,
Speaker2: guck dir das mal mit an und der hat mir dann auch quasi schon den Beitrittsbogen
Speaker2: zugepackt und ich fand das damals so toll.
Speaker2: Ich wollte Politik machen für die Bürger, ich wollte den Schülern eine Stimme
Speaker2: geben und ich war unfassbar dankbar über diese Möglichkeiten.
Speaker2: Und ja, bei uns hat es leider damals so die SPD gemacht. Die anderen Parteien
Speaker2: haben junge Leute immer belächelt und das ist ja auch immer noch ein großes
Speaker2: Kernproblem meiner Meinung nach, sodass ich dann tatsächlich damals mit 16 in
Speaker2: die SPD eingetreten bin.
Speaker2: Und dann auch lange Jahre dabei war, bis zu meinem Umzug nach Wilhelmshaven.
Speaker2: Und ich komme aus einer SPD, wo alles perfekt lief, tolle Kommunikation,
Speaker2: die Jungen werden mit den Alten eingebunden, die Alten geben,
Speaker2: wir wissen auch gerne weiter.
Speaker2: Wir hatten auch eine Junge Union mit 26 Mitgliedern aufgebaut.
Speaker2: Junge Union, sag ich schon, Jusos, Entschuldigung.
Speaker2: Und dann kam ich nach Wilhelmshaven und hier war das komplette Gegenteil.
Speaker2: Hier hattest du eine SPD, die sich hasst, die sich zerfleischt,
Speaker2: wo Intrigen und Machtkämpfe innen drin laufen durch das hohe Durchschnittsalter
Speaker2: in der Bevölkerung in Wilhelmshaven.
Speaker2: Gab es jetzt auch keine repräsentative Jugend in der Partei,
Speaker2: sodass ich dann wirklich für mich gesagt habe, es tut mir leid.
Speaker2: Erstens, die SPD passt irgendwie nicht mehr zu mir und meinen Überzeugungen,
Speaker2: weil man wird ja doch ein bisschen älter.
Speaker2: Und ich will auch mit diesen Menschen hier gar nichts zu tun haben,
Speaker2: die sich selber schon so spinnefeind untereinander sind. Dass ich da gesagt
Speaker2: habe, dann tut es mir leid, aber dann muss ich für mich diesen Schritt gehen
Speaker2: und dann habe ich die SPD tatsächlich dann auch verlassen.
Speaker2: Ich weiß nicht, wie es gelaufen wäre, wenn ich in der alten Heimat geblieben
Speaker2: wäre, aber so war dann mein Weg tatsächlich.
Speaker0: Das finde ich echt schade, echt schade.
Speaker0: Jetzt könnte ich mich natürlich hinstellen, na gut, ich sitze und könnte sagen,
Speaker0: ja, das ist in anderen Parteien auch so. Das ist das üblich.
Speaker2: Ja.
Speaker0: Aber ich finde es halt einfach schade, weil du ja selber auch gesagt hast,
Speaker0: hey, ich war total engagiert und dann bin ich umgezogen und wollte eigentlich
Speaker0: die Arbeit, die ich dort gemacht habe, wollte ich natürlich ganz gern hier fortsetzen.
Speaker0: Und dann kannst du nicht, weil du dann erstmal irgendwo reinkommst und denkst,
Speaker0: oh Gott, oh Gott, oh Gott, die bekämpfen sich hier alle gegeneinander.
Speaker0: Also die Zeit, die man da aufwendet, um sich zu bekämpfen, da sage ich doch
Speaker0: einfach mal, die Zeit würde ich doch lieber dafür nutzen, um halt draußen auf
Speaker0: der Straße für den Bürger ansprechbar zu sein. Ja, richtig.
Speaker0: Also ich meine, machen wir uns nichts vor, also es gibt in allen Parteien gibt
Speaker0: es Konflikte, gar keine Frage.
Speaker0: Auch hier bei uns in Berlin gibt es Konflikte, aber ich denke mal,
Speaker0: Julian kann das bestätigen. Ich bin da eher jemand, der sich dann aus solchen
Speaker0: Konflikten eher raushält, weil mir die Zeit halt einfach zu kostbar ist.
Speaker0: Also die Zeit verbringe ich dann doch eher draußen auf der Straße,
Speaker0: an den Wochenenden, an den Samstagen.
Speaker0: Ich mache jeden Samstag, jeden 1., 2.
Speaker0: Und 3. Samstag des Monats seit 2016 Infostände.
Speaker0: Also ich habe mich immer damals darüber geärgert, dass man die Parteien immer
Speaker0: nur dann gesehen hat, wenn Wahlen waren.
Speaker0: Also kurz vor den Wahlen kamen sie dann irgendwie aus ihren Anführungsstrichen Löchern gekrochen.
Speaker0: Und wo haben denn die Stimmen geworben? Und ich habe gesagt,
Speaker0: naja, wenn ich mal irgendwann in der Politik bin und ich mal was zu sagen habe,
Speaker0: sagen in Anführungsstrichen, ich bin Abgeordneter, ich will es anders machen.
Speaker0: Und ich bin dem auch treu geblieben.
Speaker0: Und wie gesagt, jeden ersten, zweiten, dritten Samstag des Monats seit 2016
Speaker0: bin ich auf der Straße, mache meine Sprechstunden.
Speaker0: Na gut, wenn es jetzt im Ström regnet, dann natürlich nicht oder wenn der Samstag
Speaker0: jetzt irgendwie ein Feiertag ist, weil Weihnachten etc. pp.,
Speaker0: dann macht es ja keinen Sinn.
Speaker0: Aber ich bin halt immer ansprechbar und das wurde auch von den Menschen honoriert,
Speaker0: weil die dann halt sagen, Herr Schopf, Sie sind ja immer da.
Speaker0: Die anderen sieht man gar nicht, aber Sie sind da.
Speaker0: Na ja und jetzt haben wir in Berlin im September haben wir Abgeordnetenhaus
Speaker0: Wein und das heißt, jetzt bin ich dann auch jeden Samstag auf der Straße.
Speaker2: Aber das ist ja schön, dass du das dann tatsächlich so machst.
Speaker2: Ich meine, das ist dann ja auch so ein Lokalpolitiker, wie man sich den als Bürger auch vorstellt.
Speaker2: Weil die meisten, da sind wir ja auch einfach mal ehrlich, sieht man,
Speaker2: wenn die Wahlkämpfe anstehen.
Speaker2: Wir erleben das hier bei uns in Wilhelmshaven auch. Wir wählen dieses Jahr den
Speaker2: Oberbürgermeister neu.
Speaker2: Und jetzt haben wir 40 Kandidaten. Die Wahl ist im September.
Speaker2: Wir haben 40 Kandidaten, von denen hört und sieht man nichts.
Speaker2: Und jetzt zum OB-Wahlkampf tauchen sie alle auf und haben alle die Ideen schlechthin.
Speaker2: Und da denke ich mir auch, Leute, warum putzt ihr nicht schon Jahre vorher Klinken?
Speaker2: Oder warum bringt ihr euch nicht vorher ins Feld? Warum zeigt ihr nicht von
Speaker2: Anfang an Interesse für die Stadt?
Speaker2: Also geht es euch nur um die Entgeltgruppe im Tarifvertrag, auf die ihr jetzt da absieht?
Speaker2: Oder geht es euch auf die Ämter in Aufsichtsräten?
Speaker2: Oder worum geht es euch? Und das sind dann halt so Fragen, die stellt sich der
Speaker2: Bürger dann auf der Straße natürlich dann endlich auch.
Speaker0: Ja, natürlich auch zu Recht, weil der sich dann fragt, ja, wo wart ihr denn
Speaker0: eigentlich die letzten Jahre?
Speaker0: Genau. Und ich kann mich hinstellen und kann sagen, Moment mal,
Speaker0: seit 2016 bin ich Ihr Abgeordneter und ich bin jeden Samstag hier zur selben
Speaker0: Zeit und bin ansprechbar.
Speaker0: Naja, was dann halt immer noch dazukommt, in den Sommermonaten,
Speaker0: biete ich dann halt auch so in meine Kiezspaziergänge an.
Speaker0: Also das heißt, ich habe ja total tolle Kiezer.
Speaker0: Zum Beispiel, ich weiß nicht, ob ihr das kennt, in Berlin, wir haben ja den
Speaker0: jüdischen Friedhof, das ist der größte Friedhof, also der jüdische Friedhof ist der größte,
Speaker0: in Europa und der liegt in meinem Wahlkreis und das heißt, da lade ich dann
Speaker0: unter anderem auch zu Spaziergängen über den Friedhof ein oder ich habe hier den alten Schlachthof,
Speaker0: Früher war das der Zentral-Viehhof und Schlachthof der Stadt Berlin im Ostteil.
Speaker0: Und jetzt ist es natürlich ein Wohngebiet, aber dann führe ich halt eben die
Speaker0: Menschen über dieses Gelände, über diese Flächen des alten Schlachthofs.
Speaker0: Oder durchs Bötzeviertel. Hier haben früher ganz viele jüdische Kaufleute gelebt.
Speaker0: 800 Juden, Jüdinnen wurden dann umgebracht, wurden deportiert nach Auschwitz,
Speaker0: sind dort umgekommen, ermordet worden.
Speaker0: Und das ist dann halt auch so eine Geschichte, also so eine Zeitreise in die
Speaker0: Geschichte zurück und das biete ich halt, wie gesagt, im Sommer an oder im Besuch
Speaker0: ins Planetarium oder bei den Wasserbetrieben und, und, und, und, und,
Speaker0: weil ich halt einfach denke, das ist nochmal ein ganz anderes Format,
Speaker0: um halt mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen,
Speaker0: nicht nur einfach so auf der Straße zu stehen mit einem Infostand,
Speaker0: wo man dann schon sieht, ah, die Leute machen vielleicht doch einen etwas größeren
Speaker0: Bogen, wollen vielleicht nicht angesprochen werden.
Speaker0: Und ich sage mal, diese Kiez-Spazierungen, wie gesagt, das mache ich auch seit 2016 jedes Jahr.
Speaker0: Das ist nochmal ein anderes Format und da rede ich dann halt über das,
Speaker0: was den Kiez so ausmacht, über die Geschichte des Kiez, was wir vielleicht vorhaben
Speaker0: mit dem Kiez, wo sich was entwickelt.
Speaker0: Und so kommt man dann auch ganz nett mit den Bürgern ins Gespräch.
Speaker0: Und ich glaube, das wird bestimmt bestätigen können.
Speaker0: Also am Anfang waren das so immer so 15 20
Speaker0: leute die dann da kamen pro rundgang oder
Speaker0: pro tour und jetzt habe ich wirklich sage ich mal mit
Speaker0: wartelisten zu tun also gerade wenn ich dann sage ich
Speaker0: mal den jüdischen friedhof wenn wir da die führung dann machen bei 40 mache
Speaker0: ich einen cut aber ich habe eine warteliste von teilweise bis 70 bis 80 leuten
Speaker0: die ganz gern mitkommen wollen muss aber auch dazu sagen das kann man machen.
Speaker0: Aber du brauchst dann aber auch, das gehört zu weit mit dazu,
Speaker0: du brauchst dann auch eine Familie, die das mitmacht.
Speaker0: Weil jetzt habe ich schon gesagt, den ersten, den zweiten, den dritten Samstag,
Speaker0: dann kommen im Sommer noch die Kitsch-Spaziergänge dazu.
Speaker0: Ja, was sagt denn die Familie dazu? Also die halten mir natürlich den Rücken frei.
Speaker0: Aber wenn ich jetzt, sage ich mal, kleinere Kinder hätte,
Speaker0: also das wird dann schon schwierig, wenn ich mir vorstellen könnte,
Speaker0: dass der Vater dann nicht sichtbar, also wenn die Kinder dann,
Speaker0: sage ich mal, irgendwie dann um 18 Uhr, 19 Uhr ins Bett gehen und der Vater
Speaker0: ist dann immer noch nicht da und am Wochenende sieht man den auch nicht,
Speaker0: weil der dann ständig unterwegs ist. Also das muss man.
Speaker0: Wie gesagt, das muss man dann auch irgendwie mit der Familie irgendwie ein Stück
Speaker0: weit abstimmen und ich weiß eben auch, dass es, sag ich mal, in der Politik,
Speaker0: durchaus auch Familien gibt, wo das eben nicht so klappt, wo sich dann eben
Speaker0: die Partnerin und der Partner dann eben trennen müssen.
Speaker0: Also ich weiß, das kostet halt unheimlich viel Zeit.
Speaker0: Aber wie gesagt, ich habe ja vorhin schon gesagt, für mich ist das eine Berufung.
Speaker0: Ich mache das gern und möchte die Arbeit natürlich auch gerne fortsetzen.
Speaker0: Und Julian kann auch ein Liedchen davon singen. Wir sind sehr viel im Wahlkreis unterwegs.
Speaker0: Also gerade wenn es dann auch darum geht, um solche Veranstaltungen,
Speaker0: die kündige ich ja dann auch an.
Speaker0: Das heißt, 25.000 Flyer werden dann gedruckt, als Einladung für den Kitspaziergang.
Speaker0: Und die müssen natürlich dann auch in die Briefkästen.
Speaker0: Ich habe es schon mal zu Jüle gesagt, irgendwann gibt es den Gutschein für Schuhe.
Speaker1: Ja, aber das stimmt. Als ich mit Julian das letzte Mal da beim Pizzaessen war,
Speaker1: saßen wir auch draußen da bei euch im Kiez.
Speaker1: Und da kommt hin und wieder mal jemand vorbei, der dann sagt,
Speaker1: hallo, Herr Justmeier und so.
Speaker1: Und da war es schon beeindruckend, weil ich mir auch gedacht habe,
Speaker1: guck mal, die Leute wissen, wer das ist, der da sitzt. Und das ist schon cool.
Speaker0: Ja, ja.
Speaker1: Das ist halt Politik zum Anfassen an der Stelle. Also angefasst hat in Julian
Speaker1: jetzt keiner, aber es ist halt schön, wenn man dann sagt, ach guck mal,
Speaker1: das ist der und der. Sorry Julian, jetzt er.
Speaker3: Nö, alles gut. Das kommt angefasst, werde ich nicht. Aber es ist richtig,
Speaker3: was Tino sagt. Und ich sage immer Augenzwinkern, aber eigentlich ist es die Wahrheit.
Speaker3: Man muss sich Mühe geben, Tino hier in den Kiezen auf der Straße nicht zu begegnen.
Speaker3: Das sage ich nicht, weil ich einen nicht geringen Teil der Tage und der Abende
Speaker3: mit ihm verbringe. Aber genau so habe ich mir das auch mal gewünscht und vorgestellt.
Speaker3: Und das macht auch jetzt übrigens partei- und fraktionsvergreifend wirklich nicht jeder.
Speaker3: Aber ich glaube, es ist nötig. Denn wir sind ja in einer Situation,
Speaker3: wo viele schimpfen, ja, das und das stimmt nicht und die da oben,
Speaker3: die haben keine Ahnung, aber ganz viel Macht und machen, was sie wollen.
Speaker3: Da ist es wichtig, auch über Tino hinaus, dass es Akteure in der Politik gibt,
Speaker3: die man ansprechen kann, die da sind.
Speaker3: Und das nicht in einem Zeitfenster von einer Stunde, in einem Bürgerbüro oder einem Wahlkreisbüro,
Speaker3: sondern wenn ich beim Einkaufen bin, wenn ich über den Markt gehe,
Speaker3: wenn ich in meinem eigenen Kiez, also für alle Nicht-Berliner in meinem Stadtviertel
Speaker3: unterwegs bin, dass ich sagen kann,
Speaker3: Mensch, Herr Schopf, ich habe da mal was.
Speaker3: Haben sie eigentlich gesehen, dass da an der Sohnzustraße, weiß ich nicht,
Speaker3: Müll steht. Müll, großes Problem in Berlin.
Speaker3: Dass da niemand die Scheu hat, seinen Wahlkreisabgeordneten,
Speaker3: seine Wahlkreisabgeordnete anzusprechen, dass da keine Hürde,
Speaker3: keine Hemmschwelle ist.
Speaker3: Denn nur wenn man, also Politik bedeutet, draußen zu sein.
Speaker3: Ob man ein Mandat hat oder ob man politisch in einer Partei aktiv ist.
Speaker3: Wir alle sind ja draußen erstmal irgendwie Bürgerinnen und Bürger und sehen,
Speaker3: dass irgendwo was passiert.
Speaker3: Nicht funktioniert, dass was nicht stimmt, dass was nicht klappt.
Speaker3: Und ich glaube, um zurück auf dieses Engagement zu gehen,
Speaker3: viele, die ich kenne, sind zumindest in eine Partei eingetreten,
Speaker3: weil sie gesagt haben, naja, ich sehe Probleme und jetzt möchte ich aber auch
Speaker3: was tun, denn jemand anders hat es bislang nicht getan und ich möchte mich einbringen
Speaker3: und engagieren, damit was getan wird.
Speaker3: Dazu muss man ganz viel diskutieren.
Speaker3: Da würde ich jetzt gerne mal kurz so einen Dreiklang aufmachen,
Speaker3: Wir haben drei verschiedene Diskussionsebenen.
Speaker3: Wir haben natürlich die, die in den Ausschüssen im Parlament generell stattfindet.
Speaker3: Das ist gut, wenn dann Probleme oder Herausforderungen es schon bis dahin geschafft haben.
Speaker3: Dann haben wir aber auch eben die Debatten in der Partei oder in den Parteien
Speaker3: selbst. Und ich glaube, da kann ich auch parteiübergreifend sprechen,
Speaker3: Wenn ich sage, auch innerhalb einer Partei sind sich niemals alle einig.
Speaker3: Wir haben da ein extrem breites Meinungsspektrum und da wird auch gestritten
Speaker3: und zwar nicht zu knapp und auch gar nicht immer sachlich.
Speaker3: Das macht es ein bisschen spannend, aber es ist natürlich anstrengend.
Speaker3: Mit Argumenten sich auszutauschen, für die beste Lösung zu kämpfen,
Speaker3: zu ringen, zu diskutieren, ist höchst demokratisch.
Speaker3: Und ich sage immer, Demokratie ist wundervoll, aber furchtbar anstrengend.
Speaker3: Aber ich finde es gut, dass wir sie haben.
Speaker3: Um dann Lösungen herbeizuführen, Tino hat es gesagt, muss man rausgehen.
Speaker3: Und Theo hat das, finde ich, sehr gut gemacht, indem er verschiedene Konzepte
Speaker3: ausprobiert hat, sei es die Kiez-Spaziergänge, sei es die mobilen Sprechstunden,
Speaker3: dass die Leute auch wissen, wenn wir den Shop sehen,
Speaker3: den können wir ansprechen, der nimmt das mit und der arbeitet da an einer Lösung.
Speaker3: Und ich bin der Meinung, das sollten viel mehr machen.
Speaker3: Dann fällt es auch zur Wahl nicht so negativ auf, dass man sagt,
Speaker3: ach Mensch, ihr jetzt hier eine Parteifarbe eurer Wahl einsetzen,
Speaker3: ihr seid ja auch mal wieder da. Ist ja nett.
Speaker3: Das merken die Leute und das ist schade, weil ich glaube, es gibt viele politische
Speaker3: Akteure, die gute Ideen haben.
Speaker3: Das ist meine.
Speaker2: Meine Erfahrung ist halt gewesen, zumindest auch auf kommunalpolitischer Ebene,
Speaker2: und da kommen wir dann auch zur Politikverdrossenheit, die dadurch auch begünstigt
Speaker2: wird, dass es viele Leute gibt, die Kommunalpolitik machen wollen oder auch richtige Politik,
Speaker2: aber der Bürger es ja dann auch verlernt hat, irgendwie zu diskutieren und sich
Speaker2: auch auf andere Argumente einzulassen.
Speaker2: Und diese immer weniger werdende Diskussions- und Debattenkultur trägt ihr übrigens
Speaker2: dazu bei. Und dann haben wir auf der einen Seite den Lokalpolitiker,
Speaker2: nicht alle, aber den Lokalpolitiker von egal welcher Partei,
Speaker2: der sich was einbildet darauf, dass er jetzt ehrenamtlich ein Politiker ist.
Speaker2: Wir haben den, der wirklich kämpft und auch wirklich immer auf der Straße ist,
Speaker2: so wie Tino das geschildert hat.
Speaker2: Aber die Leute sehen halt nur den faulen Politiker. Ich sage faul jetzt absichtlich
Speaker2: so ein bisschen provokativ, damit man das auseinanderhält.
Speaker2: Und dann die von dir gesagte Diskussionskultur, die geht halt auch flöten.
Speaker2: Also meine Erfahrung war es gewesen, ich war Mitglied in zwei Parteien und ich
Speaker2: habe für beide Parteien intensive Wahlkämpfe geführt.
Speaker2: Dazu zählte das Verteilen von Flyern, das Aufhängen von Wahlplakaten.
Speaker2: Ich selbst war auch mal Kandidat.
Speaker2: Was mich am meisten gestört hat und ich glaube, das geht vielen Politikern oder
Speaker2: vielen ehrenamtlichen Politikern so, diese Anfeindung auch auf der Straße.
Speaker2: Also zum einen ist sie ja im Netz enorm. Also wenn man sich mal durch Kommentarspalten
Speaker2: durchliest, dann stackern einem die Ohren.
Speaker2: Und auf der Straße ist diese Gewalt jetzt auch einfach da.
Speaker2: Also man wird beleidigt, man wird beschimpft, ausgelacht, beworfen.
Speaker2: Also das sind auch alles Erfahrungen, die ich selber auch persönlich über mich
Speaker2: habe ergehen lassen müssen.
Speaker2: Und die tragen eben auch dazu bei, dass auch immer weniger Leute Bock drauf
Speaker2: haben. Also haben wir zum einen die Parteien, in denen nicht alles rund läuft,
Speaker2: in denen es auch viel Streit gibt.
Speaker2: Parteien, die definitiv auch bremsen, also auch eigenes Engagement bremsen.
Speaker2: Und dann haben wir auf der anderen Seite ja auch noch die Komponente Zeit.
Speaker2: Tino hat auch gerade erzählt, wie viel Zeit er aufwendet. Ich finde das super.
Speaker2: Aber auch das macht nicht jeder. Und dann haben wir noch den Bürger auf der
Speaker2: Straße, der ja auch sagt, ihr seid alle gleich und dann ja auch noch attackiert
Speaker2: und Beschimpfungen und Beleidigungen vom Stapel lässt.
Speaker2: Und da denke ich mir dann auch, wenn ich jetzt nochmal vor der Überlegung stehe,
Speaker2: nochmal in eine Politik zu gehen, in eine Partei einzutreten,
Speaker2: Politik zu machen, bin ich bereit, all das auf mich aufzunehmen,
Speaker2: wenn ich das nur ehrenamtlich mache, weil ich der Gesellschaft irgendwas zurückgeben möchte.
Speaker2: Dann würde ich jetzt sagen, nein, da bin ich bei den Johannitern gut aufgehoben,
Speaker2: wo ich jetzt bin und gebe der Gesellschaft wirklich was zurück,
Speaker2: wo man zumindest noch einen Funken Dankbarkeit und Anerkennung bekommt.
Speaker1: Ja, absolut. Ein Hoch auf das Ehrenamt an der Stelle. Ist so.
Speaker0: Naja, Pascal, du hast ja recht mit dem, was du sagst.
Speaker0: Also ich meine, jetzt habe ich in Anführungsstrichen das Glück, hier in Berlin zu sein.
Speaker0: Da scheint die Welt noch in Ordnung zu sein.
Speaker0: Aber es gibt ja Bundesländer, wo wir eine Partei sehen, die da im Aufwind sind.
Speaker0: Und wenn ich jetzt nach Sachsen-Anhalt zum Beispiel schaue, blicke und mir da
Speaker0: die Umfragen anschaue und sehe, dass da eine Partei bei 39 Prozent ist,
Speaker0: alle anderen sind weit, weit abgeschlagen,
Speaker0: dann mache ich mir wirklich Gedanken, was hier gerade in Deutschland bzw.
Speaker0: Europa bzw. auch in der Welt passiert.
Speaker0: Und ich denke dann auch immer darüber nach, okay, wie konnte das passieren?
Speaker0: Und dann bin ich ganz schnell hier bei mir im Wahlkreis und sage halt einfach,
Speaker0: okay, was kann ich denn tun, damit mir so etwas bzw.
Speaker0: In meinem Wahlkreis so etwas nicht passiert, dass eben eine Partei.
Speaker0: Die ich nicht als demokratisch ansehe, dass die eben nicht so stark,
Speaker0: so einen hohen, so einen starken Zuspruch erhält.
Speaker0: Und da sage ich halt einfach, okay, ich mache das, was ich die ganze Zeit mache,
Speaker0: seit 2016, einfach für die Menschen da sein.
Speaker0: Das heißt, dass die Leute dann auch, weil ich glaube, wenn man,
Speaker0: wie gesagt, das ist die Erfahrung, die ich gemacht habe, dass wir andere vielleicht nochmal anders sehen.
Speaker0: Wie ich schon sagte, nun bin ich ja auch in Berlin.
Speaker0: Das ist dann immer schwer zu vergleichen mit so einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt.
Speaker0: Aber in Berlin kann ich mich in meinem Wahlkreis, der ist überschaubar.
Speaker0: Da stelle ich mich halt regelmäßig hin. Die Leute kommen vorbei und sehen,
Speaker0: ach, da steht der Schopf schon wieder.
Speaker0: Ach übrigens, Herr Schopf, ich habe da mal eine Frage zu dies und das und jenem.
Speaker0: Und da entsteht dann halt ein Stück weit Vertrauen.
Speaker0: Da ist eine gewisse Zuverlässigkeit da.
Speaker0: Also Zuverlässigkeit von mir, dass die Bürger sehen, Mensch,
Speaker0: der Schopf, der ist immer da. Den können wir ansprechen.
Speaker0: Und wir kriegen regelmäßig was in die Briefkästen gesteckt von Herrn Schopf.
Speaker0: Und wenn wir denen ein Mail schreiben, innerhalb von 24, 48 Stunden kommt dann auch eine Antwort.
Speaker0: Und sei es einfach nur, Mail ist angekommen, wir kümmern uns um das Thema.
Speaker0: Das ist im Flächenland wie Brandenburg
Speaker0: oder Sachsen-Anhalt vielleicht dann nochmal ein bisschen anders.
Speaker0: Da hast du ja große Landkreise und da kannst du als Kandidat auch nicht im jedem
Speaker0: Dorf in jeder Stadt sein.
Speaker0: Und ich glaube, die Leute suchen halt einfach auch ein Stück weit ein Ventil.
Speaker0: Die sind enttäuscht, die sind irgendwie wütend, die sind der Meinung,
Speaker0: es geht irgendwie nicht voran.
Speaker0: Und sie haben aber niemanden, mit denen sie mal darüber reden können.
Speaker0: Und dann kommt irgendwo eine Wahl alle fünf Jahre und dann kommt da irgendwann
Speaker0: ein Politiker und sagt, jetzt müsst ihr mich wählen.
Speaker0: Und dann sind die Leute natürlich stinksauer, weil sie sagen,
Speaker0: ja, wo wart ihr denn die letzten fünf Jahre?
Speaker0: Und ich glaube, da muss sich auch die SPD, also meine Partei,
Speaker0: auch Gedanken machen, okay, was können wir denn tun, dass wir den Kontakt zu
Speaker0: den Bürgerinnen und Bürgern wieder, ich meine ...
Speaker0: Die Leute sind ja, ich meine, die haben ja früher, sag ich mal, demokratisch gewählt.
Speaker0: Ja, es ist ja nicht so, das hat ja einen Grund, warum die Leute jetzt auf einmal
Speaker0: sagen, nee, wir können mit CDU nichts anfangen, wir können mit SPD nichts anfangen,
Speaker0: mit Grünen schon gar nicht und Linke auch nicht, wir wählen dann eben eine blaue Partei.
Speaker0: Und ich glaube, da ist viel Aufklärungsarbeit nötig, aber auch arbeitpolitische
Speaker0: Arbeit vor Ort mit den Menschen.
Speaker0: Ja, die Menschen müssen den Eindruck haben, jawohl, da ist jemand,
Speaker0: der hört uns zu, zuhören ist ganz doll wichtig.
Speaker0: Der versteht das auch und der kümmert sich. Ich habe immer gesagt,
Speaker0: ich möchte ganz gern ein Kümmerer sein, der da ist und sich um die Andingen der Bürger kümmert.
Speaker0: Ich sage den Bürgern aber auch, es ist nicht so, dass ich jetzt mit dem Finger
Speaker0: schnipse und dann ist morgen die Welt in Ordnung.
Speaker0: Oftmals ist es auch so, dass ich dann auch an Grenzen komme.
Speaker0: Oftmals denken die Leute, der ist ja Politiker, der muss es ja irgendwie gehen.
Speaker0: Mitnichten. Auch ich muss dann an der Verwaltung anfragen und sagen,
Speaker0: Mensch, wie schaut es denn aus?
Speaker0: Und dann bekomme ich entweder von der Verwaltung eine Antwort oder ich kriege auch keine Antwort.
Speaker0: Aber das ist schon sehr, sehr herausfordernd. Aber ich habe gesehen,
Speaker0: jetzt hat sich Julian noch mal gemeldet.
Speaker3: Ja, wir hatten ja gerade den Punkt, und Pascal hat es ja angesprochen,
Speaker3: dass sich da auch der Diskurs geändert hat, also die Art und Weise,
Speaker3: wie wir miteinander sprechen.
Speaker3: Ich habe das Gefühl, dass wir uns da in so einer Art Zentrifuge streckenweise
Speaker3: seit ein paar Jahren befinden, dass man irgendwie immer nur an der einen Seite
Speaker3: kleben kann, meinungsmäßig, dass in der Mitte teilweise gar nicht mehr so viel stattfindet.
Speaker3: Und da will ich jetzt Tino auch gar nicht widersprechen, denn mit dem,
Speaker3: was er gesagt hat, hat er vollkommen recht.
Speaker3: Wir haben natürlich Situationen, Tino hat ein Bürgerbüro, das ist jeden Tag
Speaker3: geöffnet, zwischen 10 und 18 Uhr kann man da vorbeikommen.
Speaker3: Tino ist Frühaufsteher, der sitzt schon immer ab sieben dort und bereitet sich
Speaker3: auf Termine vor, ist offen fürs Gespräch.
Speaker3: Und natürlich haben wir regelmäßig die Situation, dass sprichwörtlich die Tür
Speaker3: auffliegt, Bürgerinnen, Bürger kommt rein, hat jetzt den Tino gesehen und er
Speaker3: schaut, was ich ihm sowieso schon mal sagen wollte und überhaupt.
Speaker3: Und die sind auf 180. Wir sind für solche Gespräche dankbar und froh,
Speaker3: weil da machen sich Leute die Mühe, nehmen sich die Zeit, kommen rein,
Speaker3: sprechen mit Tino, sprechen mit dem Team,
Speaker3: rufen an, schreiben Mail, in welcher Form das jetzt auch immer geschieht, auch am Infostand.
Speaker3: Auch wenn jemand vorbeikommt und sagt, Mensch, guck mal, da steht hier die alte
Speaker3: Matratze, die gammelt da seit drei Wochen rum, der Bezirk macht nichts,
Speaker3: das ist ja Politik, ruht sich aus.
Speaker3: Das ist gut, dass sie das machen, weil das ist Diskurs, das ist Debatte,
Speaker3: das können wir auch, da können wir drauf eingehen, da können wir das mitnehmen,
Speaker3: Tino nimmt das mit, das lässt sich auslösen. Wir haben aber dann den Schritt,
Speaker3: wo diese Ebene verlassen wird.
Speaker3: Tino, korrigiere mich, ich glaube, du hast die Erfahrung jetzt so noch nicht
Speaker3: gemacht, persönlich, physisch.
Speaker3: Ich weiß und ich habe es in der Zeit auch erlebt, dass es Übergriffe auf das Büro gab.
Speaker3: Ich glaube, zweimal ist es mittlerweile schon entglast worden.
Speaker3: Das findet nachts statt, da sind wir nicht da.
Speaker3: Aber das macht ja auch was mit ein, wenn man morgens dann ins Büro kommt und
Speaker3: dann sind die Scheiben nicht mehr da oder sind eingeschmissen.
Speaker3: Ich persönlich, und das hatte ich mit Alex im Vorgespräch auch schon mal,
Speaker3: ich persönlich habe es erlebt, 2016, da ist das physisch geworden.
Speaker3: Da hat es einen richtigen Übergriff gegeben, einen Überfall.
Speaker3: Der war insofern brisant.
Speaker3: Der kam aus dem rechten Spektrum, als dass mir wirklich jemand nach Hause gefolgt
Speaker3: ist. Ich habe zu dem Zeitpunkt in Köpenick gearbeitet.
Speaker3: Für die Nicht-Berliner, das ist ein Bezirk, der liegt ganz im Südosten.
Speaker3: Südosten, das heißt, ich habe da durchaus eine Stunde Fahrzeit gehabt.
Speaker3: Und da hat sich eine Person aus der rechten Szene an meine Fersen geheftet und
Speaker3: dann im Bezirk Pankow im Prenzlauer Berg, wo Tino auch seinen Wahlkreis hat,
Speaker3: kam es dann zu einem Übergriff, der auch für mich nicht glimpflich ausging.
Speaker3: Und das will ich an der Stelle auch ganz deutlich sagen. Ja, das macht was.
Speaker3: Und in den Wochen und Monaten danach, wie gesagt, damals bei einem anderen Abgeordneten,
Speaker3: ich habe keine Infostände gemacht.
Speaker3: Ich habe auch, obwohl wir immer ein Bürgerbüro der offenen Tür hatten,
Speaker3: war die in dieser Zeit nicht offen, sondern die habe ich von innen öffnen müssen,
Speaker3: wenn ein Bürger da war und ein Anliegen hatte.
Speaker3: Und das soll so nicht sein. Aber ich möchte nochmal, ohne da jetzt ganz viel
Speaker3: Drama reinzubringen, auch noch unterstreichen, das macht was auch mit Leuten,
Speaker3: die sich politisch engagieren und zu einer Lösungsfindung und zu einer guten
Speaker3: Debattenkultur beitragen wollen.
Speaker3: Und das ist eine gefährliche Entwicklung und die ist nicht rückläufig.
Speaker0: Naja, und wenn ich jetzt überlege, wenn ich jetzt an die Kollegen denke,
Speaker0: die jetzt in Sachsen-Anhalt unterwegs sind und da jetzt eben dann demnächst
Speaker0: dann auch Wahlplakate dann auch hängen,
Speaker0: beziehungsweise in den Gemeinden, in den Kommunen dann so eine Sprechstunde
Speaker0: dann abhalten, also Sprich-Infostände, ich kann mir schon vorstellen,
Speaker0: dass die da sehr, sehr stark angefeindet werden und dass das für die nicht einfach ist.
Speaker0: Deswegen sage ich ja, ich habe hier in Berlin in Anführungsstrichen das Glück,
Speaker0: dass wir so eine Zustände Gott sei Dank nicht haben.
Speaker0: Und ich hoffe, dass das auch nie eintritt.
Speaker0: Und weil Julian das ja auch gerade sagte, bei mir wird wirklich jede E-Mail,
Speaker0: jede Anfrage wird ja auch beantwortet.
Speaker0: Und natürlich bekomme ich auch, weil Alex, du hast ja auch davon gesprochen,
Speaker0: digital. Wir bekommen natürlich auch E-Mails, die sind manchmal echt unter der
Speaker0: Gürtellinie, wo dann Julian auch sagt, oh, ey, das geht ja gar nicht.
Speaker0: Aber ich sage dann halt immer, hey, stopp, auch wenn die jetzt unter der Gürtellinie ist, die Mail.
Speaker0: Ich bin den Leuten trotzdem irgendwo ein Stück weit dankbar,
Speaker0: weil ich halt einfach sage, da setzt sich jemand hin in seiner Wut.
Speaker0: Sucht wahrscheinlich irgendwie noch, ja, wer ist
Speaker0: denn hier eigentlich mein Wahlkreisabgeordneter? Ah, das ist der Schopf.
Speaker0: Guckt dann irgendwo im Internet, sucht sich da irgendwie die E-Mail-Adresse
Speaker0: raus und schreibt dann seinen ganzen Frust runter und geht dann auf Senden,
Speaker0: ohne nochmal drüber zu lesen.
Speaker0: Und natürlich ärgert mich das ein Stück weit, wenn da irgendwelche persönlichen
Speaker0: Angriffe gemacht werden. aber ich sage dann halt einfach, ich antworte den einfach
Speaker0: und sage auch, danke, dass er mir geschrieben hat.
Speaker0: Jemand anders würde sagen, oh Gott, bist du denn blöd? Wenn der dich da so beleidigt,
Speaker0: dann kannst du doch nicht Danke sagen.
Speaker0: Na doch, ich mache es, weil derjenige hat sich ja die Zeit genommen,
Speaker0: seinen Frust runtergeschrieben und ich versuche mich dann auch manchmal in die
Speaker0: Situation desjenigen irgendwie mit irgendwie reinzudenken,
Speaker0: warum ist er so, warum hat er diese Wortwahl getroffen und versuche,
Speaker0: weitestgehend zu antworten und auch ein Gespräch anzubieten.
Speaker0: Und so ein Gespräch kann entweder per Telefon stattfinden oder aber hier in
Speaker0: meinem Bürgerbüro oder meinetwegen auch im Abgeordnetenhaus.
Speaker0: Und ich habe, und Julian wird das womöglich dann auch bestätigen,
Speaker0: ich habe die Erfahrung gemacht, dass oftmals dann auch eine E-Mail zurückkommt, eine Entschuldigung,
Speaker0: total verwundert, also Herr Schopf, wir sind total verwundert,
Speaker0: oder ich bin verwundert, dass Sie geantwortet haben, weil ich war ziemlich sauer
Speaker0: ich möchte mich erstmal entschuldigen und ich nehme das Angebot für ein Gespräch gerne an.
Speaker0: Und dann trifft man sich und entweder ich finde oder man findet eine gemeinsame Lösung,
Speaker0: kommt irgendwie auf den Nenner oder man tauscht dann halt einfach die Sichtweisen
Speaker0: aus und geht dann anschließend eher mit seiner Meinung, ich bleibe bei meiner
Speaker0: Meinung, aber dann fand wenigstens ein Gespräch statt.
Speaker0: Und ich denke, das ist wichtig, dass wir wieder miteinander ins Gespräch kommen.
Speaker0: Wir müssen ja nicht alle die eine Meinung haben, aber das Gespräch ist wichtig
Speaker0: und das ist irgendwie aus meiner Sicht abhandengekommen.
Speaker0: Und das ist halt einfach sehr, sehr, sehr schade. Und ich höre eben auch des
Speaker0: Öfteren, wenn ich dann auf der Straße bin, ja, wer hat uns verraten, Sozialdemokraten.
Speaker0: Also das ist dann so ein typischer Spruch. Und wenn man dann den Leuten sagt,
Speaker0: ja, dann lass uns doch mal drüber reden. Die haben gar kein Interesse, die ziehen dann weiter.
Speaker0: Aber andere bleiben dann eben stehen und sagen ihre Meinung und was sie von
Speaker0: der aktuellen Politik halten.
Speaker0: Egal ob im Bund oder im Land. Ich versuche dann das Gespräch mit denen zu führen und ja, ja.
Speaker0: Man muss miteinander reden, das ist wichtig.
Speaker1: Ja, und du musst halt auch sagen, es ist halt auch wirklich unglaublich komplex
Speaker1: geworden, irgendwie überhaupt noch durchzusteigen und sich selbst zu motivieren,
Speaker1: irgendwie sich mit Politik noch auseinanderzusetzen.
Speaker1: Also, wenn ich einmal so durch sämtliche Feeds in meinem Feediverse durchgucke,
Speaker1: was aus den USA gerade wieder passiert, was in Russland, Ukraine ist,
Speaker1: was im eigenen Land für Entscheidungen getroffen werden teilweise,
Speaker1: du könntest wirklich nur noch schreien den ganzen Tag, weil das ist wirklich
Speaker1: ein unglaubliches Irrenhaus geworden,
Speaker1: in dem wir uns da so aufhalten.
Speaker1: Du wartest jeden Tag darauf, dass jetzt der nächste unglaublich große Knall stattfindet.
Speaker1: Gerade aus den Staaten die ganze Diskussion da um diese Epstein-Geschichten.
Speaker1: Dann hast du das Neueste jetzt, die nächste Nebelkerze, irgendwelche UFO-Akten,
Speaker1: die veröffentlicht werden sollen.
Speaker1: Es ist wirklich, ich denke mal, es jeden Tag, sag mal, mögen die Außerirdischen
Speaker1: doch jetzt bitte endlich kommen, so wie wir es in der Folge mit Joshua gesagt haben.
Speaker1: Sollen Sie doch bitte endlich kommen und dem Ganzen mal einen Riegel vorschieben.
Speaker1: Das Martinshorn ist übrigens bei uns, falls ihr jetzt euch umdreht,
Speaker1: wild in eurem Auto, das ist hier bei uns in der Folge.
Speaker1: Ja, an der Stelle Pascal, Quatsch, Pascal, Julian, danke für die offenen Worte
Speaker1: übrigens auch, dass du von deinem Erlebnis erzählt hast.
Speaker1: Ich hatte mich gefragt, ob du es tust, aber du hast es tatsächlich gemacht. Vielen Dank dafür.
Speaker0: Sehr gerne.
Speaker1: Ja, Pascal, hast du noch was hinzuzufügen zu dem Themenblock?
Speaker2: Nee, tatsächlich nicht. Also ich denke, wir haben ja alles gesagt, was zu sagen gibt.
Speaker2: Es ist schön, dass wir tatsächlich auch alle einer Meinung sind.
Speaker2: Das ist ja auch selten, wenn ich nochmal an die letzten Minuten denke.
Speaker2: Ich hoffe, hier bleibt es bei dem schönen Diskurs, den wir finden.
Speaker0: Ja.
Speaker1: Das wäre schön. Aber gerade auch diese ganze Geschichte mit Gewalt und Eskalation,
Speaker1: ich sage, da tragen auch ganz viel die ganzen sozialen Medien halt einfach dabei.
Speaker1: Du hast einfach diese kurze Aufmerksamkeitsspanne, du hast dieses Auf-den-Kopf-Gehämmere
Speaker1: von irgendwelchen Dingen wie Instagram und Co.
Speaker1: Habe ich jetzt leider auch mir mal installiert, weil ich beruflich einen Zugang
Speaker1: gebraucht habe für Insta.
Speaker1: Es ist interessant, was das mit einem macht. Also es ist wirklich Brain Rod.
Speaker1: So wie man es sagt, es ist ein wirklicher Brain-Rot.
Speaker1: Und ich habe jetzt auch gestern dafür bei der Petition mit abgestimmt,
Speaker1: soziale Medien für Kinder erst ab 16 zuzulassen, was Australien ja auch umgesetzt hat,
Speaker1: weil das halt einfach diese Art und Weise allein, wie gesprochen wird,
Speaker1: wie schnell halt untereinander auch Bedrohung stattfindet.
Speaker1: Ich habe da letztens auch ein paar Jugendlichen so zugehört,
Speaker1: wo ich mir auch gedacht habe, okay, das ist ja unglaublich. Da gibt es ja auch
Speaker1: diese Investigativjournalistin, diese Angelique, ich weiß nicht,
Speaker1: ob ihr den Namen richtig ausspricht, Geray, schreibt man sie,
Speaker1: ich weiß es nicht, wie man den Nachnamen ausspricht.
Speaker1: Und die hat ja letztes Jahr auch den Datenschutz-Medienpreis bekommen,
Speaker1: weil sie sich ja in irgendwelche braunen Jugendlager eingeschleust hat.
Speaker1: Und jetzt läuft gerade ein sechsteiliger Podcast von ihr, den solltet ihr auf
Speaker1: jeden Fall mal anhören, aber erst, wenn das hier abgespielt ist,
Speaker1: nicht vorher jetzt hier aus dem Podcast rausrennen, braune Kinderzimmer nennt sich diese Doku,
Speaker1: Da hat sie sich eben auch in solche Strukturen mit reingehangen und mal klärt
Speaker1: dann in dem Podcast auf, mit solchen Ausdrücken wie, ich verstehe nur noch Auschwitz
Speaker1: und solche Scheiße, das machen scheinbar unsere Jugendlichen und
Speaker1: es ist schon krass, auch wie schnell die Fäuste fliegen mittlerweile, Weile, ähm,
Speaker1: Das ist schon krass. Und die Leute werden durch die Medien leider halt immer
Speaker1: mehr verblödet und dann zu solchen Handlungen auch sich entwickelt.
Speaker1: Also wir sind ja ein Film und Medien, Film und Serien Podcast und zu dem Blog
Speaker1: mit Bedrohung, Gewalt und so weiter habe ich auch dazu geschrieben,
Speaker1: Black Mirror oder halt auch Among Us in den Videospielen, das Fördern,
Speaker1: das irgendwie Misstrauen gewinnt.
Speaker1: Und gerade auch jetzt in dem Bereich Deepfakes haben wir jetzt hier auch schon
Speaker1: ein paar Mal drüber gesprochen, was da alles möglich ist,
Speaker1: Irgendwie Menschen zu klonen, die dann irgendwas erzählen, du kannst ja heute
Speaker1: nichts mehr glauben, das ist ja das Traurige und du kannst auch deinen eigenen
Speaker1: Augen teilweise nicht mehr trauen, gerade im Internet,
Speaker1: was du da gerade siehst und da wird halt viel Stimmung drüber gemacht und zum
Speaker1: Thema Sachsen, Sachsen-Anhalt noch eine Meinung,
Speaker1: ich finde es halt unglaublich schade, weil Sachsen ist eigentlich ein sehr schönes Bundesland.
Speaker1: Ich bin damals da mit dem Motorrad mit einem Kumpel durchgefahren und wir haben
Speaker1: damals gesagt, jetzt gucken wir mal, wie lange es dauert, bis wir dann die ersten Glatzen sehen.
Speaker1: Erste Ortschaft, Rhein stand links einer, rechts einer mit Stiefeln,
Speaker1: volles Outfit und gestikulierten da über die Straße hinweg und dann haben wir
Speaker1: über den Helmfunk gesagt, guck mal, das hat jetzt nicht lange gedauert,
Speaker1: bis wir die ersten gesehen haben. Das ist schon traurig.
Speaker1: Und du kriegst auch ganz schnell eine Meinung aufs Auge gedrückt.
Speaker1: Wir waren dann in irgendeiner Gastwirtschaft und da haben wir halt gefragt,
Speaker1: so und so, wo kann man hier noch gut fahren?
Speaker1: Und dann kommt halt relativ schnell, ja, da würde ich nicht hinfahren,
Speaker1: weil irgendwas mit Ausländern und ich bin ja kein Nazi, aber puh,
Speaker1: das ist schwierig. Also das ist wirklich schwierig.
Speaker1: Und dann will man da auch gar keinen Urlaub mehr machen, wenn dann lauter solche Vögel da rumlaufen.
Speaker2: Ja, und das ist ja das Problem. Das ist wahrscheinlich auch eine,
Speaker2: ja, ich glaube, ja, was heißt glaube, Das ist ja eine größer werdende Minderheit,
Speaker2: die ja irgendwann zur Mehrheit wird.
Speaker2: Aber darunter leidet dann eben der Rest der Bevölkerung, die,
Speaker2: ich sage jetzt mal salopp, normal tickt im Kopf.
Speaker2: Und das ist halt eben wirklich furchtbar schade. Du hast es gesagt,
Speaker2: es sind schöne Bundesländer, schöne Gegenden, werden jetzt halt nur darauf reduziert,
Speaker2: dass sie braune Soße wählen.
Speaker2: Ich meine, da braucht man sich ja auch nur mal die Wahlkarten angucken nach
Speaker2: jeder Wahl. Dann weiß es ja, wie der Hase läuft.
Speaker1: Ja, richtig. Das ist das Schlimme. Und für die, die jetzt mit der Meinung nicht
Speaker1: einverstanden sind, Hater hassen diese Meinung.
Speaker1: Bitte in die Kommentarspalte gerne unter dem Podcatcher, wo ihr uns gerade hört, schreibt es darunter.
Speaker1: Wir erlauben uns natürlich, wir sind ja auch mit dem Podcast auf Insta,
Speaker1: wir erlauben uns Leute auch zu melden und zu sperren.
Speaker1: Also gerne mit Klarnamen schreiben, dann hat die Polizei weniger zu tun.
Speaker2: Dann braucht der Bundeskanzler auch kein Gesetz dafür wollen.
Speaker1: Genau. Ganz genau so ist es. Und das ist ja das, was wir hier im Podcast auch
Speaker1: immer schon gesagt haben, auch in meinem anderen Podcast, wenn irgendwann mal
Speaker1: die Spinnerei und die Hater und die Trolls anfangen,
Speaker1: erstmal sperren und melden und irgendwann werde ich mich dann auch dazu entscheiden,
Speaker1: das ganze Hobby nicht mehr zu betreiben, weil muss man sich nicht antun.
Speaker1: Auch das hier ist für euch, das ist für euch kostenlos, das ist auch ehrenamtlich,
Speaker1: dass wir diesen Podcast machen, damit ihr jetzt, falls ihr gerade die Wohnung
Speaker1: saugt oder in Abwasch macht oder joggen seid, damit ihr euch was anhören könnt. Dafür tun wir das.
Speaker1: Und weil es uns Spaß macht. Aber nicht, um uns irgendwie blöd anreden zu lassen.
Speaker1: Das muss man an der Stelle vielleicht einfach mal nochmal sagen.
Speaker2: Genau.
Speaker1: Hater hassen diesen Trick.
Speaker2: Jetzt hassen uns ganz viele. Nein, ich hoffe natürlich nicht.
Speaker1: Du bist der Instagram-Verantwortliche. Ich weiß davon nicht.
Speaker2: Das stimmt, genau.
Speaker2: Ich werde ein waches Auge drauf haben. Wie immer.
Speaker1: Ja, mach das.
Speaker1: Ja, wie gesagt, ein Hoch auf die Gemeinnützigkeit und ein Hoch auf das Engagement
Speaker1: für Bürgerinnen und Bürger. Das ist eine super wichtige Sache.
Speaker1: Auch was ihr da tut. Auch dafür danke, dass ihr euch da für unsere Demokratie
Speaker1: einsetzt mit dem, was ihr tut.
Speaker1: Und es ist halt auch schwierig, wenn man es nicht so macht, glaube ich,
Speaker1: mit Stand und irgendwelchen Spaziergängen. Das ist eine coole Sache.
Speaker1: Bei uns sind gerade Bürgermeister und Stadtratwahlen in Regensburg und ich habe
Speaker1: den Wahlzettel, ich habe mich für Briefwahl angemeldet.
Speaker1: Der Stadtratwahlzettel ist 1,40 Meter breit.
Speaker1: Wie will man sich denn da jetzt entscheiden? Also das ist schon schwierig.
Speaker0: Naja gut, du hast ja auf alle Fälle erstmal die Parteien mit den ganzen Kandidaten.
Speaker0: Wenn man dann schon mal weiß, welche Partei könnte das werden,
Speaker0: dann ist es ja eigentlich gar nicht mehr so schwer.
Speaker1: Ja, es gibt einen großen Kreis über allen Namen. Da kannst du sagen,
Speaker1: yo, Partei und los geht's.
Speaker1: Dann machst du mit einem Häkchen irgendwie 50 Stimmen auf einmal.
Speaker0: Aber was hast du gesagt? 140 Kandidaten? Nee, oder 140 lang?
Speaker1: Nein, 140 breit ist die Liste.
Speaker0: Ach, 140 breit. Na gut, aber es ist doch auch ein gutes Zeichen, würde ich mal sagen.
Speaker0: Weil 140 breit heißt doch, da sind viele, die sich für die Demokratie,
Speaker0: für die Stadt Regensburg dann auch einsetzen wollen. und hier wirklich etwas
Speaker0: voranbringen und verändern möchten.
Speaker0: Und das ist doch schon mal gut. Das ist doch gut. Du hättest einen Wahlzettel,
Speaker0: wo nur zwei, drei Namen draufstehen.
Speaker1: Genau.
Speaker0: Da würde ich mir Gedanken machen.
Speaker3: Jetzt wäre halt die spannende Gegenfrage, Alex, von den 1,40 Meter Namen auf
Speaker3: der Liste, wie viele sind denn draußen unterwegs?
Speaker3: Sichtbar, ansprechbar, anpieksbar?
Speaker1: Gar nichts. Wenn du jetzt mal in die Stadt gehst, vielleicht,
Speaker1: Aber so habe ich keinen bisher draußen gesehen.
Speaker1: Du hast die Wahlplakate gesehen, als du das letzte Mal in Regensburg warst.
Speaker1: Das ist clever gespielt.
Speaker1: Die Bürgermeisterkandidatin von der CSU,
Speaker1: die Astrid Freudenstein, die hing schon in der Weihnachtszeit an verschiedenen Plakatwänden.
Speaker1: Große Fläche und hatte auf der Kampagne, war sie so gemütlich angezogen,
Speaker1: warm, hatte eine Tasse Glühwein in der Hand.
Speaker1: Das war total cozy, das Bild. Und da habe ich damals, weil ich einfach doof
Speaker1: bin, gedacht, ach, wir haben eine neue Bürgermeisterin. Ist ja interessant,
Speaker1: die sieht auch voll nett aus.
Speaker1: Allein durch das Plakat, es stand drunter, unsere neue Bürgermeisterin.
Speaker1: Ne, unsere Bürgermeisterin stand da. Ich habe mir gedacht, von der habe ich ja noch nie was gehört.
Speaker1: Und jetzt wird sie langsam ein bisschen weniger warm eingepackt.
Speaker1: Jetzt geht es eher so Richtung Frühling in den Motiven. Die tauschen auch sehr oft durch.
Speaker1: Aber das ist dann eine Sache, wo ich sage, na guck mal, die waren jetzt,
Speaker1: die sind schon seit Dezember mit Plakaten und Sachen unterwegs.
Speaker1: Und das ist dann halt auch ein Punkt, wo man sagt, naja, vielleicht würde es
Speaker1: auch was helfen, weg vom Papier zu gehen und vielleicht sich irgendwo mal,
Speaker1: und bin mir sicher, das werden die auch irgendwie tun, aber es ist dann schon
Speaker1: was, was dann halt im Kopf bleibt.
Speaker3: Ich denke, da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Also auch innerhalb der
Speaker3: Partei wird das immer wieder diskutiert, also auch bei uns, dass Wahlkämpfe
Speaker3: ja keine Materialschlacht sein sollen.
Speaker3: Da kannst du bei Flyern anfangen, über Kugelschreiber, aber eben natürlich auch die Wahlplakate.
Speaker3: Klar, das ist das offensichtlichste Zeichen draußen auf den Straßen,
Speaker3: dass wieder eine Wahl ansteht. Ich kann für Berlin sagen, da hatten wir jetzt
Speaker3: wahrlich mehr als genug.
Speaker3: Vielleicht wisst ihr das, wir mussten ja die Wahl zum Abgeordnetenhaus wiederholen.
Speaker3: Also wir hatten die ursprüngliche Wahl 2021, 2023 mussten wir sie wiederholen.
Speaker3: Dazwischen hatten wir noch einen Europawahlkampf,
Speaker3: dann hatten wir einen Bundestagswahlkampf im letzten Jahr.
Speaker3: Und man kann schon sagen, da sind wir gut in Übung.
Speaker3: Und man hat aber auch da schon erste Ermüdungserscheinungen bei den Wahlkämpferinnen
Speaker3: und Wahlkämpfern gesehen.
Speaker3: Aber auch bei den Leuten, die, auch wenn sie uns, wenn sie Tino gesehen haben,
Speaker3: sagten, Mensch, ist denn irgendwie schon wieder Wahl?
Speaker3: Und da mussten wir sagen, ja, in dem Fall quasi leider schon.
Speaker3: Also da kam sehr viel zusammen.
Speaker3: Und natürlich geht das auch mit einem großen Materialeinsatz einher.
Speaker3: Ich warte so ein bisschen auf die, bin jetzt nicht Experte, aber auf die LCD-Displays,
Speaker3: die man dann quasi buchen kann, um dann da vielleicht ein Wahlplakat einzublenden,
Speaker3: denn das muss man sich auch vor Augen führen.
Speaker3: Wir sind natürlich dann auf Leitern unterwegs und bringen das Zeug an die Masken
Speaker3: und natürlich nach dem Wahlkampf wird das dann auch alles wieder eingesammelt
Speaker3: und da sind bei uns die Bezirke auch stark hinterher, wissen viele nicht.
Speaker3: Da gibt es richtig Strafen, wenn das ein paar Tage nach der Wahl noch hängt
Speaker3: und noch nicht einkassiert wurde.
Speaker3: Da kann man sicherlich drüber nachdenken, ob das noch alles so zeitgemäß ist.
Speaker3: Ich persönlich mache das immer mit. Ich sage aber auch, es ist wichtiger,
Speaker3: dass die Kandidierenden auf den Straßen sind und ansprechbar sind und vor allen
Speaker3: Dingen diskussionsfreudig sind, weil ich glaube, das funktioniert.
Speaker3: Bringt mehr Vertrauen in Politik zurück als das große Wahlplakat oder der große
Speaker3: Wesselmann auf der Verkehrsinsel.
Speaker2: Ja, das ist ein guter Punkt. Also wir hatten hier diese Debatte in Wilhelmshaven
Speaker2: auch für diverse Landtags-, Bundestags- und Kommunalwahlkämpfe.
Speaker2: Plakate ja oder nein? Also ich persönlich bin gar kein Befürworter von Plakaten,
Speaker2: weil du hast es gesagt. Zum einen müssen die Dinger ran, die müssen wieder runter.
Speaker2: Du hast diesen ganzen Katalog an Vorgaben auch bei uns, an denen du dich halten musst.
Speaker2: Du hast diesen Stress nach der Arbeit, die Sachen anzubringen,
Speaker2: wieder abzubauen, weil es ist ja Freizeit.
Speaker2: Und ich persönlich denke mir, wenn ich am Verkehr teilnehme,
Speaker2: ich präge mir jetzt dieses Plakat nicht ein.
Speaker2: Und da ist dann wirklich besser, wenn man mit dem Kandidaten in Kontakt ist.
Speaker2: Wir haben hier eine Bundestagsabgeordnete, Siebtje Möller, für den Wahlkreis 26 auf Bundesebene.
Speaker2: Die Frau ist tatsächlich abseits der Wahlkämpfe, aber auch während der Wahlkämpfe
Speaker2: immer präsent und zeigt sich auch den Bürgern.
Speaker2: Ist auch viel in der Region. Letzte Woche gab es eine Insolvenzmeldung für einen
Speaker2: Traditionsstahlbetrieb.
Speaker2: Da ist sie dann auch hingefahren, einfach um zu zeigen, hey, ihr seid nicht alleine.
Speaker2: Und das ist dann auch etwas, wo man dieses Gesicht von der Frau viel einprägsamer
Speaker2: hat, weil man es dann auch gleich mit guten Erfahrungen verbindet.
Speaker2: Und dann kann man dieser Frau auch viel Sympathie zusprechen und sie dann letzten
Speaker2: Endes auch leichter wählen auf dem Wahlzettel, wenn man dann an der Wahlurne steht.
Speaker2: Deswegen also da wäre ich tatsächlich auch für, dass man weggeht von diesen
Speaker2: Plakaten, Zumal ja auch die Umweltbelastung ja eine sehr hohe ist dadurch.
Speaker2: Die können jetzt auf diese ganzen Plakate auch gerne draufkleben,
Speaker2: dass die jetzt umweltschützender sind, aber am Ende ist es auch Pappe,
Speaker2: die überzogen ist, damit es durch die Witterung nicht so schnell vergammelt.
Speaker2: Nein, das muss wirklich nicht sein.
Speaker0: Ja, aber auf der anderen Seite sage ich schon,
Speaker0: also ja, vielleicht ist weniger manchmal mehr,
Speaker0: aber ganz verzichten würde ich dann doch nicht wollen, weil wenn du jetzt überlegst,
Speaker0: du hast jetzt irgendwie eine Landtagswahl und du hast keine Wahlplakate,
Speaker0: du hast ja gar kein Gesicht von dem und irgendwie, glaube ich,
Speaker0: möchtest du schon ganz gerne wissen, okay, wer kandidiert denn hier eigentlich?
Speaker0: Derjenige aus. Und ich meine, ich erinnere mich an Alex, der gerade sagte,
Speaker0: hier die Bürgermeisterin, die Oberbürgermeisterin, ach ja, die sieht ja ganz sympathisch aus.
Speaker0: Und manchmal ist es auch wirklich so, das sage ich mal, wirklich so der erste
Speaker0: Eindruck. Du siehst ein Bild und siehst sympathisch aus.
Speaker0: Alex, du hast die Frau noch nicht gehört. Du hast noch nicht mit ihr gesprochen.
Speaker0: Vielleicht hat die eine ganz komische Stimmung und du sagst,
Speaker0: oh Gott, oh Gott, oh Gott.
Speaker0: Aber erst machst du einen positiven Eindruck und Bilder, die wirken und die ist schon wichtig.
Speaker2: Ja, aber dann kann man es ja tatsächlich so machen, wie Julian ja gerade gesagt
Speaker2: hat, mit diesen LED-Wänden, die es ja gibt. Und das ist dann zumindest eine nachhaltigere Lösung.
Speaker2: Also ich verstehe, dass man auf Fotos nicht verzichten will.
Speaker2: Fotos sind essentiell, keine Frage.
Speaker2: Aber man sollte die Plakate, finde ich, zumindest limitieren,
Speaker2: weil du hast manchmal auch das Stadtbild, das ist dann dadurch zerstört.
Speaker2: Ich habe gesehen, dass du dich meldest, Julian.
Speaker2: Dass du dann an einem Masten fünf Plakate hängerst und das nervt dann auch,
Speaker2: wenn du dann ganz oben bist, dann sieht dich auch keiner mehr.
Speaker2: Das ist ja nun mal auch Realität. Ich bin fertig.
Speaker3: Genau, für den Fall, dass es nicht rausgeschnitten wird. Ja, ich melde mich immer.
Speaker3: Das ist noch so eine Grundeinstellung, weil wir in der Parteiarbeit auch ganz
Speaker3: viele Zoom-Konferenzen machen.
Speaker3: Und da bin ich auch mal dabei, nicht reinzuquatschen. Deswegen wähle ich hier die ganze Zeit rum.
Speaker3: Nee, noch mal kurz zu den Wahlplakaten. Und auch wenn ich jetzt Gefahr laufe,
Speaker3: zu morgen Vormittag meinen Arbeitsplatz räumen zu müssen, würde ich geringfügig
Speaker3: eine andere Position noch mal zu Tino annehmen. Wir sind ja gar nicht so anders, Danny.
Speaker0: Morgen musst du erst mal putzen und staubsaugen. Das hatten wir doch schon.
Speaker3: Stimmt, das hatten wir eingangs. Das werden Alex und Pascal rausschneiden. Das haben wir schon...
Speaker3: Still vereinbart.
Speaker3: Nein, also natürlich kann man die Wahlplakate hängen. Ob es die Masse sein muss, weiß ich nicht.
Speaker2: Und naja, man sagt nur,
Speaker3: Das Original auf der Straße, darum geht es ja.
Speaker3: Also bei Tino weiß ich, der steht, der ist der bunte Hund, da muss man sich
Speaker3: Mühe geben, um an ihm vorbeizulaufen, wenn man unterwegs ist.
Speaker3: Das machen die anderen aber nicht, setzen eben nur auf die Wahlplakate.
Speaker3: Und dann wird es eben diese Materialschlacht.
Speaker3: Das meine ich. Also nicht ganz, ganz ohne, aber vielleicht weniger.
Speaker3: Dafür lieber mehr auf die Straße, mehr ins Gespräch gehen.
Speaker3: Das bleibt den Leuten im Hinterkopf und auch innerhalb einer Wahlperiode ansprechbar
Speaker3: sein und Probleme lösen. Ich glaube, das merken sich die Leute schon.
Speaker3: Es gibt auch, wenn ich da aus der Erfahrung jetzt sprechen darf,
Speaker3: viele Leute, die kommen zweites, drittes Mal und sagen, Mensch,
Speaker3: Herr Schopf, Mensch, Herr Justmeier, ihr habt uns da letztes Mal gut geholfen.
Speaker3: Ich hätte da mal wieder was. Wären Sie noch mal bereit? Also das ist dann eine
Speaker3: Institution, das ist das Bürgerbüro, da kann man hingehen, das ist der Herr
Speaker3: Schopf, da kann man hingehen.
Speaker3: Das ist mir viel mehr wert, als jedes Wahlplakat.
Speaker1: Ja, es kommt natürlich auch darauf an, was du für cooles Zeug bei deinem Stand
Speaker1: hast und ob das cooles Zeug ist.
Speaker1: Also das habe ich schon viele Male erlebt, wenn du auf irgendeine Veranstaltung
Speaker1: bist oder auch wenn du selber als Ansprechpartner auf einer Messe oder so stehst.
Speaker1: Wenn du was Gutes zum Abgeben hast, dann kommen die Leute von alleine.
Speaker1: Und da habe ich schon teilweise gehabt, die kommen, machen die Tüte auf und
Speaker1: kippen die ganze Box mit Kugelschreibern in ihre Tüte.
Speaker1: Manche nehmen auch noch die Box mit, ist auch gut, dann habe ich keinen Müll. Also das gibt es alles.
Speaker1: Es gab auch Leute, die sich mehrfach haben impfen lassen, weil es eine Bratwurst
Speaker1: umsonst gab. Also gibt es auch alles.
Speaker3: Das führt dann vielleicht ein bisschen so weit. Klar, die gibt es auch.
Speaker3: Und da haben wir natürlich dann auch das Material.
Speaker3: Wir sind ja hier, wenn wir in Tinos Wahlkreis sind, sind wir ja im Prenzlauer
Speaker3: Berg, mitten im Herzen von Berlin.
Speaker3: Kugelschreiber gehen da immer gut, aber eben auch Bummibärchen.
Speaker3: Wir gehen da mit der Zeit. Wir haben vegane Gummibärchen und dann ist das auch
Speaker3: in Prenzlauerberg kein Problem.
Speaker1: Sind die auch halal?
Speaker3: Ja, natürlich, weil die sind ja vegan. Eine tierische Gelantine auch.
Speaker1: Richtig, automatisch halal, genau. Siehste mal, ja, gute Sache.
Speaker1: Ja, wegen den Plakaten noch eine Randbemerkung.
Speaker1: Bei einer gewissen Partei hängen sich die Plakate bei uns meistens von alleine
Speaker1: ab, kurz nachdem sie aufgehängt worden sind.
Speaker2: Was ja bei allem Verständnis aber trotzdem auch eine Straftat ist,
Speaker2: eine Sachbeschädigung.
Speaker2: Also ich muss ja kein Fan davon sein, aber wir erleben das hier ja auch in den
Speaker2: ganzen Wahlkämpfen. Und es sind immer auffallend ein und dieselben Parteien,
Speaker2: deren Plakate zerrissen werden, beschmiert werden oder ganz verschwinden.
Speaker2: Und auch wenn man inhaltlich, das ist meine Meinung, nicht übereinstimmt und
Speaker2: man die eine Partei für absoluten Müll hält und die andere auch und die andere
Speaker2: ist eine Gottpartei, gibt es noch keinem das Recht, irgendwie dieses Eigentum
Speaker2: zu beschädigen, weil das ist Geld.
Speaker2: Also das kostet ja auch Geld und jeder, der mal einen Wahlkampf gemacht hat
Speaker2: und auch mit den Finanzierungen informiert ist, der weiß, dass das kostet.
Speaker2: Und das ist dann so dieser Moment, wo ich mir sage, okay, das hat jetzt auch
Speaker2: nichts mit Meinungsäußerungen zu tun.
Speaker2: Das ist halt grobe Sachbeschädigung, da ist ein Vorsatz dran.
Speaker2: Und deswegen finde ich das echt uncool und es beschädigt irgendwo auch den demokratischen
Speaker2: politischen Wettbewerb.
Speaker2: Und wenn wir sagen, wir leben in einer Demokratie, in der wir streiten wollen,
Speaker2: in der wir gemeinsam auch eine Lösung finden wollen, gehört sich das einfach nicht.
Speaker1: Da hast du recht, da zitiere ich den Julian, er sagt dann an der Stelle immer,
Speaker1: eine Demokratie muss das abkönnen.
Speaker2: So ist es, so ist es.
Speaker1: Genau, er nickt.
Speaker3: So sieht es aus. Ich musste gerade schmunzeln, denn in Berlin,
Speaker3: das ist, ja, wir haben natürlich auch, wir haben einen Sticker drauf,
Speaker3: da ist man mal mit dem Edding drüber gegangen, da wird die Zahnlücke gemalt. Ja, okay.
Speaker3: Das Runterreißen, ja, das gibt es manchmal. Zuletzt in den letzten Jahren habe
Speaker3: ich erlebt bei der Partei mit dem blauen Hintergrund, die werden häufig sehr, sehr hoch geschoben.
Speaker3: Und zwar so hoch, dass sie sich nicht gut wieder abhängen lassen,
Speaker3: was wiederum dazu führt, dass sie nach der Wahl noch sehr lange hängen und dann
Speaker3: auch sehr kostenintensiv werden.
Speaker3: Ich will das nicht befürworten.
Speaker3: Ich muss immer ein bisschen lächeln. Es ist besser, als sie zu zerstören.
Speaker3: Da sind wir uns einig, das sollte man nicht tun. Das ist auch nicht besonders demokratisch.
Speaker3: Aber das ist mir aufgefallen. Vielleicht ist es die kleine Rebellion, die es da hat.
Speaker2: Das ist der Widerstand des kleinen Mannes. Kann man dann auch im Zwinkern sagen.
Speaker1: Es gibt auch andere Rebellionsmethoden. Das hatten wir auf einer Veranstaltung
Speaker1: hier in unserem Tech Campus in Regensburg.
Speaker1: Da war der Horst Seehofer unter anderem als Speaker.
Speaker1: Und der Audio-Mischer, der für die Mikros zuständig war, der hatte den Horst
Speaker1: so hoch gedreht, da hast du also wirklich gedacht, der Goebbels hält eine Ansprache. Das war brutal.
Speaker1: Also das war wirklich brutal. Und der ganze Saal hat gelacht, hat sich umgedreht.
Speaker1: Der Herr Seehofer hat es nicht mitbekommen, dass er dermaßen brüllt aus den Lautsprechern.
Speaker1: Und dann kam der nächste Speaker und da war dann wieder alles normal und super
Speaker1: mit dem Ton also das gibt es auch
Speaker3: Ziviler Widerstand.
Speaker1: Ziviler Widerstand, so ist es.
Speaker1: Ja, gut. Jetzt gucke ich gerade mal über meine Notizen drüber,
Speaker1: ob wir noch irgendwas haben.
Speaker1: Pascal, fällt dir noch irgendwas auf die Schnelle ein?
Speaker2: Nee, ich habe unsere Notizen die ganze Zeit nebenbei auf. Wir haben eigentlich
Speaker2: über alles gesprochen, was wir hier stehen haben.
Speaker2: Also so ad hoc fällt mir jetzt nichts weiteres dazu ein.
Speaker1: Wir werden eh schon geschimpft, weil wir wieder so eine lange Folge machen.
Speaker2: Aber das war ja diesmal mit Ansage. Das ist jetzt auch eine Sonderfolge und
Speaker2: unsere Sonderfolgen, wer uns hört und kennt, weiß das, die gehen ja immer ein
Speaker2: bisschen länger, weil wir uns da eben die Zeit nehmen.
Speaker1: Ja, dann muss ich an der Stelle mal fragen, was machen wir denn jetzt oder was
Speaker1: macht jemand denn jetzt, der sagt, ja, Politik, das klingt alles ganz cool und
Speaker1: SPD hört sich auch super an.
Speaker1: Wo wende ich mich denn jetzt hin, wenn ich da jetzt mich beteiligen möchte?
Speaker1: Morgen, nach dem Fitnessstudio heute, ich habe es gehört, ich habe mir eine
Speaker1: Notiz gemacht, SPD beitreten, sowas zum Beispiel. Wo gehe ich jetzt hin?
Speaker0: Naja, das Einfachste ist natürlich Internet. Googelt, man weiß ja,
Speaker0: wo man wohnt und dann bringt man erstmal eine Erfahrung, gibt es dann irgendwie
Speaker0: bei mir in meinem Ort, in meiner Gemeinde, gibt es da irgendwie einen Ortsverband.
Speaker0: So und das kriegt man ja über Internet ganz einfach raus.
Speaker0: Und ansonsten, wenn man da unsicher ist, wenn man das nicht weiß,
Speaker0: wie man das jetzt macht, dann gibt es einen Landesverband, es gibt einen Bundesverband,
Speaker0: da kann man eine Mail hinschreiben, da kann man anrufen und die helfen ganz sicher weiter.
Speaker0: Ja, oder aber vielleicht kennt man ja dann auch seinen Wahlkreisabgeordneten,
Speaker0: weiß vielleicht sogar, wo der sein Büro hat, dann geht man da einfach mal hin.
Speaker0: Beziehungsweise schaut vorbei oder schreibt ihm eine E-Mail.
Speaker1: Kann man auch noch faxen? Sorry, der musste jetzt sein.
Speaker2: Geht bestimmt auch.
Speaker0: Nee, wir sind schon im digitalen Zeitalter. Was?
Speaker2: Wo seid ihr denn?
Speaker1: Ich dachte, das ist alles Neuland.
Speaker3: Im Landesverband kann man tatsächlich auch noch faxen.
Speaker1: Neuland.
Speaker0: Naja, also wir sind im digitalen Zeiteiser, also von daher Mail schreiben,
Speaker0: aber hatte ich ja gerade gesagt.
Speaker0: Ja, natürlich freuen wir uns über neue Mitglieder, natürlich.
Speaker0: Und wie ich ja vorhin schon eingangs sagte, man muss nicht immer gleich in die Partei eintreten.
Speaker0: Wenn man dann doch erstmal wissen will, wie ticken die denn sowas,
Speaker0: machen die so, fühle ich mich da überhaupt wohl. Das ist ja das,
Speaker0: was Pascal vorhin sagte, in seinem alten Heimatverband.
Speaker0: Das war total toll. Er hat da mitgemacht und hat dann auch Stimmenrichter in den Ausschuss.
Speaker0: Und dann kommt er hier nach Wilhelmshaven und dann denkt er,
Speaker0: oh Gott, was ist denn hier? Also von daher...
Speaker0: Jeder kann mal reinschnuppern.
Speaker1: Ja, vielen Dank. Ja, und wer sich trotzdem als außerpolitisch engagieren möchte,
Speaker1: ich habe es vielleicht vorhin schon mal angerissen, es gibt auch eine Menge
Speaker1: anderer Organisationen, die eure Hilfe brauchen.
Speaker1: Ihr könnt zur Feuerwehr gehen, ihr könnt euch beim Roten Kreuz,
Speaker1: bei den Johannitern, wo auch immer, was Rettungsdienste angeht, melden.
Speaker1: Geht zum Technischen Hilfswerk oder, oder, oder. Da gibt es mehr als genug.
Speaker1: Oder wer jetzt gerade gar nicht weiß, was er tun soll mit seinem Leben,
Speaker1: es gibt immer noch das Freiwillige Soziale Jahr.
Speaker1: Die ganzen Zivis, die fehlen uns heute, die alle nicht mehr da sind.
Speaker1: Vielleicht hat ja jemand Bock auf sowas, dann kann man auch im Altersheim helfen.
Speaker1: Also ich habe hier eine Nachbarin, die buckelt wirklich jede Nacht fast im Krankenhaus.
Speaker1: Die kommt auf allen Vieren nach Hause. Also da ist auch viel getan,
Speaker1: wenn man sich vielleicht in der Richtung engagiert.
Speaker1: Also wenn man was tun möchte, ehrenamtlich oder nicht, kann man was tun.
Speaker1: Es gibt keinen Grund, dass man es nicht tut.
Speaker2: Man kann übrigens auch sich bei seiner Stadt im Wahlamt eintragen lassen als
Speaker2: Wahlhelfer, dann kann man alle Jubeljahre mal ehrenamtlich eine wirklich sehr
Speaker2: unterschätzte, aber sehr wichtige Arbeit leisten, habe ich selber nämlich auch schon gemacht,
Speaker2: nämlich Stimmzeitlich zählen, das ist sehr sehr wichtig und man wird so Teil
Speaker2: eines demokratischen Schaffensprozesses und ist hautnah dabei und erlebt und
Speaker2: versteht dann auch mal, wie war ein im Hintergrund dann laufen.
Speaker0: Und was schön ist, es gibt dann noch ein sogenanntes Erfrischungsgeld.
Speaker0: Genau. Also man hat auf alle Fälle Spaß und dann gibt es auch noch ein bisschen Geld dafür. Das stimmt.
Speaker1: Bist du die Annahmestelle für
Speaker1: alte Christbäume? Babi, dir ging ein Christbaum und wandern hinter dir.
Speaker0: Macht da irgendwas rein? Ich muss mal gucken, was es ist. Es sieht aus wie Äste.
Speaker1: Okay. Sehr schön. Bürgerbüro ist auch gleichzeitig grün.
Speaker3: Ich wollte gerade sagen, das ist ein offenes Büro.
Speaker2: So sieht es aus.
Speaker0: Ja, hier kommen Bürger rein und bringen mir was. Das ist doch schön.
Speaker0: Das ist hier ein Nachbar aus dem Haus, weil ich habe ja hier vor meinem Büro
Speaker0: dann auch so eine Baumscheibe, die ich dann halt auch pflege.
Speaker0: Und es kann sein, dass er mir jetzt irgendwie was gebracht hat,
Speaker0: was ich dann irgendwie einbrüllen kann.
Speaker0: Irgendwelche Blümchen. Aber wie gesagt, muss ich mir mal anschauen.
Speaker1: Okay, ja. Nee, und auch ansonsten, was es auch gibt, wenn man sich irgendwo engagieren möchte.
Speaker1: Also danke für den Hinweis, Pascal, mit dem Wahlhelfer.
Speaker1: Die IHK sucht bestimmt auch immer Leute, wenn man was kann. Also ich bin auch
Speaker1: ehrenamtlicher Prüfer für die IHK in Regensburg.
Speaker1: Oder wer es aus meiner Tech-Bubble ist, das Bundesamt für Sicherheit sucht Leute,
Speaker1: die Bürgerinnen und Bürgern und kleinsten und mittelständischen Unternehmen helfen können.
Speaker1: Das gibt es alles. Also wer sich dafür interessiert, einfach mal auf die Webseite
Speaker1: von BSI gucken. Da gibt es den Ersthelfer, den digitalen Ersthelfer.
Speaker1: Macht das, das ist eine Selbstprüfung und helft.
Speaker1: Das ist super wichtig, weil sich hinsetzen und dann auch da wieder schimpfen,
Speaker1: ja die tun ja nichts, wie jetzt hier bei unserem Hochwasser in Regensburg.
Speaker1: Ich sage das immer wieder, ihr erwartet, dass jetzt bei einer Katastrophe,
Speaker1: wie jetzt auch mit dem Stromausfall da in Berlin, die Feuerwehr und das Technische
Speaker1: Hilfswerk richtet jetzt eine Suppenküche ein und bringen euch dreimal am Tag,
Speaker1: was warmes zu essen, eine Tageszeitung und ein paar Pantoffeln.
Speaker1: Das wird nicht stattfinden.
Speaker1: Also da bitte nicht sagen, hier die scheiß Rettungskräfte, die tun ja nichts.
Speaker1: Alle werden versorgt, außer mir. Das stimmt ja nicht. Also man kann ja auch
Speaker1: sich damit mal beschäftigen.
Speaker2: Richtig.
Speaker1: Gut. Ja, so einmal kurz noch drüber geguckt, wer sich jetzt für das Thema Politik
Speaker1: in medialer Form interessiert.
Speaker1: Wir hatten in unserer allerersten Folge House of Cards hier im Podcast.
Speaker1: Das kann man sich mal angucken.
Speaker1: Ich glaube, so spannend ist es wahrscheinlich im echten Leben nicht,
Speaker1: wie das, was Frank Underwood in der Serie erlebt.
Speaker1: Und zumindest mit weniger Mord, hoffentlich.
Speaker2: Hoffentlich mit weniger Mord. Aber Barack Obama hat ja damals mal gesagt,
Speaker2: so realitätsfern ist House of Cards ja gar nicht.
Speaker1: Barack Obama hat die Woche gepitcht, dass es UFO-Akten gibt.
Speaker2: War das nicht Trump?
Speaker1: Nein, Trump steigt auf den Zug auf. Ich habe gestern auf Reddit geschrieben,
Speaker1: Obama soll doch mal bitte sagen, dass es Bigfoot gibt. Dann würde ich gerne
Speaker1: sehen, was dann passiert.
Speaker2: Die Bekanntgabe kommt danach auch fest.
Speaker2: Stark.
Speaker1: Genau, ansonsten gäbe es noch Cities, Skylines oder The Wire.
Speaker1: Black Mirror ist auch viel mit
Speaker1: dabei. Among Us als Spiel. Angry Man hilft auch, glaube ich, da weiter.
Speaker1: Also es gibt genügend Material, wenn man sich da irgendwie was anschauen möchte zum Thema Politik.
Speaker2: The West Wing hast du vergessen. Auch meiner Meinung nach sehr gute Serie.
Speaker1: Ja, habe ich ja nicht geguckt. Aber ich muss mich da immer noch auf dich verlassen, dass das gut ist.
Speaker1: Ja, gut. Also ich hätte tatsächlich nichts mehr.
Speaker1: Wir sind auch unserer Verantwortung nachgekommen, dass wir ein paar Filme und
Speaker1: Serien genannt haben. Haben wir getan. Genau.
Speaker2: Inhaltlich nicht besprochen, aber genannt, das ist ganz wichtig. Genau.
Speaker1: Richtig.
Speaker1: Und ich hätte dann tatsächlich nichts mehr.
Speaker1: Und ich bedanke mich an der Stelle ganz doll bei Julian und Tino,
Speaker1: dass ihr euch heute die Zeit genommen habt bei diesem fabelhaften Wetter.
Speaker0: Sehr gerne. Dankeschön, ja.
Speaker3: Danke euch.
Speaker1: Sehr gern. Gut, was wir das nächste Mal machen, wissen wir tatsächlich noch nicht.
Speaker1: Wir haben es ja in der Wir-sind-wieder-da-Folge gesagt. Wir machen das mal so
Speaker1: ein bisschen gemütlicher.
Speaker1: Ab jetzt oder ab diesem Jahr mehr so laid back.
Speaker1: Also, wie gesagt, ich weiß es noch nicht. Oder Pascal weiß es,
Speaker1: glaube ich, auch nicht. Wir hätten einige Ideen im Vorlauf, sehe ich gerade.
Speaker1: Da müssen wir mal gucken. Vielleicht schreibt ihr uns mal. Ich hätte hier noch
Speaker1: einen Vorschlag zu Ghost in the Shell und Cyberpunk-Edgerunners stehen.
Speaker2: Den haben wir auch. Wir haben allerdings auch Wick und Ballerina stehen. Also, da ist einiges.
Speaker1: Oh ja, stimmt. John Wick und Ballerina, da hätte ich Bock drauf, das zu machen. Sehr gut.
Speaker1: Wir hätten auch noch eine Korea-Folge, die wir damals weggeschmissen haben,
Speaker1: die müssten wir auch noch mal machen.
Speaker2: Das stimmt, die war eigentlich echt gut.
Speaker1: Ja, die war eigentlich echt gut, da hast du recht.
Speaker1: Eine Highlights-Folge haben wir schon gemacht. Eine AI-Slop-Folge,
Speaker1: genau, das war die mit Wick und Ballerina.
Speaker1: Jo, dann vielen herzlichen Dank, dass ihr heute uns zugehört habt.
Speaker1: Zu Folge, was ist denn das überhaupt? 46.
Speaker1: Stimmt das? Nein. Nee, 48.
Speaker2: In Klammern steht in unserem Skript 48.
Speaker1: Ja, richtig. Es ist die Folge 48 schon. Wahnsinn. In zwei Folgen haben wir hier
Speaker1: ein kleines Jubiläum. Dann können wir wieder die Sektflasche öffnen.
Speaker2: Tja, das stimmt.
Speaker1: Gut, in diesem Sinne, habt einen schönen Tag, Vormittag, Abend,
Speaker1: Nacht, was auch immer. Ihr kennt das, Truman Show.
Speaker1: Bis zum nächsten Mal und Kommentare, Meinungen, also natürlich nur lieb gemeinte
Speaker1: Meinungen und Empfehlungen natürlich von unserem Podcast, gerne wie immer auf
Speaker1: der Plattform eurer Wahl.
Speaker1: Lasst uns einen Stern, Daumen, Dollarzeichen, was auch immer das Bewertungssymbol
Speaker1: auf eurer Plattform ist, gerne da und über Kommentare freuen wir uns natürlich
Speaker1: auch immer. Wortmeldungen auch sehr gerne über unser Tool.
Speaker1: Wie heißt das?
Speaker2: Speakpipe.
Speaker1: Speakpipe, danke schön. Ich habe es eingeführt und weiß nicht mehr,
Speaker1: wie es heißt. Siehst du mal.
Speaker2: Einfach eine kleine Sprachnachricht einsprechen und wir verwenden die dann hier in einer der Folgen.
Speaker1: Genau. Wir hören uns sie vorher an. Also, falls jemand jetzt der Meinung ist,
Speaker1: er müsste da irgendeinen Quark von sich geben, das entscheide ich an der Stelle,
Speaker1: ob es überhaupt weiterkommt.
Speaker1: An der Stelle bin ich Heidi Klum und entscheide, ob ihr weiterkommt oder nicht.
Speaker2: Das ist Zensur. Nein, Spaß.
Speaker1: Das ist so, absolut.
Speaker2: Genau.
Speaker2: Danke an euch beiden fürs Dabeisein, danke fürs Einschalten.
Speaker2: Ich freue mich schon, euch dann in der nächsten Folge gemeinsam mit Alex wieder begrüßen zu dürfen.
Speaker2: Wir hoffen natürlich, euch hat diese Folge Spaß gemacht und gefallen und ja,
Speaker2: damit gehen die Grüße nicht nur raus an euch Hörer, sondern auch an euch beide
Speaker2: Gäste, Tino und Julian nach Berlin.
Speaker0: Schöne Grüße zurück. Danke.
Speaker3: Nach Bremerhaven und Ringsburg.
Speaker1: Jo, bis dann. Ciao.
Speaker3: Ciao.
Speaker1: Tschüss.
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